Spionage-Vorwurf! Wo Urlaubsfotos zur Gefahr werden
Knipsen wird zur StraftatDeutscher auf Kreta festgenommen – wo Knipsen verboten ist

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Dieses Schild ist kein Deko-Element. Fotografierverbote gelten in vielen Ländern, besonders rund um Militär- und Sicherheitsbereiche.
Ein Klick, ein schnelles Urlaubsfoto – und plötzlich der Vorwurf der Spionage! Genau das ist einem Deutschen jetzt auf Kreta, einer griechischen Insel, widerfahren. Er wurde unweit des Airports von Chania in Gewahrsam genommen. Der Grund: Er soll den Flughafen und Militärjets fotografiert haben. Doch solche Gefahren lauern nicht nur in Griechenland, auch an anderen Reisezielen ist beim Knipsen Vorsicht geboten.
Das Auswärtige Amt spricht auch für Polen-Urlauber eine deutliche Warnung aus. Dort gilt ein Fotografierverbot für rund 25.000 Objekte. Dazu zählen Bahnanlagen, Brücken, Kraftwerke und Militärgelände. Der Hammer: Selbst manche Bankfilialen sind tabu. Bei Verstößen drohen die Einziehung der Kamera, eine Haft von bis zu 30 Tagen sowie Bußgelder, die 4.700 Euro erreichen können.
Zwar sollte jedes betroffene Objekt mit einem Hinweis auf das Fotografierverbot gekennzeichnet sein, wie das Auswärtige Amt in seinen Reisehinweisen für Polen erklärt. Jedoch wird darauf hingewiesen, dass eine solche Beschilderung manchmal nur schwer oder unklar zu identifizieren ist.
Die Liste der verbotenen Motive kann lang und verwirrend sein
In Tschechien ist ebenfalls Wachsamkeit gefragt: Nicht weit von der bekannten Prager Burg (Pražský hrad) entfernt befindet sich beispielsweise das Verteidigungsministerium. Dieses ist Teil der tschechischen Liste mit Fotoverboten. Das Auswärtige Amt legt nahe: „Achten Sie auf die Hinweisschilder ‚Zákaz fotografování‘ (Fotografieren verboten)“.
Viele weitere Nationen haben ebenfalls Fotografie-Einschränkungen, vor allem für militärische Anlagen. Aber auch die folgenden Motive sind oft heikel:
Und vieles mehr könnte auf der Verbotsliste stehen. Aufschluss geben die allgemeinen Reisehinweise der Bundesbehörde für das jeweilige Ziel. Auch eine Erkundigung beim Reiseanbieter oder der Touristen-Info vor Ort ist ratsam. Wer unsicher ist, sollte die Kamera besser in der Tasche lassen.
Ein letzter, aber wichtiger Tipp: Lasst das Handy oder die Kamera in der Tasche, wenn ihr durch die Sicherheitskontrolle am Flughafen geht. Im Bereich der Gepäck- und Personenkontrollen herrscht fast überall auf der Welt ein striktes Fotoverbot. Wer sich nicht daran hält, riskiert, dass der Urlaub vorbei ist, bevor er überhaupt angefangen hat. (dpa/red)
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