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Achtung, Gift kann tödlich seinGefährliches Insekt breitet sich in Gärten aus – das sollten Sie wissen

Eine Person arbeitet im Januar in Berlin an einer Wiese. Der giftige Ölkäfer breitet sich immer weiter in den deutschen Gärten aus.

Eine Person arbeitet im Januar in Berlin an einer Wiese. Der giftige Ölkäfer breitet sich immer weiter in den deutschen Gärten aus.

Nur gucken, aber bloß nicht anfassen, denn dieser Käfer ist hochgiftig! Das Insekt breitet sich immer weiter in Deutschland aus, warnen Fachleute.

von Nina Naunheim (nmn)

Mit den steigenden Temperaturen fängt auch die Gartensaison wieder an. Aber aufgepasst: Im Gras lauert vielleicht ein giftiger Käfer. Mit seiner schwarz-glänzenden oder auch violetten Farbe ist der Ölkäfer eigentlich ganz schön anzusehen. Doch das ein bis drei Zentimeter große Insekt ist sehr giftig. 

Aber was macht ihn so giftig? Der kleine Käfer bildet einen giftigen Stoff namens Cantharidin an seinen Beinen, um sich vor Fressfeinden wie den Ameisen zu schützen. Jedoch ist das Gift auch eine Gefahr für Menschen – kommt man mit der Flüssigkeit in Berührung, kommt es zu starken Reizungen. Beim Verschlucken der Substanz kann es sogar zum Nierenversagen und im schlimmsten Fall bis zum Tod führen, berichtet die Deutsche Wildtier Stiftung.

Ölkäfer breitet sich in Deutschland aus

Vor allen Dingen die Menschen im Südwesten sollten Vorsicht walten lassen: Der Schwarzblaue Käfer hat im Mai Hochsaison und liebt Flüsse wie den Rhein, den Neckar und die Donau. In Baden-Württemberg wurden laut dem Naturschutzbund (Nabu) etwa 15 Arten des Käfers gefunden. Aber auch andere deutsche Gebiete seien betroffen. 

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Teilweise musste bereits einzelne Gebiete dichtgemacht werden. Teile eines Schulhofs in Schleswig-Holstein wurden nach Sichtung des Ölkäfers aus Sicherheitsgründen zeitweise gesperrt. 

Wichtig: Falls es doch zu einer Berührung mit dem Insekt kommen sollte, muss die Stelle zunächst gekühlt werden. Beim Verschlucken des Tieres muss unverzüglich der zuständige Giftnotruf informiert werden.

Das kann in NRW zum Beispiel die Informationszentrale gegen Vergiftungen der Uniklinik Bonn sein: 0228/192 40.

Ausbreitung des Ölkäfers bereits an Ost- und Nordsee

Auch die Urlaubsidylle an der Nord- und Ostsee wurde bereits durch den Käfer gestört. Wer also gern lange Strandspaziergänge unternimmt oder durch die Naturschutzgebiete der Küstenregionen läuft, sollte sich in Acht nehmen vor dem giftigen Insekt. (nmn)