3

Wichtiger als Ihr WLANDRK-Experte erklärt, warum Sie Ihre Blutgruppe kennen sollten

Teströhrchen mit Blutproben in einem Labor

Copyright: Sven Hoppe/dpa/dpa-tmn

Blut ist nicht gleich Blut: Entscheidend für die Einsortierung in eine Blutgruppe ist, welche Antigene sich auf der Hülle der roten Blutkörperchen befinden.

Warum Sie Ihre Blutgruppe kennen sollten: Es kann Leben retten

A, B, AB oder 0? Die meisten Menschen zucken bei dieser Frage mit den Schultern. Dabei ist die Antwort auf diese Frage oft lebenswichtig. Ein Experte findet es bedenklich, dass so wenige Menschen ihre Blutgruppe kennen und erklärt, warum dieses Wissen Leben retten kann – vielleicht sogar euer eigenes.

„Viele Leute kennen ihr WLAN-Passwort oder wissen, welches Motoröl ihr Auto braucht, kennen aber nicht ihre eigene Blutgruppe“, beobachtet Stephan David Küpper, Pressesprecher des DRK-Blutspendedienstes West, immer wieder. Dabei gibt es nur acht verschiedene Blutgruppen: A, B, AB und 0, jeweils mit Rhesusfaktor positiv oder negativ. Bei einer Blutspende müssen die Gruppen von Spender und Empfänger zusammenpassen, sonst wird es lebensgefährlich.

Keine Panik im Notfall: Das passiert in der Klinik

Aber was, wenn ihr eure Blutgruppe nicht kennt und nach einem Unfall dringend Blut braucht? Hier kann Küpper beruhigen: „Es besteht kein unmittelbares Risiko oder eine Gefahr, wenn Sie Ihre Blutgruppe nicht kennen.“ Vor einer OP oder im Notfall wird die Blutgruppe immer bestimmt. Das geht mit Schnelltests innerhalb von Minuten.

Und wenn selbst dafür keine Zeit bleibt? „Dann greift man zu Blutpräparaten mit der Blutgruppe 0 negativ“, erklärt Küpper, der am Zentrum für Transfusionsmedizin Ratingen-Breitscheid tätig ist.

Blutgruppe 0 negativ: Der universelle Lebensretter

Blut der Gruppe 0 negativ ist ein echter Alleskönner. Es kann jedem Patienten sicher übertragen werden, egal welche Blutgruppe er oder sie hat. Deshalb ist dieses Blut in den Kliniken, auch hier in der Region, extrem begehrt.

Der Haken an der Sache: Nur sechs Prozent der Bevölkerung in Deutschland haben diese universelle Blutgruppe. Das macht sie zur Mangelware und Spenderinnen und Spender mit 0 negativ zu besonders wichtigen Lebensrettern.

Wissen als Ansporn zur Blutspende

„Es wäre tatsächlich gut, wenn mehr Menschen ihre Blutgruppe kennen würden“, sagt Stephan David Küpper. Denn dieses Wissen kann ein starker Ansporn sein, selbst Blut zu spenden. Gehört ihr zu den seltenen 6 Prozent mit 0 negativ, solltet ihr laut der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI) sogar regelmäßig spenden.

Doch das Wissen ist nicht nur für andere wichtig. Der überraschende Fakt: Menschen mit der Blutgruppe 0 sind zwar Universalspender, „können selbst aber nur Präparate der Blutgruppe 0 negativ empfangen“, so Küpper. Das bedeutet, sie sind auf Spenden aus ihrer eigenen, seltenen Gruppe angewiesen.

So einfach findet ihr eure Blutgruppe heraus

Wer jetzt neugierig geworden ist, hat mehrere Möglichkeiten. Ihr könnt eure Blutgruppe in der Hausarztpraxis bestimmen lassen. Ohne medizinischen Grund müsst ihr das aber selbst bezahlen, die Kosten liegen meist zwischen 25 und 35 Euro.

Kostenlos und gleichzeitig eine gute Tat: Werdet Blutspender oder Blutspenderin. „Da wird immer standardmäßig die Blutgruppe inklusive Rhesusfaktor bestimmt“, sagt Küpper. Die Info steht dann in eurem Blutspendepass.

Wer schwanger war, findet die Angabe auch im Mutterpass auf Seite 2. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Patienten während einer Gruppentherapie
Angst vor der Gruppe
Wann eine Gruppentherapie wirklich hilft und wann eher nicht