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Der größte Balkon-FehlerExpertin verrät, wie Sie aus wenig Platz das Beste rausholen

Frau sitzt lesend zwischen Pflanzen auf ihrem Balkon

Copyright: Tilia/Westend61/dpa-tmn

Vor dem Einrichten sollte der eigene Wunsch an den Mini-Balkon definiert werden: Will ich eine grüne Oase, sollten die Pflanzen in Etagen platziert werden.

Kleiner Balkon? Mit diesen Tricks wird er zur Wohlfühloase

Ein Freisitz als erweiterter Wohnraum – für viele ein großer Wunsch. Man liest dort, isst und hat eine gute Zeit. Die Wirklichkeit ist aber häufig eine andere: oft nur wenige Quadratmeter Fläche. Aber kein Grund zur Panik! „Wenig Platz zur Verfügung zu haben, heißt aber nicht, dass man den Balkon nicht gemütlich gestalten kann“, erklärt Anna-Lena Reith, Redakteurin bei der Fachzeitschrift AD Architectural Digest Deutschland. „Man muss nur die richtigen Kniffe kennen.“

Für die Fachfrau ist das oberste Prinzip bei begrenztem Raum: nach oben statt in die Fläche planen.

Nach oben planen statt in die Fläche

Wie das klappt? Ganz simpel: Verwendet Sonnenschirme, die ihr direkt am Geländer anbringen könnt. Für Grünzeug sind Blumenkästen praktischer als wuchtige Kübel. Und für einen kleinen Kräutergarten kann man Etageren oder Pflanzleitern einsetzen, in denen zum Beispiel mediterrane Kräuter wachsen.

Ein aktueller Stil kommt euch da sehr entgegen: der leichte und luftige Bistro-Look. „Diese geflochtenen Kaffeehausstühle, die man aus den Bistros in Paris, aber auch an der Côte d'Azur kennt, sind ja recht klein, schmal und feingliedrig“, erläutert Redakteurin Anna-Lena Reith. Mit einem kompakten Tisch und Polstern gestaltet ihr euch so eine behagliche Lieblingsecke.

Multifunktionale Möbel und eine klare Bestimmung

Genauso nützlich auf Balkonen mit wenig Fläche sind zusammenklappbare Stühle und Tische. Das klingt vielleicht nach Camping, ist mit breiten Streifenmustern auf den Bezügen aber total angesagt. Das Gleiche gilt für multifunktionale Stücke. „Zum Beispiel eine schmale Bank mit integrierter Ablage oder ein Beistelltisch, der schon einen Getränkehalter in sich trägt“, meint Reith. Eines ihrer favorisierten Möbelstücke: der Servierwagen, „weil man da einfach alles unterbringt, was kleinteilig ist“.

Aber ohne eine gewisse Ordnung und klare Linien wirkt es selten einladend – auf kleinen Freisitzen erst recht nicht. Eine Getränkekiste stört da schnell das Bild. Zu viel Mobiliar kann den Balkon ebenfalls überladen wirken lassen, meint Einrichtungsberaterin Angelika Hinz. Bevor ihr mit dem Einrichten loslegt, solltet ihr daher den Platz und eure Bedürfnisse genau prüfen: Benötige ich Schutz vor Sonne oder Wind? Will ich hier speisen, relaxen oder einen kleinen Garten anlegen?

„So ein Balkon funktioniert natürlich nur dann gut, wenn er auch zum eigenen Alltag passt“, erklärt Hinz. „Und der größte Fehler ist, alles gleichzeitig zu wollen. Besonders kleine Balkone brauchen eine klare Hauptfunktion.“

Ein Blickfang und das passende Licht

Wenn der Mini-Balkon ein echter Hingucker werden soll, ist es oft klug, sich auf ein besonderes Möbelstück zu fokussieren. Ein „Center Piece“, wie Anna-Lena Reith es bezeichnet, das die Aufmerksamkeit anzieht. „Es gibt Outdoor-Möbel, die spannende Formen haben oder in Materialien gestaltet sind, die nicht unbedingt der Norm entsprechen“, sagt sie. „Teilweise wirken sie fast wie Collectibles.“

Zusätzlich entscheidend für die Atmosphäre: die richtige Beleuchtung. Angelika Hinz zufolge könnt ihr Outdoor-Steh- oder Bodenlampen mit einem USB-Port verwenden. „Oder man arbeitet mit Lichterketten. Das ist auch zur dunklen Jahreszeit schön, wenn man vom Wohnraum aus auf den Balkon schaut.“ Die AD-Redakteurin Reith empfiehlt, kabellose Lampen zu verwenden, die man je nach Situation neu positionieren kann. „Damit kann man schön Akzente setzen und Stimmung kreieren.“

Letztendlich gilt: Damit selbst der winzigste Freisitz zur Wohnzimmer-Erweiterung wird, muss man ihn schlichtweg auch so verwenden. Etwa für den Kaffee am Morgen. „Ich kann es mir aber auch beispielsweise gut zum Meditieren vorstellen“, sagt Hinz. „Um einfach draußen und in der Natur zu sein und frische Luft zu atmen.“ (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Ein Senioren-Paar im Garten. Der Mann sitzt im Rollstuhl auf einem Hublift.

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