Nosferatu-Alarm in NRWSo halten Sie die Grusel-Spinne aus der Wohnung fern

Das undatierte Handout zeigt eine Nosferatu-Spinne auf einem Holzblock.

Copyright: dpa

Das undatierte Handout zeigt eine Nosferatu-Spinne auf einem Holzblock.

Sie krabbelt durchs offene Fenster und sorgt für Panik: die Nosferatu-Spinne. Aber keine Sorge, es gibt einfache Tricks!

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und im August krabbelt es wieder! Spinnen suchen Zuflucht in Wohnräumen, um dem Herbst zu entkommen. Ein Exemplar jagt vielen einen besonderen Schauer über den Rücken: die Nosferatu-Spinne. Doch wer die haarigen Besucher nicht mag, kann sich mit simplen Mitteln schützen.

Die effektivste Methode ist simpel: den Tieren den Zugang blockieren. Insektenschutzgitter an Fenstern stellen eine hervorragende Barriere dar, die nicht nur Stechmücken, sondern auch die Krabbeltiere abhält. Preiswerte, zuschneidbare Netze mit Klettband sind bereits für einen Euro in Baumärkten erhältlich und lassen sich ohne Bohrmaschine anbringen. Ritzen bei Türen oder Fenstern sollten ebenfalls verschlossen werden. Das berichtet RTL.

Was wirklich hilft – und was ein Mythos ist

Es existieren zudem natürliche Methoden. Wissenschaftler diverser Hochschulen, einschließlich der Universität Ulm, der Simon Fraser University sowie der University of Toronto, haben gängige Hausmittel überprüft. Die Resultate sind erstaunlich: Minzöl und auch Kastanien zeigten bei zwei der drei getesteten Spinnensorten eine klare abschreckende Wirkung. Einige Tropfen des Öls oder ein paar Kastanien im Fensterbereich könnten sich also lohnen.

Ein Ratschlag, der oft gegeben wird, erwies sich in der Untersuchung jedoch als Flop: Zitronenöl. Anders als gemeinhin angenommen, hatte das Aroma bei keiner der untersuchten Spezies einen vertreibenden Effekt. Wer darauf vertraut, die Achtbeiner mit Zitrusduft abzuhalten, dürfte also enttäuscht werden.

Zu spät? So werden Sie den Eindringling wieder los

Noch ein Hinweis: Beleuchtung bei geöffnetem Fenster vermeiden! Das Licht zieht zwar nicht die Spinnen direkt an, aber ihre Nahrung. Leuchtende Glühbirnen sind am Abend ein Magnet für Insekten, welche ganz oben auf der Speisekarte der Krabbler stehen. Eine geringere Anzahl an Insekten führt demnach zu seltenerem Spinnenbesuch.

Sollte es ein Exemplar doch ins Innere geschafft haben, ist der Staubsauger tabu. Die humanste Methode: ein Gefäß über das Tier stülpen, einen Karton darunter schieben und den Achtbeiner ins Freie befördern. Wem das bei einer Nosferatu-Spinne mit einer beeindruckenden Beinspannweite von bis zu acht Zentimetern zu heikel ist, findet ebenfalls eine Lösung. 

Für Menschen mit einer ausgeprägten Spinnen-Phobie existieren besondere Fanghilfen. Solche Lebendfangvorrichtungen besitzen einen langen Griff für ausreichend Distanz und sind bereits ab circa zehn Euro erhältlich. (red)

König Charles geht durch einen Garten
Lieblingsblumen der Royals
Einfach gärtnern wie bei Königs