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Alarm im MundDiese Gefahr lauert auf eurer Zunge

Mann betrachtet seine Zunge im Spiegel

Copyright: Christin Klose/dpa-tmn

Wer sich regelmäßig gründlich die Zähne putzt und die Zunge mit einem speziellen Schaber reinigt, lässt schädlichen Ablagerungen kaum eine Chance.

Mundsoor ist kein Baby-Problem. Jeder Zweite trägt den Erreger in sich.

Ist Mundsoor nur eine Sache für Säuglinge und kleine Kinder? Falsch gedacht! Diese unangenehme Pilzerkrankung kann auch Erwachsene treffen. Laut Julia Thome, einer Zahnmedizinerin aus Köln vom Zahnmedizinzentrum Carree Dental, hat die Hälfte aller Menschen den verantwortlichen Erreger bereits in sich.

Aber es gibt eine positive Meldung: Glücklicherweise verursacht der Pilz bei den meisten Leuten keine Probleme. Häufig handelt es sich lediglich um eine weiße Schicht, die man beim Zähneputzen mühelos entfernen kann.

Falls die weißlichen Stellen jedoch wiederholt auf Zunge oder Schleimhaut erscheinen und womöglich ein brennendes Gefühl oder Schmerzen verursachen, ist ein Besuch beim Allgemein- oder Zahnmediziner ratsam. Dort wird mittels eines Abstrichs der Keim identifiziert. Die Therapie besteht in der Regel aus Lutschtabletten mit einem antimykotischen Wirkstoff, die über mehrere Tage eingenommen werden.

Was ihr selbst gegen den Pilz tun könnt

Zur Unterstützung der Behandlung wird empfohlen, den Konsum von zucker- und hefehaltigen Lebensmitteln sowie Getränken zu reduzieren, so berichtet die dpa. Spülungen mit verdünntem Apfelessig oder lauwarmem Salzwasser können ebenfalls nützlich sein. Zusätzlich wird geraten, eine dünne Schicht probiotischen Joghurts auf die befallenen Bereiche aufzutragen.

Sollte der Mundsoor-Befall länger andauern, könnte es zudem entscheidend sein, die Darmflora durch Medikamente und eine angepasste Ernährungsweise wiederherzustellen.

Was das Risiko für Mundsoor steigert

Laut der Spezialistin ist ein Grund für die unterschiedliche Häufigkeit der Infektion bei Menschen ein geschwächtes Abwehrsystem. Eine Begleiterscheinung von Stoffwechselleiden oder der Verwendung von Antibiotika kann ebenfalls Mundsoor sein. Stress steigert ebenso die Gefahr einer gestörten Mundflora.

Schließlich kann auch eine unzureichende Zahnpflege die Vermehrung des Pilzes fördern. Die Zahnmedizinerin erklärt: „Putze ich mir regelmäßig gründlich die Zähne und reinige zudem die Zunge mit einem speziellen Schaber, haben schädliche Ablagerungen kaum eine Chance“.

Ebenso stellen schlecht angepasste oder nicht richtig gereinigte Gebisse eine perfekte Brutstätte für Pilze dar. Die Regel lautet deshalb: Den Zahnersatz idealerweise nach jeder Mahlzeit sorgfältig säubern. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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