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Für viele ein Traumjob Wer bei Google arbeiten will, muss DAS können

Der Google-Campus im Silicon Valley

Bunte Fahrräder, Kicker-Turniere: Viele Bewerber wollen zu Google, weil die Arbeitsatmosphäre dort so modern ist.

Für viele Menschen ist Google ein Traum-Arbeitgeber. Innerhalb eines Rankings der beliebtesten Unternehmen lag der Tech-Konzern mit dem Mutterunternehmen Alphabet in Deutschland auf Platz drei. Das liegt neben der technologischen Vorreiterschaft des Unternehmens auch an der lockeren und jungen Arbeitsatmosphäre, mit bunten Fahrrädern oder Kicker-Turnieren. Am Münchener Standort wird sogar ein hauseigenes Bier namens „gBräu“ produziert.

Doch wie kommt man überhaupt an einen der begehrten Jobs bei Google? Carolin Ochsendorf, European Recruiting Specialist bei Google, erklärt es im Interview.

Man liest immer wieder, dass Google im Job-Interview herausfordernde Fragen zwischen Denksport und Persönlichem stellt. Wie kann man hier als Bewerber punkten? Worauf wird besonders geachtet? 

Carolin Ochsendorf: Ein Google-Bewerber durchläuft im Durchschnitt vier Interviews. Dabei entscheiden wir konsensbasiert. Das heißt wenn nur einer im Panel an der Eignung des Kandidaten zweifelt, stellen wir den Kandidaten nicht ein. Besonders wichtig ist uns die Arbeitseinstellung, denn unsere Mitarbeiter sollen ihr Wissen teilen und erweitern wollen und Veränderungen sowie Neuem gegenüber aufgeschlossen sein. Daneben spielt es für uns natürlich eine Rolle, ob jemand für die jeweilige Position geeignet ist, ob er über analytische Fähigkeiten verfügt und innovativ ist.

Viele Menschen wollen bei Google arbeiten – die Konkurrenz ist also groß. Reicht da überhaupt eine „klassische“ Bewerbung oder müssen Bewerber sich etwas Besonderes einfallen lassen, um zu überzeugen?

Wir setzen ganz bewusst auf das Empfehlungsmanagement. Das heißt wir gehen davon aus, dass unsere Mitarbeiter in ihrem Umfeld gleichermaßen qualifizierte und geeignete Menschen kennen. Aber trotzdem durchlaufen alle Bewerber den gleichen Bewerbungsprozess – eine Empfehlung bewirkt also nur, dass wir uns die Bewerbungsunterlagen schneller ansehen.

Bei eben jener Konkurrenz geben viele vielleicht schon auf, bevor sie es überhaupt versucht haben: Wenn sie beispielsweise kein Überflieger in der Uni waren oder bisher noch keine nennenswerte beruflichen Erfolge im Lebenslauf nachweisen können. Haben solche Bewerber überhaupt Chancen auf eine Einladung zum Bewerbungsgespräch?

Am wichtigsten ist, dass der Bewerber nicht nur auf Grundlage der akademischen oder beruflichen Qualifikationen zu uns passt – gerade der „Cultural Fit“ spielt eine entscheidende Rolle. Wir stellen deshalb in erster Linie Menschen ein, die etwas verändern möchten und eine grundlegende Neugier mitbringen. Bewerber, die dazu noch eine Leidenschaft für Technologie und digitale Themen mitbringen, schätzen wir zudem sehr.

Was sind absolute No-Gos?

Schwierig sind für uns beispielsweise Initiativ-Bewerbungen, damit können wir leider nichts anfangen, da wir davon ausgehen, dass jeder ganz genau wissen sollte, was die eigenen Stärken und Interessen sind und sich daher auch passgenau bewerben kann. Welche Stellen wir ausgeschrieben haben, kann man tagesaktuell unter https://careers.google.com erfahren.

Checkt Google das Surfverhalten des Bewerbers im Vorhinein?

Natürlich nicht.

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