Knusprig, süß und super praktisch – aber ist der Food-Trend auch gesund?
Zehnfache Zucker-BombeDer beliebte Snack hat einen extrem hohen Zuckergehalt

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Knusprige Zeitkapseln: Gefriergetrocknete Früchte bewahren Geschmack, Farbe und Vitamine, und eignen sich perfekt für den Genuss außerhalb der Obstsaison.
Egal ob Erdbeere, Mango oder Heidelbeere: Wer einmal mit dem Snacken von gefriergetrockneten Früchten beginnt, kann kaum die Finger davon lassen. Kommt Ihnen das bekannt vor? Die Auswahl in den Supermärkten wächst jedenfalls unaufhörlich. Die Snacks punkten mit krosser Konsistenz und kräftigem Geschmack. Aber ist das Ganze wirklich unbedenklich?
Im Prinzip sind diese Frucht-Snacks wie konservierte Momente des Sommers. Sie werden exakt dann geerntet und verarbeitet, wenn sie den Gipfel ihrer Reife erreicht haben und ihr Aroma am intensivsten ist.
So aufwendig ist die Herstellung
Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) meldet, ist das Verfahren zwar sanft, aber auch sehr komplex. Die Obststücke werden bei Temperaturen, die auf bis zu minus 85 Grad fallen, blitzgefroren. Das Wasser darin kristallisiert so rasant, dass die Zellwände unversehrt bleiben – anders als beim Einfrieren daheim, wo das Obst oft breiig wird.
Anschließend wird den gefrorenen Obstteilen in einem Vakuum über viele Stunden hinweg die Flüssigkeit entzogen. Dieser Prozess ist ein enormer Energiefresser, wie das BZfE bestätigt.
Die Nachteile: Hoher Zuckergehalt und weite Transportwege
Die Ernährungsexperten weisen aber auch auf klare Schattenseiten hin. Häufig stammen die Früchte aus fernen Ländern, was lange Lieferketten zur Folge hat. Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist dies auf der Verpackung jedoch meist nicht ersichtlich, weil eine Pflicht zur Herkunftsangabe für verarbeitetes Obst fehlt.
Zudem sind die Produkte deutlich kostspieliger als frische oder tiefgekühlte Alternativen. Und jetzt der Schock-Moment: Die Zuckerkonzentration ist massiv höher. Bei Erdbeeren ist sie beispielsweise zehnmal so hoch wie bei der frischen Variante. Sind die Früchte zusätzlich mit Schokolade umhüllt, gelten sie trotz ihres gesunden Kerns eindeutig als Süßware.
Die Vorteile: Lange haltbar und voller Vitamine
Es gibt aber auch positive Aspekte: Dank des schonenden Verfahrens bleiben nahezu alle Vitamine, Aromen, die Farbe und auch die Struktur erhalten. Das macht sie zu einem qualitativ wertvollen Nahrungsmittel, das die Zeit überbrücken kann, in der das persönliche Lieblingsobst nicht verfügbar ist.
Weil den Früchten die Flüssigkeit entzogen wurde und sie reich an Ballaststoffen sind, empfehlen die Fachleute vom BZfE, beim Verzehr ausreichend Wasser zu trinken.
Ein zusätzlicher Pluspunkt ist die enorme Haltbarkeit, die ganz ohne Konservierungsstoffe auskommt. Nach dem Öffnen sollte die Packung jedoch stets luftdicht verschlossen werden, damit die Früchte knackig bleiben und kein Schimmel entsteht. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
