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TV-TippEiner der besten Abenteuerfilme aller Zeiten läuft im Free-TV

Nach zahlreichen Prüfungen hat Indiana Jones (Harrison Ford, rechts) sein Ziel erreicht und trifft auf den Gralsritter. (Bild: TM & © 1989, (2026) Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved. Used Under Authorization.)

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Nach zahlreichen Prüfungen hat Indiana Jones (Harrison Ford, rechts) sein Ziel erreicht und trifft auf den Gralsritter. (Bild: TM & © 1989, (2026) Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved. Used Under Authorization.)

Schottische Star-Power: Dank Sean Connery wurde das dritte „Indiana Jones“-Abenteuer zum besten Film der Reihe.

Nach dem Klassiker „Jäger des verlorenen Schatzes“ und dem inhaltlich weitaus schwächeren zweiten Teil bedurfte es für eine weitere Fortsetzung neuer Ideen. So legte Steven Spielberg mehr Wert auf den Charakter seines Helden und versah den dritten Film über den abenteuerlustigen Archäologen mit aufwendigeren Spezialeffekten. Dass Indiana Jones mit der ihm eigenen Mischung aus Hirnschmalz und Muskelkraft versuchen muss, die Nazis davon abzuhalten, in den Besitz des heiligen Grals zu gelangen, konnte dem Zuschauer von der Aufgabenstellung her dabei durchaus bekannt vorkommen. Und dennoch war „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ ganz anders.

Gemeinsam auf der Suche nach dem heiligen Gral: Dr. Henry Jones (Sean Connery, links) und Indiana Jones (Harrison Ford). (Bild: TM & © 1989, (2026) Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved. Used Under Authorization.)

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Gemeinsam auf der Suche nach dem heiligen Gral: Dr. Henry Jones (Sean Connery, links) und Indiana Jones (Harrison Ford). (Bild: TM & © 1989, (2026) Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved. Used Under Authorization.)

Gewisse Parallelen zu „Jäger des verlorenen Schatzes“ sind unübersehbar: Es gibt einen ominösen Gegenstand aus der abendländisch-christlichen Kultur, es gibt Nationalsozialisten, und es gibt Figuren, die schon einmal vorkamen: Marcus Brody (Denholm Elliott) und Sallah (John Rhys-Davies). Vor allem durch diese ähnliche Ausgangslage musste sich Regisseur Steven Spielberg den Vorwurf gefallen lassen, er habe nach der durchwachsenen Kritik an „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ versucht, „alten“ Fans einen billigen Aufguss seines acht Jahre alten Erfolges vorzusetzen.

Anfangssequenz zeigt den jugendlichen Indy

Dr. Elsa Schneider (Alison Doody) hilft Indiana Jones bei der Suche nach dem heiligen Gral. (Bild: TM & © 1989, (2026) Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved. Used Under Authorization.)

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Dr. Elsa Schneider (Alison Doody) hilft Indiana Jones bei der Suche nach dem heiligen Gral. (Bild: TM & © 1989, (2026) Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved. Used Under Authorization.)

Doch gab es einen Unterschied: Sean Connery. Die Einführung des Dr. Henry Jones in die Handlung erwies sich als geradezu genialer Schachzug. Angeblich wurde der schottische Schauspieler für die Rolle ausgewählt, weil Spielberg, der schon immer einen Bond-Film machen wollte, einen Hauch des britischen Agenten in seinem Streifen haben wollte. Was Connery dem Run um den Heiligen Gral aber einhauchte, waren Selbstironie und Witz, die zu einem großen Teil die Originalität dieses dritten Teiles ausmachen. In seinem Zusammenspiel mit Ford, dessen Vater er verkörpert, obwohl er nur zwölf Jahre älter ist, bekommt die Figur des Indiana Jones zudem eine persönliche Note, die ihm sehr gut bekommt.

Einiges Licht in seine Persönlichkeit bringt schon die Anfangssequenz: Der jugendliche Indy (River Phoenix) findet in einer Felsenhöhle in Utah das Kreuz von Coronado (berühmtes Film-Zitat: „Das gehört in ein Museum“) und fällt während der Verfolgungsjagd auf dem Zug eines Wanderzirkus' in eine Kiste voller Schlangen. Daraus erklärt sich seine Schlangenphobie. Zudem findet er seine Peitsche, mit der er sich aufgrund anfänglichen Dilettantismus die Narbe am Kinn zufügt.

In der Gegenwart - 1936 - erringt Indy (Harrison Ford) das Kreuz wieder, um kurz darauf zu erfahren, dass sein Vater (Sean Connery) von den Nazis entführt wurde. Als Gralsexperte soll er ihnen helfen, jenes Gefäß zu finden, aus dem Jesus und seine Jünger beim Abendmahl getrunken haben und in dem während der Kreuzigung Jesu Blut aufgefangen worden sein soll. Wer aus ihm trinkt, erlangt Unsterblichkeit - und ewig lebende Nazis verheißen für die Welt nichts Gutes.

Für Ford war Connery wie eine Erlösung

„Es steckt noch Potenzial in der Rolle des Indiana Jones“, hatte Ford, der damals lange gezögert hatte, bevor er ein drittes Mal sein Jawort gab, nach dem Studium des Drehbuchs festgestellt. Und prompt lieferte der Hollywood-Star sein Meisterstück. Es scheint, als bedeutete die Existenz des großen Connery an seiner Seite eine Art Erlösung von der Last, den Erfolg des Films alleine tragen zu müssen. (tsch)