Wo in Italien befindet sich die Seufzerbrücke? Das war zwar nicht die offizielle 32.000-Euro-Frage für die Kandidatin am Montagabend, doch die richtige Antwort auf Jauchs Zwischenbemerkung hätte sie vor einer fatalen Entscheidung bewahrt.
„Zu 80 Prozent sicher“Zusatzjoker lässt „Wer wird Millionär?“-Kandidatin tief stürzen

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Von der 32.000-Euro-Marke plumpste Katharina Heun unsanft auf 500. Ihr Zusatzjoker hatte sie auf eine falsche Fährte gelockt. (Bild: RTL)
Katharina Heun aus Lauf an der Pegnitz ist Logistikdirektorin bei Adidas. Schon bei der 100-Euro-Marke stand sie zum ersten Mal auf dem Schlauch: „Geht's im Sprechgesang um das Geschäft mit dem ´schwarzen Gold´, dann ist wohl das Thema des ...?“ Butter Schmalz, Brat Fett, Raps Öl, Marga Rine? Der Publikumsjoker war zu 95 Prozent für „Raps Öl“. Noch immer begriff Heun das Wortspiel nicht: Mit „Sprechgesang“ war „Rap“ gemeint.

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David Kurbel, Psychologe und systemischer Coach aus Berlin, erspielte 32.000 Euro. (Bild: RTL)
Günther Jauch wollte nun über das Privatleben plaudern: Schon mit 15 Jahren verbrachte die Kandidatin ein Schulauslandsjahr in China. Der Schulalltag dort sei „anders“, berichtete sie: 7:30 bis 9 Uhr abends, sechs Tage die Woche! Günther Jauch grinste schief: „Ein Hinweis nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch für unsere Pädagogen im Lande.“
4.000 Euro wert: „Von welchem Kultfilm kam 2026 nach rund 20 Jahren ein zweiter Teil in die Kinos?“ Forrest Gump, Fight Club, Der Teufel trägt Prada, Pretty Woman? Katharina Heuns Vermutung: Antwort C. Sie wollte mit dem Telefonjoker absichern. Der bestätigte ihre These.
Verwirrung bei „Wer wird Millionär?“: Was macht der Papst in Venedig?

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Hendrik Renninghoff, Projektmanager Klimaschutz in der Stadtverwaltung Soest, ging mit 8.000 Euro. (Bild: RTL)
Die 32.000-Euro-Marke: „Noch vor dem ersten öffentlichen Auftritt führt der Weg für einen soeben gewählten Papst zunächst mal ...?“ über die Seufzerbrücke, in die Kammer der Tränen, zum Baum der Erkenntnis, durch das Tal des Todes? Katharina Heun musste passen. Der Zusatzjoker sollte helfen. Nur wenige im Saal standen auf. „Das Publikum werden wir in der nächsten Werbepause ersetzen“, drohte Günther Jauch schelmisch.

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Axel Pante sammelt kuriose Souvenirs seiner OPs - unter anderem den eigenen Blinddarm. Er erspielte 8.000 Euro. (Bild: RTL)
Katharina Heun entschied sich für eine junge Dame, die „relativ sicher“ annahm, dass es um die Seufzerbrücke ging. „Die anderen Antworten ergeben für mich keinen Sinn“, erklärte sie. „Wo ist denn die Seufzerbrücke?“, bohrte Günther Jauch nach. Das konnte der Joker nicht beantworten. „Und da schnauft der Papst nochmal durch?“, hakte der Moderator nochmal nach. Trotz Jauchs Verunsicherungsversuchen blieb die Dame standhaft: Sie sei „zu 80 Prozent sicher“.
Katharina Heun schnaufte tief. „Das war jetzt ein Seufzer von Ihnen. Ich möchte ja nicht, dass Sie sich am Ende in einer Kammer der Tränen befinden“, scherzte Jauch, „ehe Sie gleich zum Baum der Erkenntnis gelangen werden, ohne danach das Gefühl zu haben: Ich bin im Tal des Todes gewesen“.

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Tabea Gottstein aus Karlsruhe ging mit 500 Euro. (Bild: RTL)
Wollte Jauch die Kandidatin warnen? Falls ja, war dies vergeblich; Katharina Heun vertraute ihrem Joker und machte den schicksalshaften Fehler. Die Seufzerbrücke ist nicht in Vatikanstadt, sondern in Venedig, klärte Jauch auf. Gefragt gewesen wäre „in die Kammer der Tränen“. Die Kandidatin fiel auf 500 Euro!
So erging es den anderen „Wer wird Millionär?“-Kandidaten
David Kurbel aus Berlin ist Psychologe und systemischer Coach. Er erspielte 32.000 Euro. Hendrik Renninghoff, Projektmanager Klimaschutz in der Stadtverwaltung Soest, ging mit 8.000 Euro.
Versicherungskaufmann Axel Pante aus Nordhorn fiel nicht nur mit seinem Halsschmuck auf: Er trug die Schrauben aus einer Bein-OP als Souvenir. Ein Foto zeigte außerdem, dass er daheim seinen Blinddarm als Erinnerung an eine andere Operation aufbewahrte. Als Glücksbringer taugten diese kuriosen Memorabilien nicht: Er erspielte nur 8.000 Euro.
Nagelstudio-Betreiberin Tabea Gottstein aus Karlsruhe hatte auf dem Auswahlrunden-Sitz eine Leiste demoliert. Jauch machte diese demonstrativ wieder ab. Das Studio sei „27 Jahre alt und es ist nie was daran gemacht worden. Ich bin froh um jeden Schaden, der repariert werden muss.“ Gottstein erspielte 500 Euro und darf in der nächsten Folge weitermachen. (tsch)
