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Ruhm, Sucht und TragödienVon Elvis bis Amy Winehouse: Die besten Musiker-Filme im Check

Bedeutende Biopics zu Musikstars

Copyright: Jordan Strauss/Invision/AP/dpa

Jaafar Jackson (hier bei einer Filmpremiere in Los Angeles) spielt in «Michael» seinen 2009 gestorbenen Onkel Michael Jackson. (Archivbild)

Von Queen bis Elvis: Die besten Biopics über Musik-Legenden

Angeblich liefert das Leben die besten Storys. Besonders das Dasein von Pop-Ikonen scheint da eine Goldgrube zu sein. Lebensgeschichten von Musikschaffenden sind oft wie moderne Märchen, aber häufig auch echte Dramen. Perfekter Stoff fürs Kino.

Gerade sorgt Antoine Fuquas heiß diskutiertes Biopic «Michael» für Furore, in dem Jaafar, der Neffe von Michael Jackson, die Hauptrolle übernimmt. Der Film beleuchtet die Existenz des „King of Pop“ als gepeinigtes Ausnahmetalent und aufsteigenden Megastar.

Es gibt jedoch laute Vorwürfe, der Film sei eine reine Schönfärberei und würde genau da wegschauen, wo die Erzählung in die Tiefe blicken müsste.

Andere Lebensverfilmungen aus der jüngeren Vergangenheit erhielten hingegen ein positiveres Echo. Hier sind einige davon, wie auch die dpa meldet:

Ray Charles

«Ray» (2004): Für viele eines der besten Musiker-Porträts überhaupt. Jamie Foxx erhielt für seine Verkörperung von Ray Charles (1930-2004) im Jahr 2005 den Oscar als bester Hauptdarsteller. Die Handlung umspannt seine Jugend, den Verlust des Augenlichts und den Start seiner Karriere in den späten 40er-Jahren. „Ray“ verschweigt nichts: den kometenhaften Erfolg, sein Privatleben und den Kampf gegen die Heroinabhängigkeit. Der Streifen schließt kurz nach einem erfolgreichen Drogenentzug in den späten 70ern ab. (Der Film ist bei einigen Anbietern kostenpflichtig verfügbar, darunter Sky, Prime Video, Apple TV, Magenta TV.)

Johnny Cash

«Walk the Line» (2005): Schon zu seinen Lebzeiten war Johnny Cash (1932-2003) ein Mythos. Mit diesem Film schuf Regisseur James Mangold ein Meisterwerk, das sogar Menschen packt, die mit Country-Musik sonst nichts anfangen können. Joaquin Phoenix brilliert in der Rolle des Stars. Der Film behandelt Cashs Probleme mit Alkohol und Drogen, aber ebenso seine hartnäckige und am Ende siegreiche Eroberung seiner großen Liebe June. Für ihre Performance bekam Reese Witherspoon 2006 den Oscar als beste Hauptdarstellerin; Phoenix musste sich Philip Seymour Hoffman («Capote») geschlagen geben. (In der Flatrate von Disney+.)

Freddie Mercury

«Bohemian Rhapsody» (2018): Hier wird die Story von Freddie Mercury nachgezeichnet, von der Entstehung der Band Queen bis hin zum legendären Live-Aid-Konzert, sechs Jahre bevor er starb. Für die Hauptrolle sahnte Rami Malek einen Oscar ab – besonders seine Performance des ikonischen Auftritts von 1985 gilt als genial. Ein wenig zurückhaltend geht der Film mit den homosexuellen Seiten in Mercurys Biografie um. (In der Flatrate etwa bei Disney+, Netflix, Magenta TV.)

Elton John

«Rocketman» (2019): Wie verwandelt sich ein Junge voller Komplexe in einen Rockstar? Diese Frage stellt sich der begabte, jedoch zurückhaltende Reginald Kenneth Dwight. Durch einen neuen Namen, schrille Outfits und unvergessliche Lieder wird er zur „Rakete“, zum Rocketman – er wird zum Megastar Elton John. Hauptdarsteller Taron Egerton geht in seiner Rolle beeindruckend und ekstatisch auf. (Der Film ist bei zahlreichen Anbietern kostenpflichtig verfügbar, darunter Magenta TV, YouTube, Apple TV, Prime Video.)

Elvis Presley

«Elvis» (2022): In einem wahren Bilderrausch gewährt diese Filmbiografie einen Blick auf das Leben des King of Rock'n'Roll. Regisseur Baz Luhrmann («Moulin Rouge») schildert die Lebensgeschichte von Elvis Presley (1935-1977) aus der Perspektive seines ziemlich üblen Managers, den Tom Hanks darstellt. Der King selbst wird von Austin Butler gespielt. Beide liefern eine absolut überzeugende Leistung ab. (In der Flatrate von HBO Max verfügbar.)

«Priscilla» (2023): Eine perfekte Ergänzung zum Film «Elvis». Priscilla Presley war von 1967 bis 1973 die Ehefrau von Elvis. Über ihre gemeinsame Zeit verfasste Priscilla ein Buch, das Sofia Coppola als Vorlage für ihren Film nutzte. Der Inhalt dreht sich um Kontrollzwang, Manipulation und angebliche Seitensprünge – aber zeigt auch eine innige Verbindung. Coppola («Lost in Translation», «Marie Antoinette») schildert die Romanze des Paares vom ersten Treffen bis zum Auseinandergehen. Ein melancholischer und zwiespältiger Film. (In der Flatrate von Mubi verfügbar.)

Robbie Williams

«Better Man – Die Robbie Williams Story» (2024): Filme über britische Superstars gibt es wie Sand am Meer. Um aus der Masse hervorzustechen, griff Filmemacher Michael Gracey («Greatest Showman») für seine Verfilmung über Robbie Williams zu einem speziellen Trick. Der Entschluss, den Popstar in «Better Man» durch einen computeranimierten Affen spielen zu lassen, hört sich erstmal verrückt an – funktioniert aber erstaunlich gut. (In der Flatrate von Prime Video verfügbar.)

Bob Dylan

«Like A Complete Unknown» (2025): Dieses Drama (im Original «A Complete Unknown», also ohne «Like») beleuchtet den Karrierebeginn von Bob Dylan in den frühen 60ern. Mit 19 Jahren kommt er nach New York und steigt blitzschnell zum Superstar der Folkszene auf. Er veröffentlicht revolutionäre Platten, kämpft mit dem jähen Ruhm, hintergeht seine Partnerin mit der Sängerin Joan Baez und lässt alte Weggefährten links liegen. Womöglich die bisher stärkste Performance in Timothée Chalamets Laufbahn. (In der Flatrate von Disney+ verfügbar.)

«I’m Not There» (2007): Regisseur Todd Haynes wählte einen besonderen Ansatz und ließ den Meister Dylan von diversen Schauspielgrößen darstellen, unter ihnen Christian Bale, Heath Ledger und Cate Blanchett. Diese kunstvolle Zusammenstellung sorgte bei vielen für erstauntes Kopfschütteln. (In der Flatrate bei Prime Video verfügbar.)

Tina Turner

«Tina – What’s Love Got to Do with It?» (1993): Der Film konzentriert sich hauptsächlich auf die frühen Jahre von Tina Turners Laufbahn und ihre Zeit mit dem tyrannischen und brutalen Gatten Ike. Ihr unglaubliches Comeback ab 1985 wird nicht thematisiert. Angela Bassett erhielt 1994 einen Golden Globe als beste Schauspielerin, ging beim Oscar aber leer aus. (In der Flatrate von Disney+ verfügbar.)

Edith Piaf

«La Vie en Rose» (2007): Von ihrer Mutter im Stich gelassen, wuchs sie bei der Großmutter in einem Freudenhaus auf. Mit 19 wird sie entdeckt, als sie auf der Straße singt, und steigt zum hellsten Stern des französischen Chansons auf. Edith Piaf wird als die Stimme von Paris angesehen. Die nur knapp 1,50 Meter messende, riesige Künstlerin steckte voller Gegensätze. Marion Cotillard räumte für ihre Leistung fast jeden Preis ab: Oscar, Golden Globe und den französischen César. (Zum Leihen und Kaufen etwa bei Apple TV.)

Judy Garland

«Judy» (2019): Renée Zellweger spielt Judy Garland mit all ihrer inneren Zerrissenheit und ihrem trockenen Humor. Völlig verdient erhielt sie dafür 2020 den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Der Film beleuchtet ihren Werdegang vom Kinderstar («Der Zauberer von Oz», 1939) und ihr von Skandalen geprägtes Leben bis zu ihrem frühen Tod mit nur 47 Jahren 1969 in London. (In der Flatrate etwa bei Joyn verfügbar.)

Aretha Franklin

«Respect» (2021): Der Film zeigt den Werdegang der Soul-Diva Aretha Franklin – schon als Mädchen singt sie im Gospelchor ihres Vaters in der Autostadt Detroit. Später steigt sie zum Superstar und zur Musik-Legende mit einer unverwechselbaren Stimme und Ausstrahlung auf. Jennifer Hudson verkörpert die Queen of Soul unter der Regie von Liesl Tommy. (In der Flatrate bei Magenta TV und Prime Video verfügbar.)

Whitney Houston

«Whitney Houston: I Wanna Dance with Somebody» (2022): Man nannte sie die größte Stimme ihrer Generation, vielleicht sogar des ganzen Jahrhunderts. In diesem ziemlich persönlichen Biopic, benannt nach einem ihrer legendärsten Songs, spielt Naomi Ackie die 2012 im Alter von 48 Jahren in Beverly Hills verstorbene Whitney Houston. Ein Film, der tief berührt. (In der Flatrate von Joyn verfügbar.)(dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Amy Winehouse

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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