Hoch lebe der Fäkalhumor: Die Farrelly-Brüder bedienten sich in dieser Komödie sämtlicher menschlicher Körperflüssigkeiten.
Vorsicht, Körperflüssigkeiten! Derbe 90er-Jahre-Kultkomödie läuft heute im Free-TV

Copyright: 1998 Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.
Standfestes Styling: Das Sperma in Marys (Cameron Diaz) Tolle hat einen Vorteil - die Frisur hält, garantiert. (Bild: 1998 Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.)
Gibt es Filme, die niveaulos sind, sich einen Kehricht um Fragen des guten Geschmacks scheren, Vertreter sämtlicher Randgruppen auf die Barrikaden gehen lassen und die - jetzt kommt es - trotzdem witzig sind? So witzig, dass nicht nur picklige Schüler, sondern sogar Kulturkritiker und Zeitgeistintellektuelle wegen des grandiosen Fäkalhumors lachend unter dem Tisch liegen? Ja, es gibt sie. „Verrückt nach Mary“ ist der Beweis - den Farrelly-Brüdern sei Dank. Dem Regiegespann gelang vor zwölf Jahren ein Überraschungserfolg, der es bis an die Spitze der Kino-Charts schaffte und nun erneut bei Kabel Eins (Mittwoch, 3. Juni, 22.45 Uhr) zu sehen ist.

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Ted (Ben Stiller, rechts) und sein bester Kumpel Dom (Chris Elliott) legen sich auf die Lauer. (Bild: 1998 Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.)
„Verrückt nach Mary“ ist einer dieser Filme, bei denen diverse menschliche Körperflüssigkeiten eine nicht unerhebliche Rolle spielen: Bei den Farrellys wird onaniert, Sperma in die Haartolle geschmiert, und das männliche Geschlechtsorgan wird Belastungsproben der härteren Sorte ausgesetzt. Eine in doppelter Hinsicht besonders schmerzliche Erfahrung muss auch Ted (Ben Stiller) machen, als er das Mädchen seiner Träume zum Schulball abholen will. Der Gang auf die Toilette endet in einem Fiasko, weil sich Teds kleiner Freund im Reißverschluss verhakt. Anstelle des angestrebten Rendezvous' mit Mary (Cameron Diaz) gibt es eine Freifahrt ins Krankenhaus.
Hoher Spaßfaktor garantiert

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Mary (Cameron Diaz) hat allen den Kopf verdreht: Nun versuchen Ted (Ben Stiller, links), Pat (Matt Dillon, zweiter von links), Dom (Chris Elliot, zweiter von rechts) und Tucker (Lee Evans, rechts) sich gegenseitig auszustechen. (Bild: 1998 Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.)
Ted ist nach diesem Vorfall so beschämt, dass er seine Annäherungsversuche einstellt und Mary schließlich vollkommen aus den Augen verliert. 15 Jahre später will er das Versäumte nachholen. Er beauftragt den Privatdetektiv Healy (Matt Dillon), seine Jugendliebe, die mittlerweile als erfolgreiche Ärztin in Florida lebt, ausfindig zu machen. Doch der schmierige Schnüffler verliebt sich selbst in die schöne Mary und gaukelt seinem Auftraggeber falsche Tatsachen vor, um Ted von ihr fernzuhalten. Als sich dieser schließlich mit einem Freund nach Florida aufmacht, ist das Liebeschaos perfekt.
Natürlich ist „Verrückt nach Mary“ Geschmacksache. Wertkonservative und Feministinnen werden sich mit Grausen abwenden. Unbestritten ist jedoch, dass es den Farrellys gelungen ist, eine meisterhafte Mixtur mit hohem Spaßfaktor zusammenzumischen, die nicht zuletzt durch die ausgezeichneten Schauspielerleistungen die Lacher auf ihrer Seite hat. (tsch)
