Test-Ergebnis In fast jedem vierten Bier steckt Glyphosat, Schimmelpilz in einer Marke

Zwei Personen stoßen mit ihren Biergläsern an.

„Öko-Test“ ließ das Pils von 50 Marken analysieren (19. Mai 2022).

Die Zeitschrift „Öko-Test“ hat das Pils von 50 Marken analysiert. Das Ergebnis: In fast jedem vierten Bier steckt Glyphosat. Beim Schlusslicht wurde sogar ein Schimmelpilz gefunden.

Die Zeitschrift „Öko-Test“ hat das Pils von 50 Marken analysieren lassen und nun ihre Ergebnisse veröffentlicht. Feste Schaumkrone, leicht bitter im Geschmack und eine feine Hopfennote – so sollte ein schönes Pils sein.

Obwohl die meisten getesteten Pils-Biere die Erwartungen an die in Deutschland beliebteste Biersorte erfüllen konnten, brachte der Test auch bedenkliche Ergebnisse ans Licht.

Wie die Analyse von „Öko-Test“ (Ausgabe 6/2022) ergab, erhielten 45 Produkte die Note „gut“ oder „sehr gut“. Drei Biere, die von biererprobten Sensorikern geschmacklich gestetet wurden, erhielten die Note „befriedigend“, „mangelhaft“ und „ungenügend“ erhielt je eines.

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Biere im Test: In fast jedem vierten Pils Glyphosat gefunden

Obwohl die meisten Biere gut abschnitten, war eine Erkenntnis jedoch bedenklich: In zwölf Bieren fanden die Tester bekannter Marken Spuren des krebsverdächtigen Unkrautvernichters Glyphosat. Die Werte lägen zwar weit unter dem in der Europäischen Union für Braugerste zulässigen Höchstgehalt. Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes vergab „Öko-Test“ dennoch Notenabzüge.

Pils im Test: Ein Bier hatte „einen Kontaminationsgeschmack“

Immerhin alle getesteten Bio-Pilsbiere seien frei von dem umstrittenen Herbizid. In Sachen Stammwürzegehalt und Schaumhaltbarkeit patzte kein Pils. Auch die Testtrinker hatten wenig zu beanstanden, schmeckten bei zehn Bieren aber pilsuntypische Fehlnoten heraus.

Ein Ergebnis verdirbt den Leserinnen und Lesern jedoch die Lust auf ein frisches Pils: Dem Schlusslicht im Feld, einem Bio-Pils, attestierten sie „einen Kontaminationsgeschmack mit buttrigen Noten“. Das Labor wies hier eine Verkeimung mit Pediokokken nach. Als Milchsäurebakterien seien diese zwar nicht schädlich für den Menschen, doch sorgten für eine „erhebliche Qualitätsminderung“. (dpa/mn)

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