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„War sehr, sehr traurig“So begründet Prinz Pi sein Karriereende

Prinz Pi macht Schluss: Nach drei Nummer-eins-Alben hängt der Rapper seine Karriere an den Nagel. Was ihn dazu bewogen hat, erklärte der 46-Jährige nun bei Instagram.

Er war jahrelang eine der wichtigsten Stimmen im Deutsch-Rap. Doch nach drei Nummer-eins-Alben und unzähligen Hits zieht Prinz Pi nun einen Schlussstrich unter seine Karriere. Nach der Abschiedstournee 2026 will er keine Musik mehr machen. „Ich würde noch zehn weitere Touren und zehn weitere Alben machen, aber das läuft leider nicht“, informierte der Rapper auf Instagram seine Fans.

Der 46-Jährige erklärte, dass nicht etwa kreative Gründe ausschlaggebend seien, sondern die tiefgreifenden Veränderungen in der Musikbranche. Gerade das Streamingzeitalter mache es Künstlerinnen und Künstlern schwer, Geld mit ihrem Tun zu verdienen. „Das ist leider weggefallen“, bedauerte Prinz Pi die fehlenden Einnahmen durch Plattenverkäufe. Daneben schätze er, seine Musik sei nicht mit dem Zeitgeist kompatibel. Und Trends hinterherlaufen wolle er nicht.

Prinz Pi wendet sich an Fans: „Das macht mich wahnsinnig zufrieden und dankbar“

„Ich war die letzten Jahre sehr, sehr traurig, weil es natürlich für keinen Musiker schön ist, seine Karriere beenden zu müssen“, fügte Prinz Pi an. Lange habe er mit diesen Zweifeln und negativen Gefühlen aber hinterm Baum gehalten. „Ich habe meine Traurigkeit lange Zeit in meiner Musik ausgedrückt.“ Nun freue er sich vor allem auf seine letzte Tour.

Prinz Pi nutzte das Video auch, um sich bei langjährigen Weggefährten zu bedanken - von Features bis zu den Menschen, die ihn in seiner Crew auf den Tourneen begleitet haben. Außerdem wandte er sich an seine Fans. „Viele Leute haben Sachen von mir sogar auf ihrem Körper verewigt. Das macht mich wahnsinnig zufrieden und dankbar“, sagte Prinz Pi. „Ein besseres Gefühl gibt es für einen Künstler nicht.“

1998 wurde der Song „Keine Liebe“ zur Untergrundhymne. Seitdem ist Prinz Pi aus der deutschen Rap-Landschaft nicht mehr wegzudenken. Mit Alben wie dem elektrisch-geprägten „Neopunk“ (2008) oder dem melancholischen „Kompass ohne Norden“ (2013) erfand der Berliner sich immer wieder neu. Auf seinem neuesten Werk „West-Berlin“ (2025) beweist er einmal mehr, dass die eigene Kunst keinen Trends folgt. Auf seiner Abschiedstournee will der Musiker noch einmal Songs aus seiner ganzen Diskografie live präsentieren.

Ein Beitrag geteilt von Prinz Pi - Gesellschaftsbeobachter & Wortakrobat (@prinzpi23) (tsch)

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