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WM-Traum wird günstigerPreise für Flüge und Hotels sinken – doch eine Hürde bleibt

Blick in das MetLife Stadium in East Rutherford/New Jersey

Copyright: Sven Hoppe/dpa/dpa-tmn

Hier steigt das WM-Finale: Im MetLife Stadium in East Rutherford endet das Turnier am 19. Juli – Schlagzeilen machte die Arena zuletzt auch wegen horrender Ticketkosten für die Hin- und Rückfahrt mit dem Zug aus dem nahen New York, die statt normalerweise rund 13 während der WM bei 150 US-Dollar liegen sollen.

Günstig zur WM 2026 in die USA? Achtung, Esta-Falle!

Ein Trip zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in die USA klingt für viele wie ein Traum. Und dieser Traum scheint gerade günstiger denn je. Doch bei der Einreise lauert eine Hürde, die euch den Urlaub schnell vermiesen kann.

Am 11. Juni 2026 startet die WM, die zum Großteil in den USA stattfindet. Neben dem Fußball-Spektakel feiern die Vereinigten Staaten auch 250 Jahre Unabhängigkeit und die legendäre Route 66 wird 100. Trotzdem bleiben die Touristenmassen aus – eine Folge der verunsichernden Politik der vergangenen Jahre.

USA-Reise so günstig wie lange nicht

Für alle, die jetzt einen USA-Urlaub planen, ist das eine gute Nachricht. „Die Preise haben sich deutlich nach unten bewegt – bei Airlines, Hotels und vor allem auch bei Mietwagen“, sagt Timo Kohlenberg, Geschäftsführer des Veranstalters America Unlimited. Der günstige Dollar-Kurs macht die Reise zusätzlich billiger. „Eigentlich ist momentan der beste Zeitpunkt, um in die USA zu fahren“, so Kohlenberg.

Selbst in den elf US-WM-Städten fallen die Hotelpreise. Laut den Analysten von Lighthouse Intelligence kostete ein Zimmer in New York für die WM-Zeit bei Buchung Mitte April im Schnitt 464 US-Dollar – Ende Dezember waren es noch 609 Dollar. Klar ist aber auch: Rund um die Spiele in Metropolen wie New York, Miami oder Los Angeles wird es trotzdem teuer, auch bei Essen und Transport.

Wie willkommen sind Touristen wirklich?

Die Sorge, als Tourist nicht willkommen zu sein, ist laut Experten unbegründet. „Vor Ort merkt man davon kaum etwas. Die Menschen sind offen und herzlich – viele sehen die politische Lage selbst durchaus sehr kritisch“, berichtet Kohlenberg, der allein letztes Jahr viermal dort war. Auch seine Kunden seien oft überrascht, wie reibungslos alles laufe.

Solange ihr einen gültigen Reisepass habt und den Antrag für die Einreisegenehmigung Esta korrekt ausfüllt, müsst ihr laut Veranstaltern wie Dertour oder Canusa Touristik keine Probleme bei der Einreise fürchten. „Wir hatten noch nie eine Abweisung an der Grenze in all den Jahren“, bestätigt Kohlenberg.

Achtung, Esta-Falle: Das müsst ihr wissen

Die größte Herausforderung wartet schon vor dem Abflug: die Genehmigung für die visafreie Einreise, kurz Esta. Ohne sie kommt ihr nicht ins Land. Der Antrag sei „deutlich anspruchsvoller und kostenintensiver geworden“, warnt Alexander Braun vom Visa-Dienst Bonn. Der Preis hat sich fast verdoppelt und liegt nun bei 40 US-Dollar (rund 34 Euro).

Den Antrag stellt ihr auf der offiziellen Website der Zoll- und Grenzschutzbehörde CBP oder per App (iOS und Android). Ihr müsst persönliche Daten angeben, Fragen beantworten und Fotos von eurem Reisepass und Gesicht (als Selfie) hochladen. Die Genehmigung dauert meist nur wenige Stunden. Aber Vorsicht: Wird die Esta abgelehnt, braucht ihr ein Visum, was rund sechs Wochen dauern kann. Beantragt die Esta also mit viel Vorlauf! Sie ist maximal zwei Jahre gültig.

Diese Fehler können euch den Urlaub kosten

Beim Esta-Antrag lauern einige Fallstricke. Das Wichtigste: Achtet auf korrekte Passdaten, denn beim automatischen Auslesen schleichen sich oft Fehler ein. Die Angabe eurer Social-Media-Profile ist bisher freiwillig und kann übersprungen werden.

Der Knackpunkt sind die Sicherheitsfragen: Beantwortet ihr nur eine davon mit „Ja“, wird die Esta abgelehnt. Eine Ausnahme gibt es bei der Frage nach Reisen in bestimmte Länder seit März 2011: Für Kuba-Reisen gilt die Ablehnung nur, wenn ihr nach Januar 2021 dort wart. Wer davor auf der Karibikinsel war, sollte „Ja“ ankreuzen und die Details angeben. Flunkern ist eine ganz schlechte Idee. Selbst ohne Stempel im Pass können US-Behörden auf Passagierlisten von Airlines zugreifen. Visa-Experte Alexander Braun warnt eindringlich: „Unwahre Angaben führen bestenfalls zur Ablehnung und im ungünstigsten Fall erst bei der Einreise zur Sanktionierung bis hin zu Inhaftierung und Abschiebung.“

Einreise über Mexiko oder Kanada

Auch wer über die Nachbarländer in die USA einreist, braucht eine gültige Esta oder ein Visum. Für Mexiko selbst reicht ein gültiger Reisepass. Bei der Einreise über den Landweg braucht ihr laut dem Auswärtigen Amt zusätzlich eine Touristenkarte (FFM), die ihr online beantragen könnt.

Für Kanada benötigt ihr neben dem Reisepass eine elektronische Einreisegenehmigung (eTA), die ihr auf der Website der kanadischen Regierung für sieben Kanada-Dollar (rund vier Euro) beantragt. Auch hier rät das Auswärtige Amt jedoch, den Antrag nicht auf den letzten Drücker zu stellen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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