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Paarproblem Sex-Out: Wenn der Partner nur noch kuscheln will

Tagsüber zu viel Stress führt bei immer mehr Paaren zur Sexflaute im Bett.

Tagsüber zu viel Stress führt bei immer mehr Paaren zur Sexflaute im Bett.

Alle Welt redet vom Burn-out. Aber im Fernsehen, auf Dating-Portalen und in Bestseller-Büchern boomt die Lust. Wer selber abends nach einem anstrengenden Arbeitstag ins Bett fällt und die Ruhe genießt, fühlt sich da oft wie im falschen Film. Kuscheln, Baby?! Okay. Rück’ näher. Aber mehr lieber nicht. Keine Kraft, keine dolle Lust auf Sex... Wir erklären den neuen Sex-out.

Schlafzimmer 2.0. Sie schlummert, er zappt, oder umgekehrt. „Diese Situation kennt wirklich jeder“, sagt Philosoph Wilhelm Schmid (62 Jahre alt, 33 Jahre verheiratet, vier Kinder). „Aber es ist ein absolutes Tabu, gerade in einer ansonsten guten Beziehung, über längere Sex-Pausen und die Ursachen dafür zu sprechen.“ Deshalb hat er ein Wort erschaffen, das besser klingt als tote Hose im Bett: Sex-out.

Das erotische Off in einer langen Beziehung. „Von Natur aus braucht es da keinen Sex mehr, um den Partner zu halten, und die Fortpflanzung wird mehr und mehr ausgelagert. Wenn dann beide auch noch arbeiten, fehlt der Platz für Sex. Stress und Ärger sind keine guten Lustverstärker.“

Eine Idee, die sich mit den aktuellen Erkenntnissen der seriösen Sexualwissenschaft deckt. Drei- bis viermal pro Woche Sex? Von wegen: Der gelebte Trend in allen westlichen Industrieländern ist dem Online-Eindruck genau entgegengesetzt. „Die Deutschen hatten vor 30 Jahren doppelt so viel Sex“, weiß der Hamburger Urologe und Experte für Potenz und Männergesundheit, Professor Frank Sommer (46). Seine brandneuen wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen:

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18- bis 30-Jährige hatten Anfang der 90er Jahre 18 bis 22 Mal im Monat Sex – heute sind es nur noch 4 bis 10 Mal.

31- bis 40-Jährige acht bis 12 Mal – heute 3 bis 6 Mal.

41- bis 50-Jährige sechs bis zehn Mal – heute 2 bis 3 Mal.

51- bis 60-Jährige lassen es nahezu ganz sein – 0 bis 2 Mal im Monat. Früher: 4 bis 5 Mal. Und da gab’s noch kein Viagra.

Zwar hat bislang kein Forscher Paare ausdrücklich nach Sex-outs gefragt, betont Sommer: „Aber man kann davon ausgehen, dass Menschen, die einen Sex-out haben, die Durchschnittswerte mit nach unten drücken.“

Über die Ursachen der Sexflaute sind die Experten sich weitgehend einig. Immer mehr Stress, sowohl im Beruf als auch in der Freizeit. „Und mit elektronischen Medien werden immense Energiereserven vergeudet“, sagt der Professor. „Morgens ist das Glas noch voll, abends ist mit dem Erlöschen von Glotze, Smartphone und Tablet die Power für sexuelle Aktivitäten weg. Problematisch ist es, wenn einer drunter leidet.“ Also was tun?

Hormone im Keller

Der mangelnde Antrieb setzt eine verhängnisvolle Abwärtsspirale in Gang, weiß Sommer. Wer lange keinen Sex hat, ist nämlich nicht doppelt scharf, denn beim Testosteronspiegel summiert sich nichts. Für gute Potenz ist gerade Regelmäßigkeit wichtig. „Use it or loose ist“ – „Nutze es oder verliere es“ – lautet die Potenz-Regel Nummer eins. Nicht nur für Männer.

Psychologin Elke Eyckmanns (44), selber Zwillingsmutter, findet den Begriff Sex-out zu hart. Eine vorübergehende Auszeit sei auch ein Ventil, wenn in anderen Lebensbereichen zu viel Stress ist. „Dann sucht man die Ruhe da, wo man selber frei gestalten kann, das gilt für Sport ebenso wie fürs Bett. Und beim Sex ist alles okay, was einvernehmlich ist.“

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