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Etliche Urlaubsziele betroffen Personal verlängert Streik bis Januar 2023, Airline reagiert

Reisende schauen in der Abflughalle des Brüsseler Flughafens in Zaventem auf die Anzeigetafel für den Abflug.

So wie hier am 23. Juli 2022 in Brüssel müssen sich Ryanair-Reisende auf Wartezeiten und Flugstreichungen einstellen.

Urlaubs-Chaos und kein Ende: Wer mit dem Flugzeug reisen will, braucht im Sommer 2022 starke Nerven. Das Ryanair-Personal hat nun angekündigt, sogar bis Januar zu streiken.

Das in Spanien bereits seit Ende Juni für bessere Arbeitsbedingungen streikende Kabinenpersonal der Billig-Airline Ryanair verlängert seine Ausstände um weitere fünf Monate.

Man werde zwischen dem 8. August und dem 7. Januar 2023 allwöchentlich von Montag bis Donnerstag streiken, teilten die zuständigen spanischen Gewerkschaften USO und Sitcpla am Mittwoch (27. Juli 2022) mit. Die irische Fluggesellschaft halte sich nicht an die spanischen Gesetze und verweigere außerdem jede Verhandlung, hieß es.

Was das Kabinenpersonal von Ryanair in seinem Streik fordert

Gefordert wird die Einhaltung „grundlegender Arbeitsrechte“ wie etwa 22 Werktage Jahresurlaub, 14 gesetzlich festgelegte Feiertage, die Umsetzung des Gesetzes über Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sowie eine Lohnanhebung auf das Niveau von vor der Pandemie.

Alles zum Thema Ryanair

Das Kabinenpersonal von Ryanair hat seit dem 24. Juni und bis Donnerstag (28. Juli 2022) bereits insgesamt 18 Streiktage angesetzt, die bisher allerdings zu keiner Lösung des Arbeitskonflikts geführt haben.

Diese Arbeitsniederlegungen hätten zur Streichung von insgesamt rund 300 Flügen sowie zu etwa 3000 Verspätungen geführt, berichtete am Mittwoch der staatliche Fernsehsender RTVE.

Von den Ryanair-Streiks sind zahlreiche Flughäfen betroffen: Neben Madrid, Barcelona und Mallorca auch Málaga, Sevilla, Alicante, Valencia, Girona, Ibiza und Santiago de Compostela.

Was der Ryanair-Streik für Spanien-Reisende bedeutet

Wegen der von der spanischen Gesetzgebung vorgeschriebenen Aufrechterhaltung von „Mindestdiensten“ bei Streiks darf allerdings nur ein – oft relativ kleiner – Teil der Flüge abgesagt werden.

Im Falle der Ryanair-Ausstände beschloss das Transportministerium zuletzt zum Beispiel, dass an den Streiktagen je nach Flughafen mindestens 73 bis 82 Prozent aller vorgesehenen Flüge absolviert werden müssen. Auf Mallorca führten die Streiks bisher zu keinen größeren Problemen.

Gegenüber EXPRESS.de teilte Ryanair mit, dass die Fluggesellschaft in diesem Winter in Spanien lediglich eine „minimale (falls vorhandene) Störung“ erwarte. Ryanair habe „mit der wichtigsten spanischen CCOO-Gewerkschaft eine Einigung über Gehälter, Dienstpläne und Zulagen für sein spanisches Kabinenpersonal erzielt“. (dpa/gr)

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