Am 30 Juli ist Welttag des Schnorchelns. Mundstück rein, Brille auf – und los geht’s! Wir zeigen die schönsten Schnorchel-Spots rund um die Welt.
Abtauchen ohne AufwandDie schönsten Schnorchel-Spots der Welt

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Ein Schnorchler inspiziert die bunter Unterwasserwelt des Süd-Ari-Atolls auf den Malediven – ein Evergreen auf den Listen der besten Schnorchelspots dieser Erde.

Ja, die einen sagen, die wahren Abenteuer unter Wasser erlebt man nur beim Tauchen. Mag sein, beim Tauchen stößt man ja auch in wesentlich größere Tiefen vor. Aber wer gerne läuft, muss auch nicht unbedingt einen Marathon absolvieren. Schnorcheln ist herrlich demokratisch: kann eigentlich jeder, der auch sicher schwimmen kann, die Ausrüstung kostet nicht so viel Geld, man braucht keinen speziellen „Schein“, im besten Falle geht man ein paar Meter ins Wasser und schnorchelt los. Sehen kann man trotzdem viel – zumindest, wenn man an den richtigen Spots dieser Welt ist (und wir zeigen in der Bildergalerie unten gar nur eine kleine Auswahl).
Manchmal braucht man nicht einmal Flossen. Maske, Schnorchel, das war’s. Wobei – ganz persönlich – ein Accessoire ist auch noch mehr als praktisch: Ein langärmeliges UV-Shirt, dann verbrennt die Sonne einen nicht, wenn man gedankenverloren an der Wasseroberfläche dümpelt und einfach nur den Meeresbewohnern zuschaut. Sich treiben lassen, das bekommt beim Schnorcheln eine ganz neue Bedeutung. Am30. Juli ist World Snorkeling Day, 2016 vom Schnorchelenthusiasten Bruce Lynn, Betreiber der Website maldivescomplete.com, ins Leben gerufen. Er wollte ein Gegengewicht schaffen zum National Scuba Month (Nationaler Tauchmonat in den USA) im Juni und dem Internationalen Dive-In Day am 11. Juni.
Schnorcheln stört Umwelt weniger als Tauchen
Initiator Bruce Lynn liefert auch eine Begründung für die Wahl des 30. Juli als Datum. Am 30. Juli 1932 reichte der US-Amerikaner Joseph L. Belcher das Patent für seinen „Belcher Breathing Apparatus“ ein. Er hatte ein Atemgerät entwickelt, das eine Person unter Wasser mit Luft versorgte, indem es Luft von der Wasseroberfläche durch Schläuche ansaugte, die mit einem Schwimmer verbunden sind. Lynn möchte mit dem World Snorkeling Day den Spaß an dieser Form des einfachen Tauchens in den Vordergrund rücken.
Klar ist: Schnorcheln ist einfacher, es stört die Tierwelt unter Wasser weniger, man erzeugt keine Emissionen durch Atemgase, wirbelt keinen Sedimentboden auf, man benötigt weniger Ausrüstung, was den ökologischen Fußabdruck verringert. Wer es richtig gut kann, schafft es auch in größere Tiefen vorzudringen, das sogenannte Apnoetauchen ist quasi eine eigene Kunstform.
Anfänger schaffen es meist nur 1 bis 3 Minuten, die Luft anzuhalten und abzutauchen, Profis können das acht bis über zwölf Minuten, der offizielle Weltrekord im Zeittauchen liegt bei über 29 Minuten, wofür jedoch vorab reiner Sauerstoff geatmet wurde. Aber auch ohne Rekorde: Schnorcheln ist einfach eine großartige Art, die Unterwasserwelt zu erleben. Als Inspiration für die Schnorchelspots diente uns das Buch „Legendäre Tauchabenteuer“ aus der Lonely-Planet-Reihe – das ist auch was für Schnorchler, denn schließlich kann man an vielen der beschriebenen tollen Orte auch ohne Tank abtauchen
Wichtige Tipps für Einsteiger – und zum Auffrischen
- Immer ruhig und regelmäßig atmen. Nicht in Hektik verfallen.
- Sicherheit geht immer vor. Niemals allein schnorcheln, immer mindestens zu zweit, so kann der andere im Notfall Hilfe verständigen. Nie zu weit rausschwimmen, immer Sichtkontakt zum Ufer suchen. Auf Strömungen achten.
- In Bewegung bleiben, langsam und gleichmäßig schwimmen, anstatt sich nur treiben zu lassen. Auf diese Weise behält man die Kontrolle.
- Abstand halten: Zu Riffen, Korallen und Meeresbewohnern, um Schäden zu verhindern. Tiere nicht berühren oder sie Unterwasser scheuchen und jagen. Keine Muscheln, Korallen oder Steine aus dem Wasser mitnehmen.
- Auf den eigenen Körper hören. Wenn Müdigkeit oder Erschöpfung einsetzen: raus aus dem Wasser.
Die richtige Ausrüstung
Wer schnorcheln möchte, hat heute die Wahl zwischen zwei Systemen: der klassischen Kombi aus Tauchmaske mit separatem Schnorchel – oder einer Vollgesichts-Schnorchelmasken. Bei der klassischen Ausrüstung erfolgt die Atmung über ein Mundstück am Schnorchel. Viele Modelle verfügen über ein sogenanntes Dry-Top-System oder automatisch schließende Ventile, die das Eindringen von Wasser in den Schnorchel verringern sollen. Vollgesichts-Schnorchelmasken verbinden Maske und Schnorchel zu einem Produkt und bedecken das gesamte Gesicht. Die Atmung erfolgt durch Mund und Nase. Das erleichtert insbesondere Kindern das Schnorcheln, auch weil sie kein Mundstück festhalten müssen.
