ChecklisteDie richtige Erstausstattung für Hunde & Welpen

Ein Labradorwelpe spielt mit einem blauen Ball.

Wer sich einen Hund zulegen möchte, braucht einiges an Zubehör.

Ein Welpe zieht ein? Wir verraten, was unbedingt zur Erstausstattung für den Hund dazu gehört und auf was Sie ruhig verzichten können. Hier kommen die besten Tipps für anstehende Hundeeltern.

von Sarah Istel (sai)

Die Entscheidung, sich einen Hund zuzulegen, muss wohlüberlegt sein – denn ein Haustier ist eine lebenslange Verantwortung, kann viel Arbeit machen und vor allem Geld kosten. So kann die Anschaffung eines Welpen schnell teuer werden, denn es braucht einiges an Zubehör.

Aber was genau braucht man wirklich, wenn man sich einen Hund holen möchte? Hier erfahren Sie, was Sie für die Erstausstattung beim Hund wirklich benötigen und was Sie vorerst weglassen können.

1. Erstausstattung Hund: Zubehör für den Transport

Bereits beim Abholen des Hundes fängt es an. Das richtige Transportzubehör ist sehr wichtig und gehört definitiv zur Erstausstattung, damit das neue Familienmitglied auf vier Pfoten auch sicher zu Hause ankommt und weiteren Fahrten nichts im Weg steht. Es ist sogar gesetzlich festgehalten, dass Hunde während der Fahrt richtig gesichert werden müssen.

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Am besten eignet sich dafür eine stabile Transportbox, in der sich der Hund auch bewegen kann. Alternativ können kleinere Hunde auch auf dem Rücksitz mit einem Geschirr angeschnallt werden.

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Kleiner Tipp: Nicht alle und vor allem viele jüngere Hunde sind ans Autofahren gewöhnt. Deswegen sollten Sie anfangs immer ein paar Tücher und leicht zu reinigende Unterlagen mitnehmen. Außerdem sollten Sie immer ein paar Kotbeutel mitnehmen, falls Ihr Hund sich erleichtern muss. 

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2. Erstausstattung Hund: Leine und Halsband

In der Erstausstattung für den Hund darf auf keinen Fall das richtige Halsband oder Geschirr* und eine passende Leine fehlen. Falsch ist es, hier nur nach der Optik zu gehen – wichtig ist die Funktionalität. Bei Welpen bietet sich zuerst ein Geschirr an, welches gut sitzt (also nicht an unpassenden Stellen drückt oder zwickt) und am besten größenverstellbar ist, da junge Hunde sehr schnell wachsen.

Die Leine sollte nicht zu schwer, aber trotzdem robust und reißfest sein. Neben den herkömmlichen Leinen gibt es auch lange Schleppleinen, die Sie sehr gut für anfängliches Training im Freien benutzen können, oder Flexi-Leinen, die ebenfalls länger sind, aber sich von alleine aufrollen. 

Für die dunklere und kältere Jahreszeit bietet es sich außerdem an, sich für die Erstausstattung beim Hund ein Leuchthalsband und einen Hundemantel zuzulegen, weil viele Hunde, vor allem kurzhaarige Rassen, schnell frieren. Durch das Leuchthalsband können Sie z.B. von anderen Passanten oder auch Autofahrern besser gesehen werden. Eine Leckerli-Tasche ist ebenfalls gut für kleine Trainingseinheiten und Belohnungen. 

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Ein Jack Russel Terrier trägt einen gelben Regenmantel.

Neben einem Wintermantel können Sie den Hund mit einem Regenmantel auch vor kalter Nässe schützen. Sehr praktisch im Herbst!

3. Erstausstattung Hund: Die richtigen Näpfe

Für die Erstausstattung benötigen Sie passende Futter- und Wassernäpfe*. Am besten eignen sich Näpfe aus einem langlebigen Material, zum Beispiel Edelstahl. Die Näpfe sollten Sie auf eine rutschfeste und leicht zu reinigende Unterlage stellen. Außerdem sollten Sie mehrere Trinkplätze im neuen Zuhause anbieten.

4. Erstausstattung Hund: Das brauchen Hunde zum Ruhen

Hunde sind richtige Schlafmützen: Sie schlafen bis zu 14 Stunden am Tag und Welpen schlafen noch länger. Deswegen ist es wichtig, dass der Hund einen festen und gemütlichen Ruheort hat, in diesem Falle ein Hundebett oder ein Hundekörbchen.

Das Material sollte gut waschbar sein. Viele Vierbeiner freuen sich auch über eine kuschelige Decke und ein gemütliches Kissen an ihrem Rückzugsort. Wichtig: Das Körbchen oder das Bett sollte groß genug sein, der Hund sollte sich darin ganz ausstrecken können.

Sinnvoll ist es ebenfalls, den Hund an eine Hundedecke zu gewöhnen. So kann er sich auch an anderen Orten, z.B. in einem Restaurant oder bei Verwandten zurückziehen.

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Ein Beagle schläft mit mehreren Spielzeugen neben ihm in seinem Hundebett.

Ein Hund sollte sich in seinem Hundebett voll ausstrecken können.

5. Erstausstattung Hund: Spielzeug

Spielzeug ist wichtig, um den Hund auszulasten und körperlich sowie geistig zu fordern. Vor allem Welpen sind aber meistens sehr ungestüm und gehen eher zerstörerisch mit ihrem Spielzeug* um, deswegen sollte es sehr robust sein. Gut eignen sich Taue, spezielle Kuscheltiere für Hunde und andere Wurfspielzeuge.

Es gibt auch Intelligenzspielzeuge und Spielzeuge, mit denen man gut trainieren kann – die Auswahl ist riesig. Man kann sich nach und nach mehr zulegen, aber bei der Erstausstattung sollten bereits ein paar Spielzeuge vorhanden sein.

6. Erstausstattung Hund: Pflegeutensilien

Für die Fellpflege ist eine gute Bürste* sehr wichtig. Wenn Sie Ihren Hund regelmäßig bürsten, verhindert das nicht nur, dass sich der Hund wegen vieler loser, juckender Haare unwohl fühlt, sondern hält auch die Wohnung sauberer, da weniger Haare herumfliegen. Außerdem stärkt das Bürsten die Bindung zwischen Hund und Halter.

In der Regel müssen Hunde nicht gebadet werden, aber die Vierbeiner haben manchmal auch Quatsch im Kopf und wälzen sich gerne mal im Dreck oder in der nächsten Pfütze. Dafür gibt es dann spezielles Hundeshampoo, mit dem der Hund gebadet werden kann.

Ein Hund wird gebadet.

Nicht alle Hunde mögen es, gebadet zu werden – aber manchmal führt kein Weg daran vorbei.

Da Hunde ihre Krallen nicht wie Katzen an einem Kratzbaum wetzen, müssen sie regelmäßig gekürzt werden. Das geht mit einer Krallenschere*, oder (für den Anfang etwas geeigneter) mit einem Krallenschleifer. Zum Krallen schneiden braucht es etwas Übung, da es für den Hund schnell schmerzhaft und blutig werden kann, wenn zu viel abgeschnitten wird.

Hier bietet es sich an, erstmal einen Tierarzt aufzusuchen und sich dabei helfen zu lassen. Apropos Tierarzt: Von ihm sollte man sich anfangs auch beraten lassen, was regelmäßige (Vorsorge-)Behandlungen und die eigene Hausapotheke angeht.

7. Erstausstattung Hund: Das richtige Hundefutter

Ohne Futter ist die Erstausstattung noch nicht komplett. Auch hier gibt es viele verschiedene Möglichkeiten: Manche Hundebesitzer geben Nassfutter, andere Trockenfutter und wieder andere Barfen ihre Hunde. Meistens können die Vorbesitzer, Züchter oder der Tierarzt aushelfen, wenn man anfangs unsicher ist. Hier noch eine kleine Übersicht:

  1. Nassfutter: Nassfutter hat einen hohen Wasseranteil und wird von den meisten Hunden gut angenommen und ist oft gut verträglich.
  2. Trockenfutter: Trockenfutter ist getrocknetes Futter und dadurch länger haltbar. Es sollte mit genügend Wasser angeboten werden, kann aber auch gut mit Nassfutter im Wechsel gefüttert werden.
  3. Barfen: Barfen ist das Füttern von rohem Fleisch und ist somit etwas kostspieliger, wird aber auch von vielen Hunden gut angenommen.
  4. Kauknochen: Für die Zahnhygiene und den natürlichen Kautrieb des Hundes ist es wichtig, ihm regelmäßig einen Kauknochen zu geben.
  5. Leckerli: Leckerlis können gut zur Belohnung, zum Beispiel im Training, eingesetzt werden.

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Eine französische Bulldogge versucht, ein Leckerchen zu fangen.

Mit den richtigen Leckerchen kann man Hunde gut trainieren und ihnen einige Tricks beibringen.

8. Sonstiges Zubehör für die Erstausstattung beim Hund

Meistens fällt einem erst das nötige Zubehör ein, wenn man es braucht. Hier ist deshalb eine Liste mit Dingen, die Sie vielleicht nicht von Anfang an, aber wahrscheinlich früher oder später brauchen werden oder die beachtet werden müssen:

  1. Eine Zeckenzange, falls der Hund nach dem Spielen im Gras eine mit nach Hause bringt – dafür muss man nicht sofort zum Tierarzt.
  2. Ein Welpengitter, falls der Hund am Anfang nicht in bestimmte Räume gehen darf.
  3. Ein Maulkorb, weil er an bestimmten Orten in manchen Bundesländern angelegt werden muss.
  4. Giftige Pflanzen sollten außer Reichweite gestellt oder entfernt werden. Hunde knabbern vor allem bei Langeweile viele Sachen an.

Erstausstattung Hund: Darauf müssen Besitzer rechtlich achten

Zu der Erstausstattung gehören auch rechtliche Dinge dazu, wie die Hundemarke. Diese weist nach, dass man für den Hund die Hundesteuer bezahlt. Meistens befestigen Hundebesitzer die Marke am Halsband, aber weil die Marke für den Hund sehr laut beim Laufen klappern kann, kann man sie beispielsweise auch an den Schlüsselbund hängen.

Checkliste: Erstausstattung Hund

Zusammenfassend haben wir noch einmal in einer Checkliste zusammengeschrieben, was Sie für die Erstausstattung eines Hundes benötigen:

  1. Transportbox
  2. Halsband oder Geschirr und Leine
  3. Optional: Hundemantel & Leuchthalsband für den Winter
  4. Futter- und Wassernäpfe
  5. Hundebett und Decke zum Kuscheln
  6. Spielzeug
  7. Bürste
  8. Hundeshampoo
  9. Krallenschere
  10. Hundefutter
  11. Zeckenzange
  12. Optional: Welpengitter

Welpen Starter Set: Gibt es zusammengestellte Sets für die Erstausstattung?

Teilweise findet man im Internet Angebote für eine Erstausstattung für Hunde, aber diese lohnen sich eher selten. Besser ist es, die Ausstattung persönlich auf den Hund anzupassen und nur die Dinge zu kaufen, die man anfangs wirklich braucht.

Außerdem sollte man auf Qualität achten. Auch, wenn das ganze Zubehör teuer und ein billigeres Angebot verlockend ist, macht sich qualitativ hochwertiges Zubehör auf lange Sicht bezahlbar und muss seltener nachgekauft werden.

Wie viel kostet die Erstausstattung für einen Hund?

Wegen der Qualitätsunterschiede kann auch der Preis für die Erstausstattung deutlich variieren. Aber durchschnittlich liegt er bei circa 300 Euro. Wer sparen will, kann sich auch nach gebrauchten Artikeln, wie einer noch gut erhalten Transportbox, umschauen. Manchmal können auch Sachen vom Vorbesitzer übernommen werden.