Schon aufgefallen? Krasse Neuerung an Cola-Flaschen: Sie sorgt für jede Menge Wut und Verwirrung

Diese alten Cola-Flaschen (hier auf einem Archivbild aus dem Jahr 2017) gehören der Vergangenheit an: Seit neuestem werden Flaschen mit verbundenem Deckel verkauft, sogenannten „Tethered Caps“. Sie gehören spätestens ab 2024 überall zum Alltag.

Diese alten Cola-Flaschen (hier auf einem Archivbild aus dem Jahr 2017) gehören der Vergangenheit an: Seit neuestem werden Flaschen mit verbundenem Deckel verkauft, sogenannten „Tethered Caps“. Sie gehören spätestens ab 2024 überall zum Alltag.

Wer schnell mal den Deckel abdrehen will, um einen Schluck aus der Cola-Flasche zu nehmen, der könnte verwundert sein: Denn es ist gut möglich, dass der Deckel gar nicht abgehen will. Doch Achtung, das ist kein Fehler, sondern eine gewollte Neuerung, die spätestens ab 2024 überall zum Alltag gehören soll. Doch aktuell noch für viel Wut und Verwirrung sorgt.

„Tethered Caps“, so lautet der Fachbegriff für jene Plastik-Deckel, die einfach nicht abgehen wollen, wenn man sie aufdreht und fest verbunden bleiben mit der Flasche. Drehen, Ziehen, Zerren, nichts scheint zu helfen. Doch was im ersten Moment lästig zu sein scheint, soll für mehr Umweltschutz sorgen. Viele Unternehmen haben bereits die „Tethered Caps“ eingeführt. 

Doch zahlreiche Kundinnen und Kunden äußern sich in den sozialen Medien frustriert und verwirrt über die Neuerung.

Coca-Cola mit Neuerung bei Flaschen: Ab 2024 überall zu finden

„Tethered Caps“ – In Zukunft sollen die Deckel an der Flasche befestigt bleiben. Egal, ob beim Ausschütten oder beim Trinken – das kleine runde Plastikdeckelchen wird man dann einfach nicht los. Es hängt dann entweder am Mundwinkel oder halb vor der Flaschenöffnung – eine Neuerung, an die sich viele sicher erst einmal gewöhnen müssen.

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Ab 2024 sollen diese Deckel nach einer EU-Vorgabe in Deutschland zum Alltag gehören und auf Einweg-PET-Getränkeflaschen bis zu drei Litern zur Pflicht werden. Nicht nur Limonade, sondern auch Wasser oder Milch bekommt dann eine Kappe, die nicht mehr abgeht. 

Der Grund: Mit den „Tethered Caps“ soll die Umwelt geschont werden. „Hintergrund ist, dass man bei einem Monitoring an europäischen Stränden relativ viele Plastikdeckel gefunden hat“, wird Philip Heldt von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen vom Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) zitiert. Unter den Plastikabfällen an den Küsten seien es vor allen Dingen jene Flaschendeckel, die die Umwelt belasten. Oder Tiere verletzten, wenn sie etwa in Gewässer landen. Das soll sich ändern, indem sie einfach an der Flasche bleiben. 

Coca-Cola mit wichtiger Neuerung: Viele Standorte werden umgestellt

Doch einige Unternehmen führen die neuen Verschlusskappen bereits jetzt ein – und sorgen bei einigen Kundinnen und Kunden damit für Verwirrung und Wut. Ein bekanntes Beispiel: Der US-Konzern Coca-Cola hat den „Lass mich dran-Deckel“ 2021 eingeführt und weitet ihn nun sukzessive auf immer mehr PET-Einwegflaschen aus.

Elf der 14 regionalen Standorte hätten die Produktion bereits umgestellt, in zahlreichen Discountern und Supermärkten sind die neuen „Tethered Caps“ schon zu finden. Und weil das alles so ungewohnt ist, druckt Coca-Cola vielerorts auch einen Hinweis auf die Flaschen: „Lass mich dran – fürs Recycling“.

Coca-Cola führt neue Deckel ein, viele Kundinnen und Kunden genervt

Doch trotz des Umwelt-Gedankens hinter den „Tethered Caps“ – sie kommen längst nicht überall gut an. In den sozialen Medien machen viele Menschen ihrem Ärger und ihrem Frust Luft, schließlich wird durch die Deckel das Trinken erschwert. „Es wird beim Trinkgefühl eine Umstellung sein“, sagt auch Verbraucherschützer Philip Heldt.

„Das ist so ein Schrott. Man kann so unmöglich richtig aus der Flasche trinken und beim Versuch es abzumachen hab ich mir die Cola fast über den Laptop geschüttet, weil es so fest dran ist. Wieso konntet ihr nicht zumindest bis 2024 warten?“, findet ein Twitter-User.

„Das derzeitige Konzept überzeugt mich nicht. Da ploppt der aufgeklappte Deckel unerwartet zurück in den Gieß-Strahl und macht Sauerei. Meine Freundin reißt den Deckel direkt ganz ab“, meint ein weiterer.

Coca-Cola wiederum verteidigt das neue Konzept: „Für uns steht die Umwelt im Vordergrund - deswegen setzten wir die EU Vorgabe jetzt schon um“. Der Konzern versucht die Gemüter mit einer Video-Trink-Anleitung zu besänftigen – demnach muss der Deckel vor dem Trinken zurückgebogen werden. (mg)

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