Zwei Ozeanriesen kommen nicht aus dem Persischen Golf weg. Für Tui Cruises bedeutet das: Noch mehr geplatzte Mittelmeer-Träume.
Kreuzfahrt-Chaos bei Tui„Mein Schiff“ gestrichen – jetzt droht Millionen-Knall!

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Für die Reederei Tui Cruises entwickelt sich die Lage zu einem echten Albtraum. Zwei ihrer Dampfer, die „Mein Schiff 4“ und die „Mein Schiff 5“, sind im Persischen Golf gefangen. (Symbolbild)
Für die Reederei Tui Cruises entwickelt sich die Lage zu einem echten Albtraum. Zwei ihrer Dampfer, die „Mein Schiff 4“ und die „Mein Schiff 5“, sind im Persischen Golf gefangen. Wie die „Saarbrücker Zeitung“ meldet, hat diese Zwangspause massive Auswirkungen auf den kommenden Sommer am Mittelmeer. Eine Durchfahrt durch die Straße von Hormus ist derzeit ausgeschlossen, obwohl die Ozeanriesen dort sehnsüchtig erwartet werden.
Persischer Golf: Diese Reisen fallen jetzt aus
Die Konsequenz: Tui Cruises musste erneut den Rotstift ansetzen und weitere Touren absagen. Für die „Mein Schiff 4“ verschiebt sich der Saisonauftakt für das westliche Mittelmeer auf den 10. Mai. Komplett gestrichen sind die Spezial-Touren „Wildcat Tattoo Cruise“ (geplant ab 1. Mai) und die „Millennium Cruise“, deren Start für den 6. Mai vorgesehen war. Auch Passagiere der „Mein Schiff 5“ sind betroffen: Die Kreuzfahrt „Vielfalt des östlichen Mittelmeers“, deren Beginn für den 8. Mai angesetzt war, findet nicht statt.
Die Heimkehr nach Europa ist für beide Ozeanriesen mit enormen Unsicherheiten behaftet. Selbst wenn die Straße von Hormus sich bald wieder öffnen sollte, beginnt ein dramatischer Kampf gegen die Uhr. Es ist fraglich, ob die Schiffe es rechtzeitig zum Saisonstart am Mittelmeer schaffen.
Teurer Umweg um Afrika als einzige Lösung?
Für zusätzliche Aufregung sorgen Medienberichte über eine mögliche Gebühr, die sich auf bis zu 1,7 Millionen Euro pro Schiff belaufen könnte. Die Alternative wäre eine lange Fahrt um Afrika herum. Diese würde aber mindestens drei Wochen in Anspruch nehmen und ist daher keine schnelle Option.
Für die Urlauber, deren Reise geplatzt ist, wurden die Buchungen storniert. Den Passagieren wurde der gezahlte Betrag auf ihren Kundenkonten gutgeschrieben. Als kleines Trostpflaster gewährt die Reederei einen Rabatt in Höhe von zehn Prozent, falls sich Gäste für eine andere Kreuzfahrt entscheiden.
Bereits zuvor musste Tui Cruises erste Touren streichen. Bei der „Mein Schiff 5“, die in Katar festsitzt, waren Abfahrten bis einschließlich des 24. April 2024 betroffen. Für die „Mein Schiff 4“ in Abu Dhabi fielen Reisen bis einschließlich des 11. April 2024 aus. Das Unternehmen betont, die Lage ständig neu zu bewerten, um so rasch wie es geht zum normalen Fahrplan zurückzufinden.
Trotz der aktuellen Schwierigkeiten blickt Tui Cruises aber auch in die Zukunft und hält an der Orient-Saison 2026/2027 fest. Diese Touren, die mit der „Mein Schiff Flow“ durchgeführt werden, sind bereits buchbar. Die Premieren-Fahrt dieses Schiffes soll planmäßig am 14. Juni von Triest aus starten.
Reisen in die Region des östlichen Mittelmeers könnten in diesem Jahr aber auch aus anderen Gründen kompliziert werden. So hat das Auswärtige Amt eine Teilreisewarnung für Ägypten ausgesprochen. Es wird befürchtet, dass eine Eskalation der Situation im Nahen sowie im Mittleren Osten auch auf Ägypten übergreifen könnte. Zudem besteht das Risiko von kurzfristigen Einschränkungen des Luftverkehrs. (red)
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