Darum ist Ihr altes Handy eine tickende Zeitbombe.
Gefahr in der SchubladeDarum kann der Akku deines alten Handys plötzlich Feuer fangen

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Lieber weg damit: Alte Smartphones, Telefone und andere Elektronikgeräte sollten nicht zu lange daheim lagern. Im Recycling sind sie besser aufgehoben.
Wer kennt das nicht? Das alte Handy ist ausgemustert, aber zum Wegwerfen zu schade. Doch Achtung: Was da jahrelang in der Kommode schlummert, kann sich zu einer echten Gefahr entwickeln. Der Akku wird zur tickenden Zeitbombe.
Dieses Problem betrifft nicht nur Smartphones. Alle Geräte mit Lithium-Ionen-Akkus, die man lange nicht benutzt, sind betroffen. Denken Sie an Werkzeuge im Schuppen oder in der kühlen Garage. Denn das Alter, aber auch große Hitze oder starker Frost, greifen die Batterien an. Das kann die Akkuzellen schwer beschädigen.
Alte Akkus: Eine oft ignorierte Feuerquelle
Davor warnt auch das Institut für Schadensverhütung: Im schlimmsten Szenario entzündet sich ein so beschädigter Akku. Ein Feuerrisiko, das viele Menschen bei sich zu Hause haben, vielleicht sogar im Nachttisch. Wie kann man sich davor schützen? Die Antwort ist simpel: durch die richtige Pflege und vor allem die fachgerechte Entsorgung.
Am sichersten bewahrt ihr Lithium-Ionen-Akkus auf, wenn ihr Ladezustand zwischen 40 und 60 Prozent liegt. Das Umfeld muss trocken sein und die Temperatur sollte sich zwischen 0 und 45 Grad bewegen. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) gibt zusätzlich den Tipp, den Akkustand regelmäßig zu checken. So wird eine schädliche Tiefenentladung vermieden.
So sichert ihr euch und euer Heim ab
Ein ganz entscheidender Punkt: Batterien immer auf einer feuerfesten Oberfläche laden und aufbewahren. Haltet sie außerdem von brennbaren Materialien fern. Ein einfacher Teller aus Keramik oder eine spezielle feuerfeste Tasche sind dafür ideal.
Wenn das alte Gerät endgültig weg muss, habt ihr verschiedene Optionen. Funktionstüchtige Handys lassen sich oft noch für ein paar Euro auf Online-Plattformen verkaufen. Die Verbraucherzentrale legt den Privatverkauf nahe, weil dort in der Regel mehr Geld zu holen ist. Oft ist auch ein Tausch mit Verrechnung möglich, wenn man sich ein neues Modell zulegt.
Wichtiger Schritt: Schützt eure privaten Daten
Ganz gleich, für welchen Weg ihr euch entscheidet: Bringt das Gerät immer in den Werkszustand zurück! Nur so schützt ihr eure privaten Informationen, Bilder und Accounts vor dem Zugriff durch Fremde. Ein Detail, das viele vergessen, das aber für eure Sicherheit unerlässlich ist.
Was viele gar nicht auf dem Schirm haben: Große Elektronikgeschäfte, Händler und sogar Supermärkte sind verpflichtet, kleine Geräte wie Handys gratis zurückzunehmen. Dafür müsst ihr dort nicht einmal etwas Neues kaufen. Alternativ nehmen auch die kommunalen Wertstoffhöfe und Sammelstellen alte Akkus und Apparate an.
Auf gar keinen Fall dürfen Elektrogeräte in den normalen Restmüll. Die Materialien darin sind kostbar und für das Recycling wichtig. Außerdem können die Batterien bei der Müllverarbeitung Feuer fangen und damit Menschen und teure Maschinen in Gefahr bringen. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
