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Achtung bei KrankschreibungNeue Krankheit heißt nicht automatisch neues Geld vom Chef

Eine Person ruft eine Hausarztpraxis an

Copyright: Sina Schuldt/dpa

Der Hausarzt schreibt einen krank: Bei Arbeitsunfähigkeit zahlt der Arbeitgeber dann das volle Gehalt für einen Zeitraum von bis zu sechs Wochen weiter.

Krankgeschrieben: Diese Regel kann euch Geld kosten.

Krank und wieder krank? Achtung, diese Regel kann euch richtig Geld kosten: Wenn die Gesundheit streikt und man nicht zur Arbeit gehen kann, gibt es normalerweise erstmal Entwarnung für den Geldbeutel. Der Arbeitgeber überweist die Vergütung für eine Dauer von bis zu sechs Wochen weiterhin.

Allerdings gilt das nur, wenn die Krankheit nicht auf eigenes Verschulden zurückgeht und man bereits seit wenigstens vier Wochen ohne Unterbrechung in der Firma tätig ist. Wer früher ausfällt, geht beim Chef meist leer aus, wie die dpa berichtet.

Und was, wenn einen das gleiche Leiden wieder erwischt? Dann kann ein neuer Anspruch auf Lohnfortzahlung für zusätzliche sechs Wochen entstehen. Die Fristen sind aber klar: Entweder lagen zwischen den Krankheitsphasen ein halbes Jahr ohne das betreffende Leiden, oder seit dem erstmaligen Auftreten der Krankheit ist bereits ein ganzes Jahr verstrichen.

Was gilt, wenn eine neue Krankheit dazukommt?

Richtig knifflig wird die Sache, wenn eine Krankschreibung nahtlos in die nächste übergeht. Folgt auf eine bestehende Arbeitsunfähigkeit eine weitere Erkrankung, die sich direkt anschließt, startet die Sechs-Wochen-Frist nicht von Neuem.

Ein frischer Anspruch auf die Fortzahlung des Entgelts lebt nur dann auf, wenn die erste Krankheitsphase schon abgeschlossen war, bevor die neue begann. Das heißt: Man muss zwischendurch wieder fit für den Job gewesen sein – und sei es nur für ein paar Stunden nach Feierabend.

Arbeitnehmer müssen neue Krankheit beweisen

Liegt zwischen zwei Krankmeldungen nur das Wochenende, geht das Gesetz von einem durchgehenden Krankheitsfall aus. Dann seid ihr in der Pflicht: Ihr müsst dem Arbeitgeber beweisen, dass es sich wirklich um eine komplett neue Krankheit handelt. Gelingt das nicht, drohen finanzielle Einbußen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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