Die frühere NDR-Moderatorin Alida Gundlach fühlte sich 1985 in der „NDR Talk Show“ von Klaus Kinski belästigt.
Hollywood-Star außer KontrolleKinski lockte Moderatorin in Garderobe und ließ die Sau raus

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Klaus Kinski in einer seiner zahlreichen Rollen. (Archivfoto)
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Dieser Auftritt ging in die Fernsehgeschichte ein: 1985 saß Klaus Kinski zu seinem 59. Geburtstag in der „NDR Talk Show“, und die Sendung lief komplett aus dem Ruder. Jetzt, zum 100. Geburtstag des legendären Schauspielers am 18. Oktober, erinnert sich die frühere NDR-Moderatorin Alida Gundlach an diesen Abend. Vergessen hat sie ihn bis heute nicht. Eigentlich sollte es um seinen Film „Kommando Leopard“ gehen. Stattdessen reihte sich ein Tabubruch an den nächsten, eine Grenzüberschreitung folgte der anderen.
Schon als der Hollywood-Star ins Studio kam, benahm er sich daneben. Das schildert Gundlach empört in einem Beitrag in der „Bild“-Zeitung: „Sofort baggerte er mich breit grinsend an und begrüßte mich mit einer Umarmung, der ich mich entzog.“

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Alida Gundlach in der NDR Talk-Show 2023. (Archivfoto)
Alida Gundlach über ihr legendäres TV-Interview mit Klaus Kinski
Etwas später sollte die Moderatorin zu ihm in die Garderobe kommen. Sie tauchte dort zusammen mit dem Redaktionsleiter auf. Der Skandal-Schauspieler zeigte sich launisch wie gewohnt. Auf „Vorgequatsche“ habe er keine Lust.
Auch in der Sendung selbst nahm Kinski kaum Rücksicht. Gleich bei einer der ersten Fragen verglich er Gundlachs Stimme mit einer Durchsage am Flughafen. Dazu kommentierte er ihr Aussehen. Gundlach versuchte gegenzusteuern: Über ihre Strümpfe könne man sich ja schlecht unterhalten. Kinskis Antwort: „Nein, aber über deinen Po zum Beispiel.“
Und das war noch nicht alles. Wenn die Kamera nicht lief, soll Kinski die beliebte Moderatorin gefragt haben, ob sie Strapse trage und was sie beide noch zusammen machen wollten. An ein ernsthaftes Gespräch war nicht zu denken.

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Klaus Kinski in einer Filmszene. (Archivfoto)
Nach rund einer Stunde war die damals 42-Jährige erschöpft. Sie fühlte sich „mindestens zehn Jahre älter“. In einer Musikpause ging sie zum Chefredakteur und sagte ihm, dass sie die Sendung abbrechen wolle. Die Antwort, die sie vom Vater von Nastassja Kinski zu hören bekam: „Die Quote ist bombig, mach bloß weiter.“
Also machte Gundlach weiter. Kinski ging nach der Sendung, ohne ein Wort zum Abschied. Spätere Anfragen, über das Treffen zu sprechen, schlug sie allesamt aus. Ihre Bilanz: „Mein Interesse an Kinski war erloschen.“ (red)
