Ein Echtholzboden macht jedes Zuhause wohnlich. Aber Achtung: Bei der Pflege lauern teure Fallen! Wir zeigen, wie Sie kostspielige Fehler umgehen und Ihr Parkett wieder glänzen lassen.
Holzboden in Gefahr5 Todsünden bei der Pflege, die richtig ins Geld gehen

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Beim Wischen von Parkettböden sollte der Lappen nur nebelfeucht sein.
Ein Boden aus Holz verleiht jedem Zimmer eine behagliche Atmosphäre. Damit diese Anmutung erhalten bleibt, kommt es auf die korrekte Behandlung an. Was für eine langanhaltende Freude am Parkett wichtig ist, erläutert der Verband der Deutschen Parkettindustrie (vdp).
Staubsauger-Falle: So zerkratzt Ihr Boden!
Greifen Sie nicht sofort zum Feudel! Zuerst muss der lose Dreck entfernt werden. Andernfalls schleifen kleine Partikel wie Sand über die sensible Holzoberfläche. Entscheidend ist hierbei: Nutzen Sie beim Saugen immer den Bürstenkranz oder fahren Sie die Borsten an der Bodendüse aus. Auf diese Weise werden unschöne Schrammen verhindert.
Wasser-Desaster: Das absolute No-Go beim Wischen
Selbst ein versiegelter Holzboden ist lediglich feuchtigkeitsabweisend, aber keinesfalls komplett wasserdicht. Die Regel lautet daher: Wischen Sie niemals mit triefendem Lappen, sondern ausschließlich „nebelfeucht“. Das Tuch oder der Wischbezug muss also vor der Anwendung stark ausgewrungen werden. Laut Informationen der dpa ist die Bildung von Pfützen unbedingt zu vermeiden. Aggressive Reinigungsmittel wie Scheuermilch sind ebenso ein absolutes Verbot.
Öl-Kur: Frische für strapazierte Böden
Wurde Ihr Bodenbelag bei der Verlegung geölt und nicht versiegelt, kann eine Behandlung im Rahmen des Hausputzes für neuen Schimmer sorgen. Hierzu wird ein besonderes Pflegeöl sparsam aufgetragen. Weil die Handhabung für Laien schwierig sein kann, empfiehlt der Branchenverband allerdings, einen lokalen Parkett-Profi zu kontaktieren. Vdp-Leiter Michael Schmid sagt dazu: „Die Experten beraten euch gerne oder können das Finish auch gleich selbst durchführen“.
Genialer Trick: So verschwinden schwarze Striche
Ein Fußboden ist ein Gebrauchsgegenstand, daher sind kleinere Macken oder Dellen kaum vermeidbar. Spezielle Reparatur-Kits, etwa mit Wachsstiften in der passenden Farbe, sind im Handel erhältlich. Und hier ist der unglaubliche Kniff: Dunkle Abriebspuren von Schuhen auf der Oberfläche? Diese lassen sich den Fachleuten zufolge häufig mit einem simplen Radierer entfernen.
Letzte Chance: Wann der Schleifer ran muss
Sollte der Bodenbelag nach einiger Zeit stumpf wirken oder tiefe Schrammen aufweisen, kann eine Generalüberholung helfen. Der entscheidende Pluspunkt von Echtholz ist die Möglichkeit, es abzuschleifen und eine neue Schutzschicht aufzutragen. „Je dicker das Parkett, desto nachhaltiger ist es. Denn wie oft man es renovieren kann, richtet sich nach der Stärke der Deckschicht“, so die Erläuterung von Michael Schmid. Üblicherweise wird dabei eine Schicht von einem halben Millimeter entfernt. „Bei Mehrschichtparkett mit vier Millimeter Nutzschicht kann der Boden zweimal abgeschliffen werden.“
Wer diese Ratschläge befolgt, sichert den Wert und die Schönheit seines Holzbodens für lange Zeit. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

