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„Wir hinken hinterher“WHO-Chef warnt: Tödliches Virus breitet sich weiter aus

Ebola-Schulung in Brüssel

Copyright: Eric Lalmand/Belga/dpa

Die hochansteckende Krankheit ist im Kongo noch nicht unter Kontrolle.

Aktualisiert:

Ebola-Ausbruch im Kongo: Die WHO warnt vor einer seltenen Variante.

Die Worte des Chefs der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind eine düstere Warnung. „Die Krankheit hatte einen Vorsprung, und wir hinken immer noch hinterher“, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Er kam gerade von einem mehrtägigen Besuch aus der Krisenregion im Osten der Demokratischen Republik Kongo zurück.

Das Tückische: Das tödliche Virus konnte sich wohl wochenlang unbemerkt ausbreiten, bevor der Ausbruch Mitte Mai überhaupt entdeckt wurde. Der Grund: Es handelt sich um den seltenen Bundibugyo-Typ des Ebolavirus, der von den herkömmlichen Tests einfach nicht erkannt wurde.

Hunderte Fälle bestätigt – auch Nachbarland betroffen

Die offiziellen Zahlen der WHO sind alarmierend. Inzwischen gibt es 344 bestätigte Fälle im Kongo, 60 Menschen sind bereits gestorben. Das Virus macht auch vor Grenzen nicht halt: Im Nachbarland Uganda wurden 15 Fälle bestätigt.

Einen kleinen Lichtblick gibt es aber: Die Zahl der Verdachtsfälle ist stark gesunken, von über 1.200 auf weniger als 170. Die meisten Proben von Menschen mit Ebola-Verdacht waren zum Glück negativ. Laut WHO sind die bisherigen Proben nun größtenteils ausgewertet. Die Organisation hilft den Behörden vor Ort, die Testkapazitäten massiv zu erweitern.

Helfer kämpfen mit großen Herausforderungen

Doch WHO-Chef Tedros nannte auch eine Reihe von riesigen Herausforderungen. Ein großes Problem ist die Kontaktverfolgung. Es ist extrem schwierig, alle Personen zu finden, zu isolieren und zu überwachen, die mit Infizierten in Kontakt waren. Bisher ist das nur bei 45 Prozent der Kontakte gelungen. Um die Ausbreitung zu stoppen, wären aber über 90 Prozent nötig.

Ein weiteres, entscheidendes Problem: das fehlende Vertrauen in der Bevölkerung. Es muss noch viel mehr getan werden, damit sich kranke Menschen auch wirklich melden. Nur so können sie in den Behandlungszentren die bestmögliche Hilfe bekommen. (dpa/red)

Gleichzeitig läuft ein Wettlauf gegen die Zeit. Die WHO treibt die Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten speziell für diesen seltenen Virustyp mit Hochdruck voran, versicherte Tedros. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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