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Warnung an alle ElternPflanzendrinks können bei Kindern zu Wachstumsstörungen führen

Pflanzendrinks auf einem Tablett

Copyright: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Pflanzendrinks wie Soja- oder Hafermilch haben ein anderes Nährstoffprofil als Kuhmilch und sind für Säuglinge ungeeignet.

Pflanzendrinks für Kinder: Achtung, es drohen Mängel!

Hafer, Soja, Reis – pflanzliche Milchalternativen sind total angesagt. Ob aus Tierliebe oder für den Klimaschutz, immer mehr Leute greifen zu. Aber dürft ihr die Drinks auch euren Kleinen statt Kuhmilch geben? Achtung! Für Kinder ist Milch oft ein zentraler Ernährungsbaustein und nicht bloß ein Spritzer im Kaffee.

Dennis Papanouskas, der am Universitätsklinikum Münster (UKM) die Schule für Diätassistenten leitet, legt Eltern dringend ans Herz, sich umfassend zu informieren. Sie sollten ärztlichen Rat suchen, bevor die Versorgung ihrer Kinder mit Kuhmilch eingeschränkt oder ganz beendet wird. „Im Ernstfall kommt es zu Wachstumsstörungen oder anderen Mangelernährungssymptomen“, warnt der Fachmann.

Für Babys sind Pflanzendrinks ein No-Go

Für Säuglinge ist die Regelung eindeutig: Reine Pflanzengetränke, die man im Laden findet, sind für sie absolut ungeeignet. Für Säuglingsanfangsnahrung als Ersatz für Muttermilch existieren strikte gesetzliche Nährstoff-Vorgaben. Laut Papanouskas können spezielle Präparate auf Sojabasis, welche diese Bestimmungen einhalten, eine Möglichkeit darstellen – aber ausschließlich diese!

Kleinkinder: Hier ist der richtige Drink entscheidend

Bei Kleinkindern können pflanzliche Drinks schon eher eine Funktion erfüllen. „Hier kommt es aber sehr stark auf die Unterschiede zwischen den einzelnen Pflanzendrinks an“, so Papanouskas. Ein wesentlicher Aspekt ist der Proteingehalt.

Getränke, die auf Hülsenfrüchten basieren – etwa Soja, Ackerbohnen oder Erbsen – liefern fast so viel Protein wie Kuhmilch. Im Gegensatz dazu enthalten Drinks aus Getreide wie Reis, Hafer oder Kokosnuss erheblich weniger. Papanouskas' Empfehlung an Eltern: Wählt eindeutig die proteinreichen Varianten für eure Kinder.

Das „Netzwerk Gesund ins Leben“ hebt aber noch etwas anderes hervor: Kuhmilch stellt nicht nur Protein bereit. Für Kinder in der Altersgruppe von ein bis drei Jahren ist sie vor allem eine wesentliche Quelle für Kalzium, Jod, Vitamin B2 und Vitamin B12. Bei einigen Pflanzengetränken werden diese Nährstoffe hinzugefügt – ein Blick auf die Inhaltsstoffliste gibt euch Klarheit.

Doch auch hier existieren Differenzen. Kalzium als Calciumcarbonat kann der Organismus besser verwerten als Tricalciumphosphat. Da sich die Zusätze häufig am Boden ablagern: Den Karton vor dem Genuss immer kräftig durchschütteln! Das Netzwerk rät zudem von Erzeugnissen ab, denen Zucker, Süßungsmittel oder Aromastoffe beigemischt sind.

Bio-Drinks: So könnt ihr fehlende Nährstoffe ausgleichen

Und nun der Haken: Bio-Pflanzengetränke dürfen laut Gesetz nicht mit Mikronährstoffen angereichert sein. Falls euer Kind Kalzium, Jod sowie die Vitamine B2 und B12 nicht über den Drink erhält, müsst ihr gezielt andere Nahrungsmittel in den Speiseplan einbauen. Das „Netzwerk Gesund ins Leben“ schlägt vor:

Darum ist ärztliche Aufsicht unverzichtbar

Selbst wenn ihr alle Ratschläge befolgt, empfiehlt Experte Papanouskas vom UKM, den Kinderarzt oder die Kinderärztin miteinzubeziehen. Es sei ratsam, die Blutwerte des Kindes überprüfen zu lassen. „Wenn eine Mangelernährung bei Erwachsenen auftritt, dann merken sie das häufig an trockener Haut, an Müdigkeit, Leistungsabfall. Dafür haben Kinder einfach noch nicht das gute Gespür und das ist von außen teilweise sehr schwer sichtbar“, erläutert der Diätassistent. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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