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Traditionsunternehmen vor dem Aus Deutscher Küchenhersteller insolvent – Ursache wohl Stromausfall

Das Traditionsunternehmen musste Insolvenz anmelden. Hier ein Archivfoto von einer Küche der Firma „Rational Einbauküchen“.

Das Traditionsunternehmen musste Insolvenz anmelden. Hier ein Archivfoto von einer Küche der Firma „Rational Einbauküchen“.

Ein deutscher Küchenhersteller musste Insolvenz anmelden – nach fast 60 Jahren Betriebsgeschichte. Schuld sind ausnahmsweise einmal nicht Gaspreise und Inflation.

Der traditionsreiche deutsche Küchenhersteller „Rational Einbauküchen Solutions GmbH“ musste Insolvenz anmelden. Der 1963 gegründete Betrieb aus Osnabrück beschäftigte bislang 64 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und verkaufte seine Einbauküchen weltweit in 50 verschiedenen Ländern.

Der Grund für die Insolvenz ist ebenso kurios wie tragisch. Das Unternehmen gab bekannt, dass ein katastrophaler Stromausfall zu einem erheblichen Datenverlust auf den Betriebsservern geführt habe.

Ein Stromausfall legte die Betriebsserver lahm

Auf diesen Servern seien nicht nur Planungen zur Produktion neuer Küchen, sondern auch äußerst wichtige Betriebsdateien gespeichert gewesen. Diese sind infolge des Stromausfalls nun unwiederbringlich verloren. 

Durch den Verlust der Daten kann das Unternehmen seit Anfang September keine neuen Küchen mehr produzieren. Durch den dadurch entstandenen Umsatzausfall sei „Rational Einbauküchen Solutions GmbH“ in die momentane schwere Krise geraten.

Der Geschäftsführer Mano Bakhtiari erklärte dem Onlinemagazin unternehmeredition.de, man habe zwei Wochen lang intensiv versucht, die technischen Probleme zu lösen. Dies sei aber kurzfristig nicht möglich und eine Insolvenz somit unvermeidbar. Trotzdem betont er seine Hoffnung auf eine Lösung, bei der das Traditionsunternehmen bestehen bleibt. 

Noch gibt es Hoffnung für das Traditionsunternehmen

Trotz aller Zuversicht steht nun erst einmal eine bittere Pille an. Das Amtsgericht Osnabrück ordnete das vorläufige Insolvenz-Verfahren am Freitag (16. September 2022) an.

Doch auch der Insolvenzverwalter Stefan Meyer von der Rechtsanwalts GmbH „Pluta“ äußerte die Hoffnung, eine Lösung zu finden, bei der das Unternehmen mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Zukunft hat. Ob dem so sein wird, bleibt abzuwarten. (bcr)

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