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Anzeige erstattetWitwer von Filmikone empört – „sogar Nachthemden verkauft“

Der Witwer von Brigitte Bardot fühlt sich von der Stiftung der verstorbenen Schauspielerin vor die Tür gesetzt. (Archivbild)

Copyright: Philippe Magoni/AP/dpa

Der Witwer von Brigitte Bardot fühlt sich von der Stiftung der verstorbenen Schauspielerin vor die Tür gesetzt. (Archivbild)

Die Stiftung verlangt laut Bernard d’Ormale, dass er La Madrague verlässt. Er hat Anzeige wegen Diebstahls erstattet.

Der Witwer von Brigitte Bardot, Bernard d’Ormale (85), liegt mit der Tierschutzstiftung der verstorbenen Filmikone im Streit über Nachlass und Haus. Es geht um das Anwesen La Madrague bei Saint-Tropez.

Die Stiftung habe ihn vor die Tür gesetzt und ihm untersagt, persönliche Dinge aus dem Haus mitzunehmen. Das erzählte d’Ormale dem Magazin Paris Match nach einem Termin vor Ort, an dem ein Gerichtsvollzieher teilnahm.

Bernard d’Ormale und die Stiftung von Brigitte Bardot im Streit

Die Anwälte der Stiftung hätten ihm geschrieben, er müsse gehen und dürfe unter keinen Umständen etwas mitnehmen, andernfalls werde Anzeige wegen Diebstahls erstattet. D’Ormale, der viele Jahre mit Bardot dort gelebt hatte, wisse genau, dass er gehen müsse. Man hätte es aber auch anders angehen können, findet er.

Die Stiftung hatte schon vor einigen Tagen erklärt, Bardot habe ihr Anwesen einzig deshalb übergeben, um ihr Werk zu sichern und den Tierschutz dauerhaft zu finanzieren.

Die Regelungen, die Bardot zu Lebzeiten getroffen habe, würden strikt eingehalten. Ihrem langjährigen Lebensgefährten habe sie das Nutzungsrecht an ihrer Wohnung im 16. Arrondissement in Paris eingeräumt. Dieser habe das Recht jedoch an Bardots Sohn verkauft, der die Wohnung geerbt hat.

D’Ormale empört sich darüber, dass teils sehr private Gegenstände aus dem Nachlass versteigert wurden. Sogar Nachthemden seien verkauft worden, berichtet er. Deshalb habe er Anzeige wegen Diebstahls erstattet, so das Magazin. Er habe darum gebeten, bestimmte kleine Gegenstände aufzubewahren, vor allem einen Teddybären, den Bardot seit ihrem fünften Lebensjahr besaß.

dpatopbilder - ARCHIV - 27.05.1965, Frankreich, Paris: Die französische Schauspielerin Brigitte Bardot posiert mit einem riesigen Sombrero, den sie aus Mexiko mitgebracht hat, als sie am 27. Mai 1965 am Flughafen Orly in Paris, Frankreich, ankommt. Foto: Uncredited/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Copyright: Uncredited/AP/dpa

Brigitte Bardot posiert mit einem riesigen Sombrero, den sie aus Mexiko mitgebracht hat, als sie am 27. Mai 1965 am Flughafen Orly in Paris, Frankreich, ankommt.

Vor einem Monat hatte die Auktion von mehr als 280 Gegenständen aus Bardots Besitz knapp eine Million Euro eingebracht. Alle Stücke fanden einen Käufer, darunter eine Schreibmaschine, Ballettschuhe, Porträts und Plüschtiere.

Bardot, die mit Filmen wie Und immer lockt das Weib international bekannt wurde, starb am 28. Dezember 2025 im Alter von 91 Jahren. Mitte der 1970er-Jahre zog sie sich aus dem Filmgeschäft zurück und widmete sich dem Tierschutz. 1986 gründete sie die Fondation Brigitte Bardot. (dpa/red)