Ein neuer Trend erobert die sozialen Medien: Tausende mischen sich einen Drink aus Skyr und Energy. Doch was als Protein-Booster gefeiert wird, hat eine gefährliche Kehrseite – besonders für junge Leute.
Gefährlicher TikTok-HypeWarum Experten vor der Mische aus Skyr und Energydrink warnen

Copyright: Christin Klose/dpa-tmn
Ein Shake aus Skyr und Energydrink ist zum neuen TikTok-Hype geworden.
Der Trend ist simpel: Skyr und ein Energydrink kommen in einen Shaker, werden kräftig geschüttelt und dann probiert. Geschmacklich soll das Ganze an Trinkjoghurt oder Proteinshakes erinnern. Der erhoffte Effekt: ein Energie- und Protein-Kick in einem. Aber wie gesund ist diese Mische wirklich?
Ernährungsexpertin: Eine Zutat top, eine flop
«Skyr selbst ist durchaus ein sinnvolles Lebensmittel», erklärt Daniela Krehl, Ernährungsexpertin von der Verbraucherzentrale Bayern, wie die dpa berichtet. Das isländische Milchprodukt ist cremig, fettarm und ein echter Eiweiß-Champion. «Skyr enthält rund 10 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm, ist sehr fettarm und sättigt gut», so Krehl. Es ist also kein Wunder, dass es bei Fitness-Fans längst im Kühlschrank steht.
Doch bei der zweiten Zutat schlägt die Expertin Alarm: Energydrinks. Diese enthalten oft Unmengen an Zucker – und vor allem Koffein. Bis zu 320 Milligramm pro Liter sind erlaubt, und die Hersteller reizen diesen Wert meist voll aus. Eine kleine 250-Milliliter-Dose enthält damit schon 80 Milligramm Koffein, etwa so viel wie eine kleine Tasse Kaffee.
Hoher Koffeingehalt: Darum sind Energydrinks für Kinder und Jugendliche tabu
Das Tückische: Zucker und Aromen überdecken den bitteren Koffeingeschmack. Die Folge: Oft bleibt es nicht bei einer Dose. Wer zu viel erwischt, riskiert fiese Nebenwirkungen wie Nervosität, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schweißausbrüche und sogar Herzrasen.
Besonders gefährdet sind Kinder und Jugendliche. Ihr Körper verträgt deutlich weniger Koffein. Ein gesundheitliches Risiko besteht schon, wenn sie mehr als 3 Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht aufnehmen. Die Verbraucherzentrale rechnet vor: Trinkt ein Jugendlicher mit 50 Kilo eine große 500-Milliliter-Dose, ist diese Grenze bereits überschritten.
Verbraucherschützer fordern daher schon lange ein Verkaufsverbot von Energydrinks an Minderjährige. Für Erwachsene gilt: nur in Maßen genießen.
Kein „Fatburner“: Was der Trend-Drink wirklich für die Fitness bringt
Und was ist mit dem Versprechen, ein „Fatburner“ zu sein? Auch hier winkt die Expertin ab. «Zwar stimmt es, dass Koffein den Stoffwechsel kurzfristig anregen kann. Studien zeigen, dass es den Energieverbrauch leicht erhöht und die Fettverbrennung – insbesondere in Verbindung mit körperlicher Aktivität – steigern kann», erklärt Daniela Krehl. «Der Effekt ist jedoch relativ klein und macht so ein Getränk noch lange nicht zu einem "Fatburner" oder Fitness-Getränk.»
Wer übrigens mal wieder vor einem leeren Skyr-Regal im Supermarkt steht, für den hat die Expertin einen einfachen Trick parat: «Magerquark mit etwas Milch oder Mineralwasser cremig rühren - dann hat er eine ähnliche Konsistenz wie Skyr.» Kleiner Bonus: Magerquark enthält sogar noch mehr Eiweiß. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

