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Schutz fürs Kinder-HandyExperten verraten, welche Einstellungen Eltern kennen müssen

Ein Mädchen nutzt ein Smartphone

Copyright: Mascha Brichta/dpa Themendienst/dpa-tmn

Die meisten Kids sind überglücklich, wenn sie ihr erstes eigenes Smartphone bekommen. Auf Eltern kommen nun aber einige neue Aufgaben zu.

Erstes Handy fürs Kind? So macht ihr es wirklich sicher.

Das erste eigene Handy – für viele Kinder ein Riesentraum, für Eltern oft ein Albtraum. Zwischen Kostenfallen, ungeeigneten Inhalten und Kontakt zu Fremden lauern viele Gefahren. Doch mit den richtigen Einstellungen und klaren Regeln könnt ihr euer Kind schützen.

Ein Smartphone gehört für viele Kinder schon früh zum Alltag. Laut einer Studie von Bitkom Research aus dem Jahr 2025 nutzen es bereits Kids ab etwa sieben Jahren. Ihr erstes eigenes Gerät bekommen Mädchen und Jungen demnach meist mit neun Jahren. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit sieht dieses Alter aber als absolute Untergrenze und empfiehlt, Kindern „besser frühestens ab zwölf Jahren, ein eigenes Smartphone mit eingeschränktem Internetzugang zu überlassen“.

Ob ein Kind wirklich reif für ein eigenes Smartphone ist, hängt aber stark von seiner persönlichen Entwicklung ab. Eine Checkliste der EU-Initiative Klicksafe kann euch helfen, den richtigen Zeitpunkt zu finden.

Diese Schutzfunktionen hat jedes Handy schon an Bord

Die gute Nachricht: Ihr müsst nicht bei null anfangen. „Viele Betriebssysteme von Smartphones verfügen über integrierte Jugendschutz- und Familienfunktionen“, erklärt Leah Schrimpf vom IT-Branchenverband Bitkom. Dazu gehören zum Beispiel Bildschirmzeitbegrenzungen, Altersfreigaben für Apps, Inhaltsfilter gegen ungeeignete Webseiten und Sperren für teure In-App-Käufe.

Wie ihr das alles Schritt für Schritt einrichtet, zeigen leicht verständliche Anleitungen auf der Seite „Medien-kindersicher.de“. Alexander Spier vom Computerfachmagazin „c't“ rät: „Ideal sei es, auf dem Handy ein separates Kinderkonto zu erstellen, das mit dem der Eltern verknüpft ist.“ So behaltet ihr die Aktivitäten eurer Kinder im Blick.

Zusätzlich könnt ihr Filter im Router oder Jugendschutzfunktionen direkt in Apps wie Social-Media-Diensten aktivieren. Meistens, so Spier, „sind aber die Kindersicherungen der Betriebssysteme ausreichend“.

Das große Sicherheits-Briefing für euer Kind

Auch das sicherste Handy nützt nichts ohne klare Regeln und ein offenes Gespräch. Bevor euer Kind loslegt, solltet ihr es für die größten Gefahren sensibilisieren. „Kinder sollten sensibilisiert werden, persönliche Daten zu schützen und keine unbekannten Kontakte unkritisch zu akzeptieren“, rät Schrimpf.

Besonders wichtig sind starke Passwörter. Alexander Spier empfiehlt: „Passwörter sollten mindestens zwölf Zeichen haben, komplex sein und aus einer Kombination von Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen.“

Ein heikler Punkt ist die Standortfreigabe. Deaktiviert sie, wo immer es geht. „Das verhindert unerwünschte Überwachung durch Datenhändler und bestimmte Konzerne, die detaillierte Bewegungsprofile erstellen“, warnt Spier. Auch WLAN und Bluetooth sollten bei Nichtnutzung aus sein. Haltet zudem die Software immer aktuell und redet mit eurem Kind darüber, niemals Fotos oder Videos mit Fremden zu teilen.

Technik ist nicht alles: Reden ist Gold

Technische Sperren sind nur ein Baustein. „Entscheidend ist eine offene Kommunikationskultur in der Familie und ein schrittweises Heranführen an die Smartphone-Nutzung“, betont Leah Schrimpf. Digitale Erziehung bedeute nicht nur begrenzen, sondern vor allem begleiten.

Nutzt das Gerät am Anfang gemeinsam, erklärt die Funktionen und sprecht über Inhalte. Klärt euer Kind über Gefahren wie Cybergrooming, Cybermobbing oder Phishing-Mails auf. Das Wichtigste, so Alexander Spier: „Kinder sollten wissen, dass sie sich bei Sachen, die ihnen beim Nutzen des Smartphones seltsam vorkommen, immer an ihre Eltern wenden können.“

Digitale Angebote und die Nutzungsgewohnheiten ändern sich rasant. „Daher sollten Eltern Einstellungen regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls anpassen“, rät Leah Schrimpf. Nur so bleibt das Smartphone ein nützlicher Begleiter und wird nicht zur Gefahr. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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