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Sturzgefahr im Alter3 geniale Tipps, die Ihr Zuhause sofort sicherer machen

Barrierefreie Küche für Pflegebedürftige und Senioren

Copyright: Wolfram Kastl/dpa/dpa-tmn

Der Fußboden sollte frei von Stolperfallen sein. Auch rutschfeste Fliesen in Küche und Bad können für eine bessere Trittsicherheit sorgen.

Alltägliche Bewegungen wie Sehen, Gehen oder sich Bücken werden mit den Jahren oft mühsam. Im eigenen Zuhause können dann unerwartet Risiken entstehen. Aber keine Sorge: Mit einigen cleveren Anpassungen lässt sich die Sicherheit in den Wohnräumen erhöhen und das tägliche Leben spürbar vereinfachen.

Damit Ihr Heim kein Ort voller Tücken wird, sollten Sie die folgenden drei Punkte besonders beachten.

1. Schluss mit Stolperfallen auf dem Boden

Obwohl Teppiche für eine wohnliche Atmosphäre sorgen, entwickeln sie sich leicht zu tückischen Hindernissen. Lose liegende Exemplare sollten deshalb aus Durchgangsbereichen wie dem Korridor oder dem Wohnraum verschwinden. Wer auf einen textilen Belag nicht verzichten mag, dem empfiehlt die Verbraucherzentrale, sich für fest installierte Teppichböden zu entscheiden.

Falls dies nicht möglich ist, sollten Brücken und Läufer wenigstens durch Klebestreifen oder rutschfeste Matten fixiert werden. Diesen Ratschlag gibt die Aktion „Das sichere Haus“ (DSH). Es ist zudem wichtig, auf abstehende Kanten, Ecken oder Wellen zu achten.

Im Badezimmer ist besondere Achtsamkeit gefragt. Rutschfeste Klebestreifen bieten in der Duschwanne Sicherheit. „Sie sind auf der Oberseite angeraut, ähnlich wie Sandpapier“, erläutert die Ergotherapeutin Sibylle Liebchen im Gespräch mit der Zeitschrift „Ich pflege“. Laut einer Meldung der dpa sollte man bei einer Sanierung auch die Bodenfliesen prüfen: Ein höherer R-Wert bedeutet eine bessere Rutschfestigkeit des Materials. Speziell für Nassbereiche wie das Badezimmer existieren die Kategorien A bis C. Ein Bodenbelag mit der Markierung „R 11 B“ bietet selbst bei Feuchtigkeit einen sicheren Stand.

2. Helligkeit aufdrehen für klare Sicht

Da die Sehleistung mit den Jahren abnimmt, ist eine stärkere Beleuchtung als Kompensation nötig. Die Brancheninitiative „licht.de“ empfiehlt, beim Kauf von Lampen auf eine hohe Lumen-Zahl zu achten, da dies eine größere Helligkeit signalisiert. Als Vergleichswert: Eine herkömmliche 60-Watt-Glühlampe hat eine Leuchtkraft von ungefähr 700 bis 750 Lumen.

Darüber hinaus spielt eine naturgetreue Farbdarstellung eine Rolle. Der Ra-Wert hierfür darf 80 nicht unterschreiten. Durch eine Mischung aus indirektem und direktem Licht lassen sich Blendeffekte sowie extreme Kontraste in der Helligkeit vermeiden. Auf diese Weise werden Objekte in schattigen Winkeln nicht zu unsichtbaren Hindernissen.

Ein zusätzlicher praktischer Hinweis: Nachtlichter für die Steckdose, die über einen Bewegungsmelder verfügen, erhöhen die Sicherheit auf dem Weg zum Bad bei Dunkelheit. Treppenabsätze können effektiv durch LED-Bänder hervorgehoben werden.

3. Geniale Hilfsmittel für den Alltag

Nicht jede Anpassung erfordert aufwendige Umbauarbeiten. Bereits geringfügige Hilfsmittel bewirken oft eine enorme Verbesserung. Als Beispiel dient eine Greifzange, die es ermöglicht, Dinge vom Boden aufzusammeln, ohne sich bücken zu müssen – oder die beim Entkleiden hilft, die Strümpfe zu fassen.

Sibylle Liebchen, die zudem als Beraterin für den Hamburger Verein „Barrierefrei Leben“ tätig ist, rät dazu, unterschiedliche Modelle von Greifzangen zu testen. Vor dem Erwerb sollte man sich überlegen, ob das Hilfsmittel hauptsächlich im Stehen oder sitzend zum Einsatz kommen soll. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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