+++ EILMELDUNG +++ Diagnose da Abwehr-Alarm vor Achtelfinale: Nach Tah-Sperre droht auch Rüdiger-Ausfall

+++ EILMELDUNG +++ Diagnose da Abwehr-Alarm vor Achtelfinale: Nach Tah-Sperre droht auch Rüdiger-Ausfall

Beeindruckender WeltrekordWie lange kann man ohne Schlaf überleben?

Eine Frau liegt eingekuschelt im Bett.

Jeder Mensch muss schlafen: manche mehr, manche weniger.

Wie lange kann man ohne Schlaf überleben? Und ist chronischer Schlafmangel gefährlich? Die Antworten sowie weitere Tipps für einen gesunden Schlaf finden Sie hier.

von Sarah Istel (sai)

Schlaf ist wichtig, denn im Schlaf erholt und regeneriert sich unser Körper. Allerdings schlafen wir nicht immer gut – sei es durch Stress, eine Krankheit oder psychische Probleme. Manchmal schlafen wir aber auch zu wenig, weil wir abends gerne länger wach bleiben.

Schlafentzug kann jedoch einige negative Folgen haben. Doch wie lange kann man ohne Schlaf überleben? Und ist chronischer Schlafmangel gefährlich für unseren Körper? Kann man an Schlafentzug vielleicht sogar sterben? Wir klären auf.

Was passiert, wenn man nicht mehr schläft?

Wenn wir nicht mehr schlafen, zeigen sich schnell die ersten Symptome. Zuerst wird unsere Gedächtnisleistung schlechter, wir können uns also Dinge schlechter merken und können uns nicht mehr so gut konzentrieren. Dies kann zum Beispiel im Straßenverkehr gefährlich werden, weil unsere Reaktionszeit deutlich nachlässt. Auch die ersten körperlichen Anzeichen des Schlafdrucks zeigen sich schnell:

  1. Augenlider werden schwer und fallen fast zu
  2. Regelmäßiges Gähnen
  3. Kalte Hände und Füße
  4. Tunnelartiger Blick

Wenn wir länger als einen Tag wach bleiben, kommen noch andere Symptome dazu. Unser Körper fängt an, Stresshormone auszuschütten, wodurch der Puls und der Blutdruck steigt. Es können sogar Herzrhythmusstörungen auftreten. Wir können uns nicht mehr so klar ausdrücken, weil wir Wörter vergessen und den Faden verlieren. Außerdem fällt der Körper immer wieder in einen Sekundenschlaf, gegen den wir uns nicht wehren können.

Wer dann immer noch wach bleibt, der bekommt Halluzinationen und auch Angstzustände sind möglich. Man wird teilnahmslos und benommen und ist nicht mehr richtig ansprechbar. Dieser Zustand ist ohne fremde Hilfe jedoch kaum zu erreichen, da unser Körper sich normalerweise den Schlaf holt, den er braucht.

Kann man sterben, wenn man nicht mehr schläft?

Wenn man nicht mehr schläft, ist das zwar sehr schlecht für den Körper, aber man kann davon nicht sterben. Der Grund dafür ist, dass der Körper einen früher oder später dazu zwingt, zu schlafen. Allerdings kann vor allem dauerhafter Schlafmangel zu langfristigen Beeinträchtigungen führen, zum Beispiel:

  1. Gewichtszunahme und -abnahme
  2. Geschwächtes Immunsystem
  3. Kopfschmerzen
  4. Bluthochdruck
  5. Herz- und Nierenerkrankungen
  6. Diabetes

Normalweise ist es nicht schlimm, wenn man mal ein paar Stunden weniger schläft, weil sich das ganz gut ausgleichen lässt. Der Körper kann es schaffen, zu wenig Schlaf wieder aufzuholen, wenn es kein dauerhaftes Defizit gibt. 

Wie lange kann man wach bleiben?

Den inoffiziellen Rekord fürs Wachbleiben hält der 17-jährige Randy Gardner: Im Jahr 1965 blieb er bei einer Wissenschaftsveranstaltung insgesamt 264 Stunden wach, das sind elf Tage. 2007 schaffte es ein Brite, noch zwei Stunden länger wach zu bleiben, allerdings hatte das Guinness Buch der Rekorde diese Kategorie zu diesem Zeitpunkt wegen gesundheitlicher Risiken schon abgeschafft. 

Wie lange sollte man durchschnittlich schlafen?

Um Schlafmangel vorzubeugen, ist es wichtig, einen gesunden Schlaf zu entwickeln. Im Durchschnitt brauchen wir pro Nacht sechs bis acht Stunden Schlaf, um ausgeruht in den nächsten Tag starten zu können. Um richtig zu schlafen, sollte man allerdings noch andere Dinge beachten:

  1. Eine Abendroutine aufbauen: Wenn wir abends immer einen ähnlichen Ablauf haben, können wir schneller einschlafen.
  2. Kein Koffein und Alkohol: Abends sollte man keine aktivierenden Substanzen mehr zu sich nehmen, weil man sonst schlechter schläft.
  3. Zur gleichen Zeit schlafen gehen und aufstehen: Das sorgt für einen routinierten Schlaf-Wach-Rhythmus.
  4. Bildschirme aus: Fernseher und Handy signalisieren unserem Körper durch das Licht, dass es hell ist – dadurch fällt es uns schwerer, einzuschlafen.

Auch lesen: Gesunder Schlaf - diese Mythen über Schlaf sind falsch

Was kann ich tun, wenn ich Probleme beim Ein- und Durchschlafen habe?

Manchmal ist es gar nicht so einfach, schnell einzuschlafen oder die ganze Nacht durchzuschlafen. Schuld sind oft Stress oder bestimmte Gedanken und Gefühle, die uns unterbewusst beschäftigen. Auch psychische Krankheiten können Symptome wie Schlaflosigkeit mit sich bringen. Wenn einem abends bestimmte Dinge nicht mehr aus dem Kopf gehen, kann es helfen, diese aufzuschreiben. So macht man sich den Kopf frei und kann gleichzeitig den Notizblock wegpacken, um sich am nächsten Tag darüber Gedanken machen zu können.

Beim Einschlafen lohnt es sich auch, mal das Meditieren auszuprobieren: Einschlafmeditationen helfen dabei, den Körper zu beruhigen und die Gedanken von belastenden Gefühlen und Situationen zu lösen. Manchen helfen auch beruhigende Kräutertees, z.B. mit Baldrian.