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Das große Tabu im JobStudie zeigt: So sehr leiden Frauen wegen ihrer Menstruation

Frau steht abseits ihrer Kollegen in einem Büro

Copyright: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn

Bei Regelschmerzen fällt es vielen Frauen schwerer als sonst, im Job leistungsfähig und konzentriert zu bleiben.

Periode im Job: Viele Frauen leiden, doch kaum eine spricht.

Die Periode im Job? Für beinahe jede zweite Frau ein absolutes No-Go-Thema. Dies geht aus einer Erhebung des Instituts Bilendi für Voiio hervor. Während 45 Prozent der Teilnehmerinnen bestätigten, dass das Thema in ihrem Unternehmen tabuisiert wird, sahen das lediglich 31 Prozent anders.

Eine überwältigende Mehrheit (74 Prozent) ist der Ansicht, dass das Problem in der Berufswelt nicht ernst genug genommen wird. Viele fordern einen transparenteren Umgang seitens der Personalabteilung (59 Prozent) und mehr Sensibilität für die Angelegenheit von der Chefetage (56 Prozent).

So stark beeinflusst die Periode den Arbeitsalltag

Die Konsequenzen sind für zahlreiche Frauen klar spürbar: Ganze 78 Prozent der Befragten bestätigten, dass die Periode ihren Joballtag beeinträchtigt. Die meisten gaben an, sich dann rascher ausgelaugt zu fühlen als gewöhnlich (66 Prozent), leichter reizbar oder sensibler zu sein (61 Prozent) und emotional weniger wegstecken zu können (56 Prozent).

Zusätzlich berichteten viele der interviewten Frauen, dass ihre Produktivität in dieser Zeit stark schwankt (53 Prozent) und die Konzentrationsfähigkeit nachlässt (48 Prozent).

Schweigen, Schmerzmittel und einfach weitermachen

Doch wie handhaben Frauen die Situation im Berufsleben? Die meisten halten einfach still und kämpfen sich durch. Bei 75 Prozent wird die Angelegenheit im Gespräch mit männlichen Kollegen komplett vermieden. Die Mehrheit erklärte außerdem, im Joballtag nicht darüber zu reden und zu versuchen, einfach durchzuhalten (57 Prozent).

Über ein Drittel (36 Prozent) nimmt aufgrund der Schmerzen Medikamente ein. Eine Krankschreibung deswegen ist die absolute Seltenheit: Lediglich ein winziger Bruchteil von 5 Prozent meldet sich laut der Erhebung krank und gibt dabei explizit die Periode als Ursache an.

Krankschreibung wegen Periode? Das sagt eine Kölner Fachanwältin

Aber darf man sich wegen Regelschmerzen überhaupt eine Auszeit nehmen? Nathalie Oberthür, Fachanwältin für Arbeitsrecht aus Köln, schafft Klarheit: „Menstruationsbeschwerden sind an sich keine Krankheit. Wenn sie aber so schwerwiegend sind, dass sie Krankheitswert erreichen, ist eine Krankmeldung zulässig.“

Eine Frau hält eine Wärmeflasche auf den Unterleib

Copyright: Annette Riedl/dpa/dpa-tmn

So starke Schmerzen, dass das Arbeiten schwerfällt - dennoch sprechen viele Frauen im Berufsalltag nicht über ihre Menstruationsbeschwerden.

Die Beurteilung liegt im Einzelfall bei einem Arzt oder einer Ärztin. Diese müssen feststellen, „ob die Beschwerden so gravierend sind, dass eine Arbeitsunfähigkeit besteht.“ Unter gewissen Umständen könnten heftige, wiederkehrende Leiden – falls sie so schlimm sind – sogar eine monatliche Krankschreibung begründen.

Ob ihr die Gründe für eure Krankmeldung preisgebt, „obliegt der persönlichen Präferenz“, so die Fachanwältin. Ihr könnt die Ursache also nennen, seid dazu aber nicht gezwungen. Eine rechtliche Pflicht hierzu existiert laut Oberthür nur in seltenen Situationen, zum Beispiel, „wenn der Beweiswert einer AU-Bescheinigung erschüttert ist“.

Für die Untersuchung hat das Marktforschungsinstitut Bilendi im Auftrag von Voiio im Mai 2026 deutschlandweit 1051 erwerbstätige Frauen interviewt. Der Altersdurchschnitt der Befragten lag bei 36,3 Jahren. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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