Die Hauptuntersuchung ist für jeden fünften Wagen Endstation! Welche Modelle die schlimmsten Problemfälle sind, deckt der frische TÜV-Bericht auf.
TÜV-ReportDas sind Deutschlands schlechteste Autos

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Tesla Model Y und Tesla Model 3 auf einem Parkplatz.
Der Gang zur Prüfstelle gerät für unzählige Fahrzeughalter zur reinsten Zitterpartie. Dass diese Angst häufig begründet ist, belegt der neueste Mängelbericht. Wegen gravierender Defekte scheitern über ein Fünftel sämtlicher kontrollierter Pkw. Etwa 150.000 Wagen wurden als nicht mehr sicher für den Verkehr bewertet und mussten umgehend repariert werden. Bei 15.000 Pkw war der Zustand derart miserabel, dass eine sofortige Stilllegung die Folge war.
Zum ersten Mal nahmen die Prüfer auch Stromer ins Visier – das Resultat ist eine echte Überraschung. Der VW e-Golf schneidet mit einer Defektrate von lediglich 3,4 Prozent hervorragend ab und belegt bei den neueren Gebrauchtwagen einen soliden neunten Rang, doch ein Modell versagt komplett. Mit einer alarmierenden Rate von 14,2 Prozent ist das Tesla Model 3 in diesem Segment der totale Flop.
Top-Platzierungen: Diese Marken überzeugen
Es existieren aber auch glänzende Beispiele, die zeigen, wie verlässlich ein Auto sein kann. Der Honda Jazz führt das Feld der zwei bis drei Jahre alten Wagen mit einer bemerkenswert geringen Defektrate von lediglich 2,4 Prozent an.
Knapp dahinter positionieren sich der VW Golf Sportsvan (2,5 Prozent) sowie der Audi Q2 (2,6 Prozent). Der Porsche 911 Carrera erweist sich als wahrer Champion der Beständigkeit und lässt bei den vier bis fünf Jahre alten und den sechs bis sieben Jahre alten Modellen die anderen hinter sich.
Die Flop-Liste: Tesla und Dacia als Sorgenkinder
Am anderen Ende des Rankings stehen Fahrzeuge mit besorgniserregend vielen Problemen. Zusätzlich zum schon genannten Tesla Model 3 zeigen bei den neueren Gebrauchtwagen auch der Ford Mondeo (13,2 Prozent), der Skoda Scala (11,8 Prozent) sowie der Skoda Superb (11,3 Prozent) eine miserable Leistung. In der Kategorie der vier bis fünf Jahre alten Pkw führt das Tesla Model 3 mit 19,7 Prozent die Negativliste an, direkt dahinter kommen der VW Sharan und die BMW 5er/6er-Reihe mit je 17,7 Prozent.
Je älter die Wagen werden, desto länger wird bei manchen Herstellern die Liste der Defekte. Vor allem Dacia und Renault stechen dabei negativ hervor. Der Dacia Logan kommt in der Altersgruppe der zehn bis elf Jahre alten Pkw auf eine desaströse Rate von 39,6 Prozent. Eine noch üblere Bilanz zeigt der Renault Twingo bei den zwölf bis dreizehn Jahre alten Modellen, bei denen sage und schreibe 41,5 Prozent der Wagen gravierende Schwachstellen haben. In dieser Fahrzeugkategorie bereiten auch der Dacia Logan (41,0 Prozent) sowie der Renault Clio (39,8 Prozent) große Probleme.
Die Datenbasis für den Bericht liefern die Resultate aus 10,2 Millionen Hauptuntersuchungen, welche zwischen Juli 2022 und Juni 2023 stattfanden. Die gesetzlich geforderte Inspektion wird nicht nur vom TÜV, sondern ebenso von weiteren Anbietern wie Dekra, GTÜ und KÜS vorgenommen.
Grundsätzlich halten die Experten allerdings fest, dass E-Autos nicht generell eine bessere oder schlechtere Figur machen. „Elektrofahrzeuge sind technisch weder sicherer noch unsicherer als Fahrzeuge mit Verbrenner“, heißt es im Report. (red)
