Studentin gewinnt Insel – doch die hat einen Haken.
Verrückter Insel-GewinnStudentin aus Düsseldorf gewinnt eine schwedische Felseninsel

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Die Insel ist unbebaut und nicht sehr groß. (Symbolbild)
Ein Eiland ganz für sich – was für eine Vorstellung! Für Miriam Wiskemann (27) ist dieser Wunsch Wirklichkeit geworden. Die Studentin mit Wurzeln in Düsseldorf ist nun für ein Jahr die Chefin einer schwedischen Insel. Doch die ganze Sache hat einen gewaltigen, steinigen Haken.
Das Eiland trägt den Namen Marsten, misst circa 180 Meter in der Länge und gut 50 Meter in der Breite. Es befindet sich vor der schwedischen Westküste. Miriam setzte sich bei der globalen Aktion „Your Swedish Island“ durch, für die es 2.242 Bewerbungen aus 100 Nationen gab. Mit 267.570 Inseln ist Schweden weltweiter Spitzenreiter – für fünf dieser Inseln wurde für jeweils ein Jahr ein Verwalter gesucht.
Kein Haus, kein Bett – nur Felsen und Federvieh
Wer nun von einer schicken Strandvilla träumt, irrt sich gewaltig. Der entscheidende Haken ist nämlich: Auf Marsten existieren absolut keine Bauten. Das Eiland ist lediglich eine Ansammlung von Gestein und wurde in den 1990ern zur Heimat von Kormoranen. Miriam kann und muss dort also kein ganzes Jahr verbringen.
„Es gibt keine besonderen Pflichten“, teilte die 27-Jährige, die ihre Wurzeln in Düsseldorf hat, der Deutschen Presse-Agentur mit. Entscheidend sei lediglich die Achtung des schwedischen Jedermannsrechts. Dies besagt, dass andere Personen das Eiland auch in Zukunft betreten oder überqueren dürfen.
„Der Hauptgewinn ist eigentlich die Reise dahin“
Man gelangt zu diesem kleinen Vogel-Eldorado ausschließlich mit einem Kajak oder einem SUP-Board. Miriam plant, gemeinsam mit einer Freundin „ihre“ Insel gegen Ende August oder zu Beginn des Septembers zu erkunden. Sie meint dazu: „Der Hauptgewinn ist eigentlich die Reise dahin“.
Und dieser Trip hat es in sich: Zusätzlich zu dem Dokument, das sie zur Insel-Managerin ernennt, erhält sie einen Reise-Coupon über 20.000 Schwedische Kronen (etwa 1.800 Euro). Die 27-Jährige studiert Illustration an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle (Saale) und möchte die Zeit vor Ort für ihre Abschlussarbeit verwenden.
Ihre Zuneigung für Schweden hat einen Grund. Im Anschluss an ihr Abitur belegte sie einige Semester Skandinavistik, eignete sich die schwedische Sprache an und verbrachte kürzlich ein Jahr in Stockholm. Den Sieg in dem Wettbewerb sicherte sie sich mit einem Instagram-Clip von nur einer Minute Länge. (dpa/red)
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