Nach drei erfolgreichen Leone-Western aus der Cinecittà feierte der ausrangierte TV-Cowboy Clint Eastwood 1967 ein glänzendes US-Comeback.
TV-TippDieser Westernklassiker zeigt Clint Eastwood in seiner Paraderolle

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Jed Cooper (Clint Eastwood) wäre um ein Haar unschuldig am Galgen gestorben. Jetzt will er eine alte Rechnung begleichen. (Bild: ARD / Degeto)
Da gibt's nichts zu beschönigen: Man hatte ihn ausrangiert. Nach Italien. Und hätten Sergio Leones Spaghettiwestern nicht derart eingeschlagen, wer weiß, was aus der Karriere Clint Eastwoods geworden wäre? Nach Italo-Kassenschlagern wie „Zwei glorreiche Halunken“ war es Zeit, dorthin zurückzukehren, wo der Western seinen Ursprung hat.

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Richter Fenton (Pat Hingle, rechts) bietet Jed Cooper (Clint Eastwood) an, Deputy Marshal zu werden. (Bild: ARD / Degeto)
„Hängt ihn höher“ (zu sehen am 4. Oktober, 20.15 Uhr auf Tele 5) war 1967 Eastwoods US-Comeback. Unter der Regie von Ted Post spielte der kantige Star den Ex-Hilfssherrif Jed Cooper, der grundlos vom Rancher Wilson (Ed Begley) aufgeknüpft wird. In letzter Sekunde rettet ihn ein Marshal. Cooper lässt sich vom unbestechlichen Richter Fenton (Pat Hingle) vereidigen und beginnt einen Rachefeldzug.
Nicht umsonst atmet „Hängt ihn häher“ den Geist eines Italowestern. Post, damals längst versiehrter Serienregisseur, ließ sich für seinen dritten Spielfilmfilm sichtlich von den Filmen Sergio Leones und Sergio Corbuccis beeinflussen, die wiederum selbst auf den Schultern großer Genre-Helden standen, John Ford, Howard Hawks.
Den „Umweg“ über einen US-Regisseur hätte „Hängt ihn höher“ beinahe übrigens nicht genommen. Für die Regie war ursprünglich Leone vorgesehen, er lehnte jedoch ab, weil er mit einem anderen Projekt beschäftigt war. Auch in seinem Film wird getötet, gehängt - und dazu fatal-düstere Musik angestimmt. Er erschien im selben Jahr wie „Hängt ihn höher“: „Spiel mit das Lied vom Tod“. (tsch)
