Museumsinsel Hombroich in NRW Natur trifft Kultur – die besten  Ausflugstipps

Objekte des Künstlers Anatol Herzfeld stehen auf der Museumsinsel Hombroich.

Bizarre: Die Eisenstahlmänner (insgesamt sind es neun) von Beuys-Schüler Anatol Herzfeld auf der Museumsinsel Hombroich bei Neuss (Foto von 2018).

Natur trifft Kultur – auf der Museumsinsel Hombroich in NRW. Hier gibt's die besten Tipps für einen Besuch auf dem „Eiland“ bei Neuss.

Karl-Heinrich Müller hatte 1982 einen Traum: Kunst und Natur sollten eine Einheit bilden und die Menschen erfreuen. Er hat ihn verwirklicht, diesen Traum: Er kaufte die Insel Hombroich bei Neuss, damals ein verwildertes Stück Land.

Nach und nach vergrößerten Müller (2007) – und viele Künstler – das Areal und machten es zu einer einzigartigen Museumslandschaft. Also: Hereinspaziert!

Ausflug in NRW: Museumsinsel Hombroich bei Neuss

  • Eintritt in die Kunst-Welt: Nach dem Kauf der Eintrittskarten geht es eine Treppe hinunter in den Kunst-Park. Man betritt eine ganz eigene Welt. Auf dem Gelände sind mehrere begehbare Objekte verteilt. Sie heißen „Labyrinth“, „Turm“, „Tadeusz-Pavillon“, „Schnecke“ oder „Zwölf-Räume-Haus“. Darin sind wahre Schätze zu sehen. Werke von Lovis Corinth, Alexander Calder und Hans Arp kann man ebenso bewundern wie die Kunst von Henri Matisse, Yves Klein und Kurt Schwitters.
  • Verwunschene Wasserlandschaften: Das Tolle an der Museums-Insel Hombroich ist, dass man als Besucher immer wieder Pause machen kann von der Kunst. Man spaziert über weite Wiesen, kommt durch Wälder, kann eine verwunschen wirkende Wasserlandschaft erleben. Es wird wahr, was in der Satzung des Fördervereins steht: „Hombroich ist eine Einladung an die ganze Gesellschaft. Alle Menschen, unabhängig von Herkunft und Vorbildung, sollen dort im unvoreingenommenen Wahrnehmen und selbstbestimmten Tun bestärkt werden.“
  • Quark und gekochte Eier: Eine kleine Stärkung ist sogar im Eintrittspreis inbegriffen. In der Mitte der Museums-Insel gibt es einen Pavillon, in dem einfache Speisen wie Pellkartoffeln, Kräuterquark und Eier angeboten werden. Bei schönem Wetter kann man auch draußen unter den hohen Bäumen sitzen.
  • So lebte der Beuys-Schüler: Nicht weit davon steht das ehemalige Atelier des Bildhauers Anatol Herzfeld (2019). Er war ein Schüler von Joseph Beuys, gehörte mit den Künstlern Gotthard Graubner und Erwin Heerich zu den Gestaltern der Insel Hombroich. Dort hatte sich Herzfeld gemütlich eingerichtet und neben dem Atelier ein kleines Haus errichtet. An der Außenwand sieht man eine Zeichnung und den ironischen Spruch: „Kultur-Kultur, was ist das nur“. Herzfeld hat sich mit vielen Skulpturen auf der Insel verewigt. Am auffallendsten: ein Ensemble, das aussieht wie eine Armee aus angerostetem Industrie-Stahl.
  • Friedliche Raketenstation: 15 Gehminuten entfernt ist die Raketenstation. Die gab es bis 1990 tatsächlich. Dort hätten von drei Abschussbasen Nike-Herkules-Raketen abgefeuert werden können (auch mit Nuklearsprengköpfen bestückt). Karl-Heinrich Müller kaufte das Areal, ließ es von mehreren Künstlern neu gestalten.
Die Sonne über der ehemaligen Raketenstation auf der Museumsinsel Hombroich

Friedlich scheint die Sonne auf das Kuppeldach eines Nebengebäudes der Stiftung Insel Hombroich auf dem ehemaligen Raketengelände.Das Foto wurde 2010 aufgenommen.

  • Das nervt: Manche Attraktionen der Insel sind wegen Renovierung gerade nicht begehbar. Darauf könnte man früher und deutlicher hinweisen.
  • Das bleibt: Die Wirkung dieser einmaligen Mischung aus Kunst und Natur.

Museumsinsel Hombroich bei Neuss: So kommen Sie hin

Das „Museum Insel Hombroich“ liegt südwestlich von Neuss. Mit dem Auto braucht man von Köln aus über die A 57 rund 50 Minuten. Düsseldorf liegt natürlich näher. Von dort aus sind es nur 25 Minuten.

Mit der Bahn dauert es von Köln Hauptbahnhof rund anderthalb Stunden. Das 24-Stunden-Ticket kostet für eine Person 18,71 Euro. Wenn man zu zweit fährt, lohnt sich bereits das Ticket für 5 Personen, das mit 26,50 Euro zu Buche schlägt.

Das Museum ist von Oktober bis März an allen Tagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Bei Sturmwarnungen bleibt die Insel aber geschlossen. Der Eintritt ist derzeit reduziert (wegen der Renovierungen). Er kostet 10 Euro. Schüler, Studenten und Schwerbehinderte zahlen 5 Euro. Für Kinder bis 12 Jahren ist der Eintritt frei.

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