Du isst Obst, rauchst nicht – und kriegst trotzdem Krebs? Eine neue Untersuchung sorgt für Fassungslosigkeit.
Schock-Studie für NichtraucherErhöht gesunde Ernährung das Lungenkrebs-Risiko?

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Ein MRT-Bild zeigt eine anatomisch normale Lunge auf einem Tablet.
Schock-Studie aus den USA! Eine alarmierende Untersuchung stellt bisherige Annahmen zur Gesundheit auf den Prüfstand. Wissenschaftler des USC Norris Comprehensive Cancer Center präsentierten ein verstörendes Ergebnis: Der Konsum von viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten kann bei Personen unter 50, die niemals geraucht haben, die Gefahr für Lungenkrebs steigern.
Eine Forschergruppe der University of Southern California um Dr. Jorge Nieva hat dazu eine brisante Vermutung. Der Hauptverdächtige: Pestizide! Rückstände von Spritzmitteln auf konventionell erzeugtem Obst, Gemüse und Getreide könnten die eigentliche Ursache sein. Gestützt wird diese Theorie durch die Tatsache, dass bei Landarbeitern, die mit Pestiziden in Kontakt kommen, höhere Lungenkrebsraten bekannt sind.
Alarmierende Entwicklung: Junge Frauen besonders gefährdet
Traditionell wurde Lungenkrebs mit älteren Personen (Diagnosealter im Mittel 71 Jahre), Männern und Rauchern in Verbindung gebracht. Zwar führen sinkende Raucherquoten seit Mitte der 1980er zu weniger Krebserkrankungen, doch eine schockierende Ausnahme bestätigt die Regel: Bei jungen Nichtrauchern, speziell bei Frauen unter 50, steigt die Zahl der Lungenkrebsdiagnosen jetzt sogar über die der Männer.
Um diesem Phänomen auf den Grund zu gehen, befragte das „Epidemiology of Young Lung Cancer Project“ 187 Betroffene, die ihre Lungenkrebs-Diagnose vor dem 50. Lebensjahr bekamen. Auffällig: Die Mehrheit hatte nie zur Zigarette gegriffen und wies eine Krebsform auf, deren biologische Merkmale sich von der durch Tabak ausgelösten Variante abheben. Schon eine Untersuchung aus dem Jahr 2021 hatte ergeben, dass sich die Lungenkrebs-Subtypen bei Menschen unter 40 von denen älterer Patienten unterscheiden.
Paradoxe Erkenntnis: Macht gesunde Ernährung krank?
Die Ergebnisse der aktuellen Untersuchung sind eindeutig: Die jungen, nichtrauchenden Lungenkrebspatienten erzielten einen durchschnittlichen „Healthy Eating Index“ (HEI) von 65 von 100 Punkten. Dieser Wert liegt deutlich über dem nationalen Durchschnitt in den USA von nur 57. Insbesondere Frauen zeigten innerhalb der Studie höhere HEI-Punktzahlen als Männer.
Genauer betrachtet, verzehrten die Studienteilnehmenden täglich durchschnittlich 4,3 Portionen dunkles grünes Gemüse und Hülsenfrüchte sowie täglich 3,9 Portionen an Vollkornprodukten. Im Gegensatz dazu nimmt der durchschnittliche US-Erwachsene lediglich 3,6 beziehungsweise 2,6 Portionen davon zu sich. Zur Einschätzung der Pestizidbelastung griffen die Forschenden auf publizierte Durchschnittsdaten für Lebensmittelgruppen zurück und verzichteten auf Tests einzelner Produkte.
Laut Dr. Nieva ist der nächste Forschungsschritt von entscheidender Bedeutung. Sein Team plant, die Pestizidkonzentrationen unmittelbar im Blut oder Urin der Patienten zu analysieren, um den Zusammenhang zu beweisen. Eine solche Analyse könnte zudem klären, ob spezifische Pestizide ein größeres Risiko bergen als andere.
Diese Forschung sei ein zentraler Baustein, um jene Umweltfaktoren auszumachen, die man verändern kann und die bei jungen Erwachsenen zu Lungenkrebs beitragen, erklärt Nieva. Die Erwartung ist, dass die Ergebnisse die Richtung für Gesundheitsempfehlungen an die Bevölkerung und für die zukünftige Krebsvorsorge vorgeben. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
