Abo

Schock nach KlogangDas bedeutet es, wenn Sie Tabletten im Stuhl finden

Toilettenschüssel

Copyright: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

Tablettenreste in der Schüssel? Regelmäßige Rückstände können auf Probleme bei der Wirkstoffaufnahme hinweise

Unverdaute Pille im Klo? Das ist nicht immer harmlos.

Pille im Klo wiedergefunden? Was für ein Schreck, wenn nach dem Schlucken die Tablette plötzlich unverdaut in der Toilette liegt. Viele fragen sich dann: War alles umsonst? Eine Fachfrau klärt auf, wann das harmlos ist und wann man genauer hinschauen sollte.

Meistens kann man ganz beruhigt sein. „Einmal geschluckt, sieht man sie nie wieder? Das gilt längst nicht für jede Tablette“, bestätigt Apothekerin Cornelia Stritzel in der „Apotheken Umschau“ (Ausgabe A 6/26). Häufig stecken sogenannte Retardpräparate dahinter.

Darum lösen sich manche Tabletten gar nicht auf

Bei diesen speziellen Arzneien ist die Hülle „wie ein Transportmittel für den Wirkstoff“. Das heißt, die Substanz wird im Verdauungstrakt nach und nach freigesetzt, aber die Kapsel selbst wird nicht zersetzt und wieder ausgeschieden. Wer also eine solche Tablettenhülle im Klo entdeckt, kann aufatmen: Der Effekt ist nicht verloren gegangen.

Vorsicht ist jedoch geboten, wenn es sich nicht um solche Spezial-Tabletten handelt. Unverdaute Pillen können dann ein Alarmsignal sein. Oft ist Durchfall die Ursache.

Bei Durchfall kann die Wirkung verloren gehen

„Die Medikamente wandern dann schneller durch den Verdauungstrakt“, so Stritzel. Die Konsequenz ist gravierend: Der Organismus kann die Arznei nicht vollständig absorbieren. Im schlimmsten Fall bleibt die Pille wirkungslos oder entfaltet nur eine schwache Wirkung.

Die Fachfrau rät dringend davon ab, eigenmächtig eine zweite Pille einzuwerfen. Um eine riskante Überdosis auszuschließen, ist bei Unsicherheit immer der Gang zur Apotheke oder zum Arzt die richtige Wahl.

Sollten Sie öfter Pillenreste im Stuhl entdecken, die nicht zu den Retard-Typen gehören, ist ebenfalls professioneller Rat gefragt. Eventuell ist eine andere Darreichungsform, wie Tropfen oder ein Pflaster, die bessere Alternative. So wird gewährleistet, dass die Medizin ihr Ziel im Körper erreicht. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Stechmücken sind auch in Deutschland zu einer Plage geworden. (Symbolbild)
Mücken-Terror in Köln
Warum die Biester auf manche Leute total abfahren