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Urlaubs-Albtraum TollwutSchon ein Kratzer kann tödlich sein – diese Impfung ist Ihr Lebensretter

Straßenhunde in Kambodscha

Copyright: Robert Günther/dpa-tmn

Tollwut wird fast ausschließlich über Kratzer oder Bisse von infizierten Hunden auf Menschen übertragen.

Viele Reisende ahnen nichts von dem Risiko. Eine kurze Berührung durch ein Tier, eine winzige Wunde – das kann bereits eine unheilbare Krankheit auslösen. Sobald die ersten Anzeichen auftreten, gibt es so gut wie keine Hoffnung mehr.

Das Centrum für Reisemedizin (CRM) empfiehlt deshalb dringend eine Tollwut-Impfung vor dem Start in den Urlaub, wenn es in Risikoregionen geht, meldet die dpa. Das Tückische an dieser Erkrankung: Zeigen sich beim Menschen erste Symptome, führt der Verlauf fast ausnahmslos zum Tod.

In diesen Ländern lauert die Tollwut-Gefahr

Ein hohes Risiko besteht in Indien und weiteren Staaten in Süd- und Südostasien sowie auf dem gesamten afrikanischen Kontinent. Besonders gefährdet sind Menschen auf Langzeitreisen, Abenteuer-Urlauber oder Personen mit häufigem Tierkontakt, sei es im Job oder in der Freizeit.

Die Übertragung des Erregers auf den Menschen erfolgt global fast nur durch Bisse oder Kratzer von angesteckten Hunden, so die Informationen auf der Internetseite der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Gerade für Kinder ist die Bedrohung groß.

Warum Kinder viermal öfter von Hunden gebissen werden

Laut CRM trifft es Kinder viermal häufiger als Erwachsene, weil sie kleiner sind und im Kontakt mit Tieren oft sorgloser agieren. Eine verlässliche Impfung ist in diesem Fall unbezahlbar.

In Deutschland stehen zwei Vakzine gegen Tollwut zur Verfügung. Sie basieren auf abgetöteten Viren und werden als gut verträglich eingestuft. Eine Grundimmunisierung ist nach drei Dosen erreicht und bietet einen essenziellen Schutz.

Trotz Impfung gebissen? Das ist jetzt zu tun

Falls es während der Reise trotz vorhandenem Schutz zu einer riskanten Begegnung mit einem Tier kommt, wird eine Auffrischungsimpfung empfohlen. Als riskanter Kontakt zählen nicht nur Kratzer und Bisse, sondern auch Speichel von Hunden, der etwa beim Ablecken auf die Haut gelangt.

Für Ungeimpfte, die in einer Gefahrenzone gebissen werden, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Zusätzlich zur aktiven Impfung wird eine passive Immunisierung benötigt. Allerdings sind diese Mittel in zahlreichen Ländern häufig nicht rasch oder verlässlich erhältlich. Prävention bietet daher eine weitaus größere Sicherheit.

Achtung, Tollwut! Gefahr nicht nur in der Ferne

Ein Detail, das überrascht: Auch in Osteuropa können Füchse und Hunde die Krankheit weitergeben. Sogar in Deutschland, das als tollwutfrei gilt, gibt es das Virus bei Fledermäusen. Eine Ansteckung von Menschen gilt zwar als extrem selten, ist aber nicht ausgeschlossen. Nach einem verdächtigen Kontakt mit einem Tier ist ein Arztbesuch deshalb immer ratsam (red).

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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