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375 Millionen DollarMeta muss zahlen, weil junge User in Gefahr waren

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Copyright: Andrej Sokolow/dpa

Gegen Meta gibt es eine ganze Reihe von Klagen, nun fiel ein erstes Urteil dazu. (Archivbild)

Der Facebook-Mutterkonzern kassiert eine saftige Strafe in den USA.

Eine heftige finanzielle Klatsche für den Social-Media-Riesen Meta. In den Vereinigten Staaten hat eine Jury den Konzern zur Zahlung von 375 Millionen Dollar verpflichtet. Die Begründung des Gerichts: Das Unternehmen hat bewusst zu wenig für den Schutz seiner minderjährigen User unternommen.

In Santa Fe, New Mexico, befanden die Geschworenen den Tech-Giganten für schuldig, zwei Gesetze zum Schutz von Konsumenten missachtet zu haben, wie die Nachrichtenagentur dpa meldet. Die Reaktion von Meta ließ nicht lange auf sich warten: Es wurde Berufung angekündigt. Ein Firmensprecher teilte mit, dass man mit dem Richterspruch nicht übereinstimme und sich intensiv für die Sicherheit der Community einsetze.

Nur die Spitze des Eisbergs? Weitere Klagen laufen

Diese Entscheidung markiert nur den Auftakt einer ganzen Reihe von juristischen Auseinandersetzungen mit Meta und vergleichbaren Internet-Konzernen. Derzeit läuft in Los Angeles ein anderes Verfahren. Eine junge Frau klagt dort gegen Meta sowie die zu Google gehörende Plattform YouTube mit dem Vorwurf, die Angebote seien gezielt darauf ausgelegt, Abhängigkeit bei den Nutzern zu erzeugen.

Geldgier vor Jugendschutz? Der Vorwurf wiegt schwer

Eingereicht hatte die Klage in New Mexico schon im Jahr 2023 der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates, Raúl Torrez. Die Kernanschuldigung ist knallhart: Das Unternehmen soll den eigenen Gewinn über die Sicherheit seiner Community gestellt haben. Zudem seien die Gefahren für Minderjährige und ihre Familien absichtlich unter den Teppich gekehrt worden.

Was die Sache besonders explosiv macht: Die Anklage basiert teilweise auf verdeckten Nachforschungen. Dabei hatten sich Mitarbeiter aus dem Team von Torrez auf den Plattformen Facebook und Instagram als Minderjährige registriert. Die Folge: Sie wurden Opfer von Anfeindungen – ein erschütterndes Ergebnis, das die tatsächliche Bedrohungslage verdeutlicht.

Dieser Richterspruch aus Amerika sollte auch bei uns in Köln und der Umgebung als Warnsignal verstanden werden – für Eltern genauso wie für Jugendliche. Der Fall macht deutlich, wie entscheidend es ist, online aufmerksam zu bleiben und sich über die Risiken zu informieren. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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