Kopfstoß von Ihrer Katze? Das ist die wahre Bedeutung
„Du gehörst zu mir“Tierärztin erklärt die geheimen Signale Ihrer Katze

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Katzen reden leise – aber deutlich: An den Beinen reiben, Kopf anstupsen: Das ist ihr Signal für Nähe und Zugehörigkeit.
Bekommt ihr von eurer Katze manchmal einen sanften Kopfstoß und schmiegt sie sich an eure Beine oder Hände? Dahinter steckt eine klare Botschaft! Denn es geht um weit mehr als nur um Aufmerksamkeit. Euer Stubentiger verteilt dabei Duftstoffe auf euch und markiert euch so. Das ist ein Zeichen tiefer Verbundenheit und die Message ist eindeutig: Ihr gehört zu ihrer Familie.
Die Kommunikation von Katzen ist komplex und oft sehr subtil. Wenn man die Körpersignale der Vierbeiner deuten kann, versteht man seinen Liebling viel besser. Auch Abweichungen im Verhalten fallen so schneller auf. Die Veterinärin Dunia Thiesen-Moussa erläutert für den Industrieverband Heimtierbedarf (IVH), welche Details für Besitzerinnen und Besitzer wichtig sind.
Schnurren: Nicht immer ein gutes Zeichen
Ein schnurrender Stubentiger – das bedeutet doch, er ist glücklich, oder? Nicht unbedingt! Die Samtpfoten nutzen dieses Brummen nämlich auch in komplett anderen Zusammenhängen, um zu kommunizieren.
So brummen Katzen beispielsweise auch, „zum Beschwichtigen des Sozialpartners sowie bei Angst, Stress oder Schmerz“, wie die Fachärztin für Tierverhalten Thiesen-Moussa erläutert. Es kommt also total auf die Situation an.
Schwanz hoch und Blinzeln: So sagen Katzen „Hallo“
Ein steil nach oben gestreckter Schwanz mit einer leicht gekrümmten Spitze? Das ist eine klassische Geste zur Begrüßung. Diese Haltung signalisiert Offenheit und Zutrauen. Euer Vierbeiner fordert euch damit zur Interaktion auf.
Wahre Zuneigung beweisen die Tiere, wenn sie jemanden gelassen anschauen und dabei gemächlich die Augen schließen und öffnen. Laut Thiesen-Moussa können sogar halb zugekniffene Augen ein Zeichen von Sympathie sein.
Die Expertin rät Katzenfreunden sogar, dieses Blinzeln zu spiegeln: „Ein langsames Zurückblinzeln wird häufig positiv aufgenommen – sofern der Rest der eigenen Körpersprache dazu passt.“ Direktes Anstarren ist dagegen tabu. In der Welt der Katzen bedeutet das eine mögliche Gefahr und erzeugt Stress.
Der Milchtritt: Ein Relikt aus Kindertagen
Knetet eure ausgewachsene Katze sanft und im Takt mit den Vorderpfoten auf euch herum? Das ist ein Zeichen für pures Wohlgefühl und Sicherheit. Dieses Verhalten, auch als Milchtritt bekannt, ist ein Überbleibsel aus der Zeit als Katzenbaby, wie Thiesen-Moussa ausführt. Junge Kätzchen stimulieren so den Milchfluss bei der Mutter. Ausgewachsene Fellnasen demonstrieren damit, dass sie sich rundum geborgen fühlen. (dpa/red)
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