Die Urlaubs-FalleDarum macht Sie das Smartphone in der Freizeit nur noch kaputter

Im Urlaub ständig das Smartphone zücken ist eher keine gute Idee

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Im Urlaub ständig das Smartphone zu zücken, ist keine gute Idee.

Urlaub, aber der Akku ist leer? Ein Experte schlägt Alarm: Das Dauerscrollen am Smartphone ist Gift für die Seele und keine wirkliche Pause.

Ein anstrengender Job ist vorbei, ab auf die Couch und das Smartphone gezückt. Das fühlt sich an wie die verdiente Auszeit, doch oft ist es nur ein Weglaufen, das uns am Ende noch kaputter macht. Für dieses Phänomen hat der Psychologe Andrés Galemiri von Prisma Psicología einen treffenden Begriff geprägt: „nutzlose Erholung“. Er beschreibt damit Beschäftigungen, die wenig geistige Kraft kosten, aber unsere Energiereserven trotzdem nicht wieder füllen.

Wenn wir stundenlang Serien schauen oder uns durch unzählige Kurzvideos wischen, wird unser Verstand lediglich ruhiggestellt, eine echte Regeneration findet aber nicht statt. „Wir haben kein An- und Aus-Knopf in unserem psychischen Apparat: Alles, was wir durchs Jahr schleppen, verschwindet nicht einfach, weil der Urlaub beginnt“, erläutert Galemiri. Gerade Personen mit Depressionen oder ausgeprägten Angstzuständen ist diese permanente Abgeschlagenheit vertraut, auch ohne große körperliche Anstrengung. Das berichtet „fr.de“.

Falsche Entspannung: Warum das Handy den Kopf nicht freimacht

Viele glauben fälschlicherweise, dass Ausruhen mit Nichtstun gleichzusetzen ist. Aber wer geistig von der Bildschirmarbeit erschöpft ist, dem hilft das Handy auf dem Sofa überhaupt nicht weiter. Der Kopf verlangt stattdessen nach einer wirklichen kognitiven Unterbrechung – ein Gang nach draußen an die frische Luft oder das Zubereiten einer Mahlzeit können hier wahre Wunder bewirken.

Wenn die Seele leidet, ist das Zusammensein mit Freunden und der Familie deutlich heilsamer als das Zurückziehen zu Hause. Es ist also entscheidend, für jede Form der Müdigkeit die passende Regenerationsmethode zu wählen.

Der Psychologe bezieht sich hier auf den Denker Byung-Chul Han und dessen Konzept der „Müdigkeitsgesellschaft“. Laut Han erzeugen wir permanenten inneren Druck und verlernen durch den Zwang zur ständigen Selbstverbesserung das spielerische Nichtstun. „Nicht jedem hilft eine zweiwöchige Reise“, stellt der Experte klar. Eine weite Tour nach Südostasien kann für einige Leute mehr Anspannung als Erholung bedeuten.

Nach Ansicht des Fachmanns besteht die Lösung darin, eine tiefgehende, gelassene Erschöpfung wieder zu entdecken, die Platz für Nachdenklichkeit schafft. Anstelle des ständigen Produktivitätsdrangs sollten Menschen wieder lernen, Langeweile auszuhalten, Aufgaben ohne Hektik zu erledigen und Unterbrechungen zu schätzen. Entscheidend ist letztlich der aufrichtige Wille zur Regeneration, nicht bloß das Davonlaufen vor der Wirklichkeit. (red)

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