Ein schneller Einsatz, ein kurzer Nervenkitzel am Automaten oder per App. Aber was passiert, wenn aus dem harmlosen Spaß eine ernste Gefahr wird? Die Spielsucht ist eine Erkrankung, die hierzulande unzählige Menschen im Griff hat – häufig, ohne dass es ihnen bewusst ist.
Zocken bis zum RuinDiese Anzeichen für Spielsucht solltet ihr kennen

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Der Nervenkitzel als Falle: Das Gehirn reagiert auf Gewinnmomente mit einer Ausschüttung von Glückshormonen, die zur Sucht führen kann.
Diese Abhängigkeit kommt meist auf leisen Sohlen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Was als gelegentlicher Zeitvertreib anfängt, mündet nicht selten im Verlust jeglicher Kontrolle. Es existieren jedoch deutliche Alarmzeichen, die man unbedingt beachten sollte.
Alarmzeichen: Wenn das Zocken den Alltag beherrscht
Expertenseiten wie „arbeitskreis-spielsucht.de“ nennen diverse frühe Hinweise. Bist du oder eine Person aus deinem Umfeld in Gefahr? Achte auf die folgenden Verhaltensweisen:
Je mehr das Zocken das Leben dominiert, desto drastischer die Konsequenzen: Freundschaften gehen in die Brüche, die Gedanken drehen sich nur noch um den nächsten Einsatz, Schuldenberge wachsen. Ein ständiges Gefühl von Scham und Schuld macht sich breit. Unsicher? Eine erste Orientierung bieten Online-Selbsttests, etwa auf „check-dein-spiel.de“.
Der Weg da raus: Spielsucht ist behandelbar
Zahlreiche Betroffene schämen sich und wollen das Problem allein lösen – was meistens scheitert. Es existieren jedoch professionelle und gebührenfreie Hilfsangebote. Der entscheidende erste Schritt ist das Eingeständnis, dass das eigene Spielverhalten problematisch ist.
Die positive Botschaft der Landesfachstelle Glücksspielsucht NRW lautet: Eine Spielsucht kann therapiert werden! Mit professioneller Begleitung gelingt es vielen, ein Leben ohne Zocken zu führen. Anlaufstellen lassen sich häufig anonym per Telefon, Mail oder im Chat erreichen. Selbstverständlich gibt es auch die Möglichkeit für persönliche Treffen vor Ort.
Wie eine Beratung konkret aussieht
In den Gesprächen informieren die Experten über die Abhängigkeit und analysieren die persönliche Lage. Ein Kernpunkt ist häufig die Frage, welchen Zweck das Spielen für die Betroffenen erfüllt. Basierend darauf werden dann passende Maßnahmen entwickelt.
Dazu können Sofort-Interventionen gehören, beispielsweise eine Eigensperre für Spielhallen und Online-Casinos oder die Festlegung von Einsatzlimits. Häufig wird auch der Kontakt zu Angehörigen, einer Schuldnerberatung oder Unterstützung bei Therapieanträgen hergestellt.
Die telefonische Beratung vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) steht Spielenden sowie deren Angehörigen unter der Rufnummer 0800 1 37 27 00 gratis und anonym zur Verfügung (Mo-Do 10-22 Uhr, Fr-So 10-18 Uhr). (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

