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Wiedersehen mit Familie Ingalls„Unsere kleine Farm“ ist zurück

Fans der früheren Serie dürfte dieses Bild bekannt vorkommen, erinnert es doch an deren Vor- und Abspann. Auch im Reboot freuen sich Charles Ingalls (Luke Bracey), Mary (Skywalker Hughes), Caroline (Crosby Fitzgerald) und Laura (Alice Halsey) in Kansas auf einen Neuanfang.  (Bild: Eric Zachanowich/Netflix © 2026)

Copyright: Eric Zachanowich/Netflix © 2026

Fans der früheren Serie dürfte dieses Bild bekannt vorkommen, erinnert es doch an deren Vor- und Abspann. Auch im Reboot freuen sich Charles Ingalls (Luke Bracey), Mary (Skywalker Hughes), Caroline (Crosby Fitzgerald) und Laura (Alice Halsey) in Kansas auf einen Neuanfang. (Bild: Eric Zachanowich/Netflix © 2026)

50 Jahre nach dem Deutschlandstart der Kult-Serie über eine Farmerfamilie in den USA des 19. Jahrhunderts schickt Netflix die achtteilige erste Staffel eines vielversprechenden Reboots an den Start - und die Ingalls' mit dem Planwagen in die Prärie.

Familienvater Charles Ingalls (Luke Bracey) hat mit seiner Frau Caroline (Crosby Fitzgerald, links) und den Töchtern Mary (Skywalker Hughes, zweite von rechts) und Laura (Alice Halsey) ihre Heimat in Wisconsin verlassen, um in fruchtbarerem Land, das von der Regierung als frei versprochen wurde, ein neues Leben zu beginnen. (Bild: Eric Zachanowich/Netflix © 2026)

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Familienvater Charles Ingalls (Luke Bracey) hat mit seiner Frau Caroline (Crosby Fitzgerald, links) und den Töchtern Mary (Skywalker Hughes, zweite von rechts) und Laura (Alice Halsey) ihre Heimat in Wisconsin verlassen, um in fruchtbarerem Land, das von der Regierung als frei versprochen wurde, ein neues Leben zu beginnen. (Bild: Eric Zachanowich/Netflix © 2026)

Mitchell (Meegwun Fairbrother, links), seine Tochter Good Eagle (Wren Zhawenim Gotts) und Ehefrau White Sun sind indigene Farmer und Nachbarn der weißen Siedler, mit denen sie friedlich zusammenleben möchten. Doch die Realität sieht oft anders aus. (Bild: Eric Zachanowich/Netflix © 2026)

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Mitchell (Meegwun Fairbrother, links), seine Tochter Good Eagle (Wren Zhawenim Gotts) und Ehefrau White Sun sind indigene Farmer und Nachbarn der weißen Siedler, mit denen sie friedlich zusammenleben möchten. Doch die Realität sieht oft anders aus. (Bild: Eric Zachanowich/Netflix © 2026)

Je unsicherer die Zeiten, desto größer das Bedürfnis nach Vertrautem, nach Geborgenheit und heiler Welt. Das haben Film- und Serienmacher natürlich längst erkannt, und so ist es wenig verwunderlich, dass Netflix sich an das Reboot einer der wohl beliebtesten US-Familienserien der 70er- und 80er-Jahre heranwagte: „Unsere kleine Farm“ ist abrufbar ab Donnerstag, 9. Juli. Die Messlatte liegt hoch, denn das Original brachte es auf über 200 Episoden in neun Staffeln.

Kinder machen vor, wie es geht: Good Eagle (Wren Zhawenim Gotts, links) und Laura (Alice Halsey) schließen Freundschaft. Beide sind aufgeweckt, neugierig und begabte Geschichtenerzählerinnen. (Bild: Eric Zachanowich/Netflix © 2026)

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Kinder machen vor, wie es geht: Good Eagle (Wren Zhawenim Gotts, links) und Laura (Alice Halsey) schließen Freundschaft. Beide sind aufgeweckt, neugierig und begabte Geschichtenerzählerinnen. (Bild: Eric Zachanowich/Netflix © 2026)

Michael Landon (“Bonanza“) verkörperte damals nicht nur das Oberhaupt der Familie Ingalls, den fleißigen Farmer Charles, sondern fungierte bald auch als Showrunner, Produzent und Regisseur der sehr freien Adaption der autobiografischen Romane von Laura Ingalls Wilder. Die achtteilige erste Staffel des Reboots basiert auf Band drei, „Little House on the Prairie“, in welchem Ingalls sich an die beschwerliche Reise der Familie mit dem Planwagen von Wisconsin nach Kansas um 1870 erinnert, in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Die Schwestern Laura (Alice Halsey, vorne) und Mary (Skywalker Hughes) müssen sich in einer neuen Welt zurechtfinden.  (Bild: Eric Zachanowich/Netflix © 2026)

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Die Schwestern Laura (Alice Halsey, vorne) und Mary (Skywalker Hughes) müssen sich in einer neuen Welt zurechtfinden. (Bild: Eric Zachanowich/Netflix © 2026)

Historischer Hintergrund ist der sogenannte „Homestead Act“, nach dem jeder ein Stück unbesiedeltes Land für sich beanspruchen und bewirtschaften durfte. Doch unbewohnt war das Land freilich nicht, es war „Indianerland“, das Zuhause amerikanischer Ureinwohner, die in der Folge enteignet und vertrieben wurden. Das sei nicht fair, befand die kleine Laura (Melissa Gilbert) schon im Pilotfilm der Originalserie 1974.

Den Farmer Charles Ingalls (Luke Bracey) und seine Frau Caroline (Crosby Fitzgerald) verbindet eine große Liebe. In Wahrheit hatten sie mehr Kinder als in den Serien. Im Reboot haben sie zu Beginn zwei Töchter - kündigt sich schon bald weiterer Nachwuchs an? (Bild: Eric Zachanowich/Netflix © 2026)

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Den Farmer Charles Ingalls (Luke Bracey) und seine Frau Caroline (Crosby Fitzgerald) verbindet eine große Liebe. In Wahrheit hatten sie mehr Kinder als in den Serien. Im Reboot haben sie zu Beginn zwei Töchter - kündigt sich schon bald weiterer Nachwuchs an? (Bild: Eric Zachanowich/Netflix © 2026)

Das „Little House on the Prairie“ (Auf Deutsch: „Das kleine Haus in der Prärie“) baut sich nicht von alleine. Charles Ingalls (Luke Bracey, rechts) bekommt dabei Hilfe von John Edwards (Warren Christie). Er wurde den Ingalls' auch in der ersten Serienadaption ein guter Freund. Er ist in Laura Ingalls Wilders Büchern sehr locker an eine wahre Person angelehnt.  (Bild: Eric Zachanowich/Netflix © 2026)

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Das „Little House on the Prairie“ (Auf Deutsch: „Das kleine Haus in der Prärie“) baut sich nicht von alleine. Charles Ingalls (Luke Bracey, rechts) bekommt dabei Hilfe von John Edwards (Warren Christie). Er wurde den Ingalls' auch in der ersten Serienadaption ein guter Freund. Er ist in Laura Ingalls Wilders Büchern sehr locker an eine wahre Person angelehnt. (Bild: Eric Zachanowich/Netflix © 2026)

Im Reboot nimmt dieses dunkle Kapitel der US-Geschichte mehr Platz ein. „Es kann nicht sein, dass Fremde einfach so in mein Haus marschieren“, empört sich Neuankömmling Charles an einer Stelle. Das sähen die Eingeborenen genauso, erwidert sein Nachbar Mitchell (Meegwun Fairbrother), selbst zur Hälfte indigen. Laut Julie O'Keefe, die als Beraterin zu dem sensiblen Thema fungierte, habe man früh entschieden, beide Seiten zu erzählen: die Hoffnungen der Siedler auf neue Möglichkeiten und die desaströsen Folgen der Westexpansion für die Indigenen.

Die Familie ist das Kernthema

Dr. George Tann (Jocko Sims) ist Arzt in Kansas, in der Nähe des Ortes, wo sich Familie Ingalls niederlässt. Tann war eine reale Person und behandelte die Ingalls' auch in den Büchern. Er hatte während des Bürgerkriegs in der Unionsarmee gedient und war danach, wie viele Afroamerikaner, nach Kansas gezogen.   (Bild: Eric Zachanowich/Netflix © 2026)

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Dr. George Tann (Jocko Sims) ist Arzt in Kansas, in der Nähe des Ortes, wo sich Familie Ingalls niederlässt. Tann war eine reale Person und behandelte die Ingalls' auch in den Büchern. Er hatte während des Bürgerkriegs in der Unionsarmee gedient und war danach, wie viele Afroamerikaner, nach Kansas gezogen. (Bild: Eric Zachanowich/Netflix © 2026)

An Begegnungen mit Indigenen müssen sich Caroline (Crosby Fitzgerald) und Charles (Luke Bracey, zweiter von rechts) noch gewöhnen. Kansas war zur Zeit ihrer Ankunft „Indianerland“.  
 (Bild: Eric Zachanowich/Netflix © 2026)

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An Begegnungen mit Indigenen müssen sich Caroline (Crosby Fitzgerald) und Charles (Luke Bracey, zweiter von rechts) noch gewöhnen. Kansas war zur Zeit ihrer Ankunft „Indianerland“. (Bild: Eric Zachanowich/Netflix © 2026)

Kern von „Unsere kleine Farm“ aber sind, damals wie heute, die Ingalls. Für Showrunnerin Rebecca Sonnenshine ist die Serie nichts weniger als „eine Liebesgeschichte über eine Familie“. Anders als früher ist sie im Reboot zu Beginn noch vierköpfig - Vater Charles (Luke Bracey), Mutter Caroline (Crosby Fitzgerald) und die Töchter Mary (Skywalker Hughes) und Laura (Alice Halsey). In der Originalserie war die kleine Carrie bereits auf der Welt, später folgte noch Schwester Grace.

Fröhliche Zeiten in der Prärie: Schon in den Büchern griff Vater Charles Ingalls (Luke Bracey, zweiter von rechts), gerne zur Fiddle und erfreute damit seine Töchter Laura (Alice Halsey, zweite von links), Mary (Skywalker Hughes, Mitte), Ehefrau Caroline (Crosby Fitzgerald) und Familienfreund Mr. Edwards (Warren Christie). (Bild: Eric Zachanowich/Netflix © 2026)

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Fröhliche Zeiten in der Prärie: Schon in den Büchern griff Vater Charles Ingalls (Luke Bracey, zweiter von rechts), gerne zur Fiddle und erfreute damit seine Töchter Laura (Alice Halsey, zweite von links), Mary (Skywalker Hughes, Mitte), Ehefrau Caroline (Crosby Fitzgerald) und Familienfreund Mr. Edwards (Warren Christie). (Bild: Eric Zachanowich/Netflix © 2026)

„Unsere kleine Farm“ erzählt vom Aufwachsen der Geschwister und dem Zurechtfinden der Familie in der neuen Welt. Von Liebe und Freundschaften. Von Glück und Leid, vom (Über)leben in der damaligen Zeit als Farmer, von Gefahren durch wilde Tiere, Unwetter und Feuer. Das geriet damals oft reichlich pathetisch, selbst für amerikanische Verhältnisse. Und trotzdem oder vielleicht gerade deswegen treffen die Geschichten bis heute einen Nerv. Und dass die Emotionen auch in der modernen Neuauflage nicht zu kurz kommen, das versprachen schon die ersten Ausschnitte.

Wer sich allerdings auf ein Wiedersehen mit liebgewonnenen Figuren von einst, Lauras Erzfeindin Nellie Oleson etwa, freut, muss sich bis zur bereits bestätigten zweiten Staffel gedulden. Erst dann geht es für die Familie Ingalls weiter nach Minnesota und zum bekannten Städtchen Walnut Grove. (tsch)

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