Ebola-Tragödie im Kongo: Über 100 Tote, kein Impfstoff
Tödliches Virus wütetSchon 101 Ebola-Tote im Kongo – es gibt keinen Impfstoff

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Bei der Bekämpfung des derzeitigen Ebola-Ausbruchs stehen die Helfer vor vielen Herausforderungen. (Archivbild)
Die Ebola-Tragödie in der Demokratischen Republik Kongo eskaliert weiter. Die Zahl der bestätigten Todesopfer durch das Virus ist auf 101 geklettert. Das gab das Informationsministerium des zentralafrikanischen Staates via der Plattform X bekannt. Bis Sonntag wurden demnach 550 Infektionen offiziell erfasst. Während 309 Menschen in Kliniken oder in Isolation betreut werden, gibt es einen winzigen Lichtblick: 19 Patienten sollen sich auf dem Weg der Genesung befinden.
Gegen diesen Ebola-Typ gibt es weder Impfstoff noch Therapie
Bei Ebola-Fieber handelt es sich um eine potenziell tödliche Erkrankung. Das Virus verbreitet sich durch Körperkontakt sowie den Kontakt mit Flüssigkeiten von Infizierten. Die Eindämmung des jetzigen Ausbruchs gestaltet sich als extrem schwierig. Der Grund: Für den hier wütenden Ebola-Stamm vom Typ Bundibugyo fehlt es bislang sowohl an einer Impfung als auch an einer spezifischen Behandlungsmethode.
Um die Verbreitung der Seuche zu stoppen, fordert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen entscheidenden Schritt: 90 Prozent aller Kontaktpersonen von Erkrankten müssen ausfindig gemacht und beobachtet werden. Doch die Realität hinkt hinterher. Die Kontaktverfolgung erreicht, so teilt das Ministerium in Kinshasa mit, aktuell nur einen Wert von circa 64 Prozent.
Helfer in Konfliktregion zusätzlich in Gefahr
Das Epizentrum der aktuellen Welle liegt in der nordostkongolesischen Provinz Ituri. Die dortige medizinische Infrastruktur ist bereits unter normalen Umständen mangelhaft. Eine zusätzliche Bürde für die Helfer ist die gefährliche Lage in der Konfliktregion, wo verschiedene bewaffnete Gruppierungen ihr Unwesen treiben. (dpa/red)
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