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Überraschende Worte vom Stiko-ChefMertens: „Würde meine Kinder nicht impfen lassen“

Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko, hier Anfang November bei einer Bundespressekonferenz) sagt in einem Podcast, dass er seine Kinder nicht impfen lassen würde.

Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (hier Anfang November bei einer Bundespressekonferenz) sagt in einem Podcast, dass er seine Kinder nicht impfen lassen würde.

Er ist der oberste Impf-Empfehler für Deutschland: Stiko-Chef Thomas Mertens. Nun wartet der Mann, der regelmäßig das Risiko-Nutzen-Verhältnis für die Corona-Impfstoffe in unserem Land abwägt, mit einer überraschenden Aussage auf.

Er entwickelt die deutsche Impfstrategie mit, analysiert Biontech, Moderna und Co., berät die Bundesregierung: der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens. Zuletzt sorgte er für Wirbel, als er in einem spätabendlichen Talkshow quasi im Nebensatz erwähnte, dass die Stiko Booster-Impfungen für alle ab 18 empfehlen will. 

Nun wartet er mit neuen überraschenden Aussagen auf.

Wie er im „F.A.Z.“-Podcast erklärt, würde er nämlich sein eigenes Kind (7 Jahre alt) nicht impfen lassen – angesichts fehlender Daten. Nach seinen Worten gibt es jenseits der Daten aus der Zulassungsstudie des Impfstoffs „keinerlei Daten“ über die Verträglichkeit des Impfstoffs in der Gruppe der Kinder zwischen fünf und elf Jahren. Mertens erklärt, die aktuellen Publikationen zeigten, dass Aussagen über Langzeitschäden kaum möglich seien.

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Corona: Stiko-Chef Mertens würde eigenes Kind nicht impfen lassen

Die Corona-Infektionen würden bei Kindern in der Regel harmlos verlaufen. Deshalb müsse man, so Mertens, umso sicherer sein, dass die Impfung auf Dauer für die Jüngsten auch gut verträglich sei.

Derzeit arbeitet die Stiko an einer Empfehlung für Kinder, stand zuletzt unter Druck, diese schnellstmöglich auszusprechen, nachdem die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) einen Kinder-Impfstoff für Fünf- bis Elfjährige freigegeben hat.

Stiko: Gesundheitsminister machen Druck für Kinder-Impfstoff

Auch die Gesundheitsminister der Länder drücken bei den Corona-Impfungen für Kinder gerade aufs Tempo. In einem einstimmig gefassten Beschluss forderten sie am Montag die EU-Kommission zu früheren Impfstofflieferungen auf – und bitten auch Stiko um eine „sehr zeitnahe“ Empfehlung für Kinderimpfungen. In allen Ländern sollen „unverzüglich“ Angebote für Kinderimpfungen, etwa besondere Impfstraßen, eingerichtet werden.

Wartet Mertens nun ab mit der Empfehlung der Kinder-Impfstoffe? „Sie wird sicher fertig sein, bevor der Kinder-Impfstoff in Deutschland verfügbar ist“, sagt er weiter. Er rechne mit der Fertigstellung der Empfehlung um den 11. Dezember.

Stiko-Chef Mertens: Datenlage für Kinder ist noch unklar

Man müsse derzeit noch herausfinden, erläutert er, was die Impfung der jungen Altersgruppe für das Fortschreiten der Pandemie bedeute. Ob es auf eine generelle Empfehlung für die Altersgruppe der Kinder von fünf bis elf herauslaufe, könne er noch nicht sagen.

Aber er sagt auch: Gegen die Empfehlung spreche die fehlende Datenlage, denn Daten aus den USA oder Israel, wo bereits Kinder geimpft werden, lägen noch nicht vor. Zudem sei sowohl die Krankheitslast der Kinder gering als auch das Risiko für Long Covid. (mg)