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Wolfgang Kubicki hat Verständnis für AfD-Wähler im Osten„Haben wirklich die Schnauze voll davon“

„Die sind erwachsene Menschen“, sagt Wolfgang Kubicki über die Wählerinnen und Wähler im Osten Deutschlands. (Bild: 2025 Getty Images/Maryam Majd)

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„Die sind erwachsene Menschen“, sagt Wolfgang Kubicki über die Wählerinnen und Wähler im Osten Deutschlands. (Bild: 2025 Getty Images/Maryam Majd)

Dass man im Osten Deutschlands keine Lust mehr auf Belehrungen durch „die Besserwessis“ habe, kann Wolfang Kubicki gut nachvollziehen. Im ntv-Talk „Blome & Pfeffer“ brachte der FDP-Chef dies nun mit der Popularität der AfD in Zusammenhang.

„'Wir haben die Besserwessis satt' - versteh ich“, sagt Wolfgang Kubicki. Im ntv-Talk „Blome & Pfeffer“ äußert der FDP-Chef Verständnis für den Frust ostdeutscher Wählerinnen und Wähler. Es gebe nachvollziehbare Gründe dafür, weshalb die AfD in Bundesländern wie Sachsen-Anhalt auf besonders fruchtbaren Boden falle: Die Menschen vor Ort hätten „wirklich die Schnauze voll davon, dass Leute aus dem Westen bei ihnen einfallen und ihnen dauernd erklären, wie sie ihr Leben gestalten sollen“, glaubt Kubicki. „Die sind erwachsene Menschen.“

Doch damit nicht genug. „Die haben das Gefühl mittlerweile wieder von einem übergriffigen Staat“, vermutet der gebürtige Braunschweiger. „Die haben das alle schon mal erlebt.“ Das Thema Meinungsfreiheit spiele im Osten der Bundesrepublik „eine wesentlich größere Rolle“ als in den westlichen Bundesländern. Kubicki mahnt: „Die Diskussion darüber, dass der Staatsanwalt vor der Tür steht oder die Polizei vor der Tür steht, weil man einen falschen Begriff gebraucht hat, weckt Erinnerungen, die sie nicht haben wollen.“

Ricarda Lang hält möglichen AfD-Wahlsieg für gefährlich: „Koffer ist schon gepackt“

Er wolle die Popularität der AfD nur erklären, „nicht rechtfertigen“, betont der 74-Jährige zudem. Gleichzeitig glaube er, dass im Falle eines AfD-Wahlsieges „die Welt nicht untergehen“ werde. Das sieht Ricarda Lang anders. Die Grünen-Politikerin mahnt: „Da muss ich schauen, was eine AfD in einer Landesregierung auch im Rahmen des Rechts tun kann.“

Lang erklärt: „Wenn wir auf die Wissenschaft schauen, wenn wir auf die Zivilgesellschaft schauen, wenn wir auf den Bildungsbereich schauen - all das sind Länderkompetenzen.“ Die ehemalige Parteivorsitzende kenne „so viele Menschen, die gerade dort leben und sagen: 'Mein einer Koffer ist schon gepackt, ich habe Angst davor, was eine rechtsextreme Regierung bedeuten würde.'“

Zu sehen gibt es die gesamte Ausgabe von „Blome & Pfeffer“ auf RTL+. (tsch)

Königin Sonja, Prinzessin Märtha Louise, Königin Mette-Marit und König Haakon (l-r) kommen auf den Schlossplatz, um die Menschen zu begrüßen und das Meer aus Blumen und Grußbotschaften zu betrachten, das Trauernde vier Tage nach dem Tod von König Harald V. dort niedergelegt haben.
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