Nicht nur für unsere Leser! Malerische Flusskreuzfahrt auf dem Rhein von Köln bis Basel – und zurück.
Dem Rütli-Schwur auf der Spur

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Das Phoenix-Kreuzfahrtschiff „MS Alisa“ vor der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz.
Drei Länder, acht Häfen, 1044 Flusskilometer mit zehn Schleusen – es ist eine ganz besondere Kreuzfahrt rheinaufwärts durch Frankreich in die Schweiz. Und man kommt mit dem Schiff „MS Alisa“ quasi von Köln aus bis in die Alpen. Ein Ausflug vom Liegeplatz in Basel zum Vierwaldstätter See mitten im Herzen der Schweiz ist der Höhepunkt einer Kreuzfahrt, auf der es ungewöhnlich viel zu sehen gibt.
Die Route: Von Köln aus geht es über Koblenz durchs Mittelrheintal (UNESCO-Weltkulturerbe) nach Rüdesheim, dann nach Mannheim und Straßburg bis zum Endpunkt Basel, wo das Schiff über Nacht liegen bleibt. Auf dem Rückweg nach Köln werden so interessante Städte wie Breisach, die Nibelungenstadt Worms und Mainz angelaufen, ehe die „MS Alisa“ wieder den Ausgangspunkt Köln erreicht. Dann liegen sieben Tage voller Impressionen und Erlebnisse hinter einem.
Flusskreuzfahrt mit tollen Seen
Das Highlight: Basel, nach Zürich und Genf drittgrößte Stadt der Schweiz, laufen nicht alle Rhein-Schiffe an (viele fahren nur bis Kehl/Straßburg). Vom Hafen „St. Johann“ aus sind es gerade mal zehn Gehminuten bis in Basels Altstadt. Lohnenswert ist ein Ausflug in die Wiege der Schweiz: Mit dem Bus geht es nach Luzern und von da aus hinauf Richtung Gotthardt-Tunnel. Doch kurz davor verlässt der Bus die Autobahn, die ins Tessin und nach Italien führt. Es geht nach Seelisberg auf 485 Meter Höhe, von wo man einen traumhaften Blick auf den Vierwaldstätter See hat.

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Beckenried am Vierwaldstätter See, hinten der Bürgenstock, wo Sophia Loren früher wohnte.
Am Hotel, in dem man sein vom Schiff mitgebrachtes Lunchpaket verzehren kann (Essen gehen in der Schweiz ist nämlich extrem teuer!), empfängt ein Alphornbläser die Gäste. Obwohl es in Seelisberg nur zwei Hotels, eine Kirche und eine Zahnradbahn-Station gibt, hat der Ort für die Schweiz eine besondere Bedeutung. Oberhalb des Ortskerns von Seelisberg befindet sich die Rütliwiese, der Legende nach die Geburtsstätte der Schweiz. Das Land soll 1291 durch den legendären „Rütlischwur“ (gilt als symbolische Geburtsstunde der Schweizerischen Eidgenossenschaft) entstanden sein. Heute ist die Rütliwiese so etwas wie ein Nationalheiligtum.
Vom Aussichtspunkt „Schiller-Balkon“, gerade mal 400 Meter vom Hotel entfernt, blickt man auf den See und das Bergpanorama der Urner Alpen mit dem Gitschen (2513 Meter) sowie dem Massiv um den Bristen (3073 Meter), das uns die Aussicht auf den nahe gelegenen Gotthard verdeckt.

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Anfahrt mit dem Ausflugsschiff auf Gersau am Viewaldstätter See.
See-Eindrücke: Wir verlassen Seelisberg nicht mit dem Reisebus, sondern mit der Standseilbahn hinab nach Treib am Ufer des Vierwaldstätter Sees. Da warten wir auf das Schiff, das uns über Gersau am gegenüberliegenden Ufer nach Beckenried bringt, wo der Ausflugsbus uns dann wieder aufnimmt. Das Ticket für die Schiffspassage ist etwas Besonderes für Nostalgiker: Wir bekommen kein computergedrucktes Billett aus dem Thermodrucker, sondern eine kleine, nostalgische Papp-Fahrkarte, wie sie früher (vor langer Zeit) auch in Zügen bei uns von den Schaffnern abgeknipst wurden! Von Beckenried geht’s in etwas mehr als einer Stunde Fahrzeit zurück zum Schiff in Basel.
Straßburg: Die Gässchen rund um die Kathedrale (Liebfrauenmünster) laden zum Bummeln ein. Tipp: Aufs Mittagessen auf dem Schiff verzichten und in einem Bistro oder Restaurant eine der Spezialitäten der elsässischen Küche probieren: „Tarte Flambée“ (Flammkuchen) oder Sauerkraut mit Straßburger Würstchen, geräuchertem Schweinefleisch und Schweinshaxe, zubereitet mit einen Schuss Riesling. Neben dem kulinarischen gibt es auch einen visuellen Genuss: Bei einer Besteigung der Kathedrale (galt mit 144 Metern bis 1875 als das höchste Gebäude der Welt) hat man von oben einen herrlichen Ausblick auf Straßburg und Umgebung. Oder besuchen Sie das Europaviertel mit dem EU-Parlament. Leicht zu erreichen vom Zentrum mit der Tramlinie B bis zur Station „Wacken“ (Ticket kostet am Automaten ca. 2 Euro). Wichtig: Wenn Sie in das markante, runde EU-Gebäude wollen, den Personalausweis nicht vergessen!

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Vorbeifahrt am Loreleyfelsen, auf dem Sonnendeck stilvoll bei einem Cocktail und passender Musik inszeniert.
Mittelrheintal/Loreley: Das Obere Mittelrheintal zwischen Koblenz und Mainz mit seinen zahlreichen mittelalterlichen Burgen gehört zum UNESCO-Welterbe. Die Vorbeifahrt am 132 Meter hohen Felsen der Loreley bei Rhein-Kilometer 555 wird von der Besatzung der „MS Alisa“ stimmungsvoll zelebriert. Das Loreley-Lied nach dem Gedicht von Heinrich Heine („Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin...“) wird über Lautsprecher eingespielt. Kreuzfahrtleiterin Silvia Reinike und Hoteldirektorin Stefani Shopova laden die Gäste auf dem Sonnendeck zum Cocktail ein.
Das Schiff: Die „MS Alisa“ ist ein recht neues und modernes Flusskreuzfahrtschiff, das das Bonner Unternehmen Phoenix Reisen 2023 in den Dienst gestellt hat. Es ist 135 Meter lang, 11,40 Meter breit und hat vier Decks (inklusive Sonnendeck). In 95 Außenkabinen finden maximal 190 Passagiere Platz, um die sich an Bord eine internationale Crew von 40 Personen kümmert. Das Schiff verfügt über eine Panorama-Lounge und zwei Restaurants. Frühstück (in Büffetform), Mittag- und Abendessen werden im großen Restaurant „Vier Jahreszeiten“ serviert. Im Spezialitäten-Restaurant am Heck kann man für den Abend einen Tisch reservieren (in der Vollpension inbegriffen). Jeden Nachmittag werden in der Lounge Kaffee und Kuchen angeboten.

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Kapitän Roman Fritz hält eine Begrüßungsrede auf dem Flusskreuzfahrtschiff „MS Alisa“.
Kapitän Roman Fritz steuert das Schiff nicht nur sicher durch die Rheinenge an der Loreley und die engen Schleusen vor Basel – er macht auch den sonst eher langweiligen Pflichttermin zur Sicherheit an Bord auf humorvolle, aber durchaus ernst gemeinte Weise zu einem kleinen Event zu Beginn der Reise, unmittelbar nach dem Ablegen in Köln. Bei einer anderen Veranstaltung („Hinter den Kulissen“) gibt er den Passagieren einen Einblick in Bereiche des Schiffs, in die man als Gast sonst nicht kommt (z. B. in den Maschinenraum, die Brücke, die Küche oder die Crew-Bereiche).
Was bleibt: Die Schönheit der Schweizer Seen- und Bergwelt um den Vierwaldstätter See mit Sonne unten am Wasser und schneebedeckten Gipfeln in der Ferne.
Was nervt: Der häufige Wechsel der Mobiltelefonnetze am oberen Rhein zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Achtung: Telefonieren oder Internet-Nutzung in der Schweiz kann sehr teuer werden; bei vielen Verträgen gehört das Land nicht zum standardmäßigen oder erweiterten EU-Paket.
Schiff ahoi! So komme ich mit
Die Reise ist buchbar bei www.phoenixreisen.com oder übers Reisebüro. Gerne können Sie als EXPRESS-Leser Ihre Wunsch-Kreuzfahrt auch mit dem Kennwort Leserreisen Köln direkt bei Phoenix Reisen unter 0228/92 60 44 03 buchen. Hier gibt es weitere ausgewählte und exklusive Leserreisen-Angebote.
